Frustriert von Wirtschaftsmisere und harschem Sparkurs sind die Griechen den Regierungsparteien bei der Parlamentswahl scharenweise davongelaufen. Nea Dimokratia und Pasok verfehlen eine Mehrheit. Nachrichen, Analysen und Kommentare zu den Wahlen in Griechenland.
Gerade erst hat sich im krisengebeutelten Griechenland eine neue Regierung gefunden - und schon geht das erste Mitglied wieder von Bord. Der designierte griechische Finanzminister Vassilis Rapanos wird sein Amt nicht antreten. Rapanos hatte am Freitag einen Kreislaufkollaps erlitten.
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Meinung
Europa atmet auf: Griechenland hat eine neue Regierung. Ihr wichtigstes Ziel: Der Verbleib in der Euro-Zone. Dafür muss sich die konservative Nea Dimokratia mit zwei linken Parteien zusammenraufen. Doch die harten Zeiten bleiben. Die neue Regierung wird daran gemessen werden, ob sie mit alten Sitten bricht.
Ein Kommentar von Christiane Schlötzer, Athenmehr...
Die neue Regierung steht noch gar nicht, aber eine erste Forderung an Brüssel gibt es offenbar schon: Griechenland will mehr Zeit bekommen, die harten Sparprogramme umzusetzen. Die mögliche Koalition plant bereits konkrete Vorschläge. Aus Brüssel kommen positive Signale. Die Bundesregierung ist in der Frage gespalten.
Von Bastian Brinkmann und Michael Königmehr...
Meinung
Wie ein Schiffbrüchiger in schwerer See: Die Wahl in Griechenland hat Europa eine Atempause beschert, doch der Sturm tobt. Über Spanien und Italien braut sich schon das nächste Unwetter zusammen. Die Politik muss jetzt handeln.
Von Stefan Korneliusmehr...
Live
In Griechenland läuft der Koalitionspoker: Antonis Samaras, Vorsitzender der siegreichen Nea Dimokratia, will möglichst viele Parteien an seiner Regierung beteiligen. Doch Syriza, die radikale Linke, erteilt ihm eine Absage. Und der Chef der Sozialisten hat eine klare Zeitvorstellung.
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Das "Drachmageddon" ist ausgeblieben: Einen Tag nach der Schicksalswahl in Griechenland fragt sich Europa, was es mit dem knappen Wahlergebnis anfangen soll. Während die Zeitungen in Spanien und Italien Berlin in der Pflicht sehen, spricht der "Guardian" von einer tiefen Kluft. In Griechenland feixen die Sportblätter bereits, das sie niemand aus dem Euro bekommt.
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Die griechischen Wähler haben den Reformparteien eine Mehrheit gegeben, doch die Wahlsieger um Samaras befinden sich in einer Zwickmühle: Kommen sie den Geldgebern zu stark entgegen, könnten sie bald wieder den Zorn des Volkes fühlen. Viel hängt davon ab, mit welchen Forderungen Athen und die Troika in die Verhandlungen gehen.
Von Bastian Brinkmann und Johannes Kuhnmehr...
Meinung
Angst und Druck: Noch nie hatten die Griechen so wenig Chancen, das zu wählen, was sie sich wirklich wünschen. Der hauchdünne Sieg der Nea Dimokratia ist mitnichten ein Freibrief, vielmehr gaukelt das Wahlrecht eine Stärke vor, die die Konservativen nicht haben. Die Spiele und Spielchen im tief gespaltenen Griechenland werden weitergehen.
Ein Kommentar von Christiane Schlötzermehr...
Die Wahllokale sind geschlossen, die Bürger haben über ihre Zukunft entschieden - für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. Offizielle Hochrechnungen sehen die konservative Nea Dimokratia als stärkste Kraft, die Partei ruft zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit auf.
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Die Griechen haben gewählt und über das Schicksal ihres Landes entschieden. Erste Hochrechnungen zeigen: Die konservative Nea Dimokratia liegt vor der linken Syirza. Der Wahltag in Bildern.
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Die Europäische Union und die internationalen Finanzmärkte schauen mit bangem Blick auf den Ausgang der Parlamentswahl in Griechenland. Die Euro-Retter haben dem hoch verschuldeten Land zwar noch einmal die Hand entgegengestreckt. Doch eine pro-europäische Mehrheit ist keineswegs sicher. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel signalisiert keine Kompromissbereitschaft.
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Nach der Wahl droht das Finanzchaos: Sparer in vielen südeuropäischen Staaten könnten aus Furcht vor einem Kollaps der Euro-Zone die Geldautomaten stürmen. Schon jetzt existieren Notpläne für den Fall, dass es nach dem Votum der Griechen zum Aufruhr kommt.
Von Markus Zydra, Harald Freiberger und Claus Hulverscheidtmehr...
Die einen verdienten Millionen, illegal, an der Steuer vorbei. Die anderen bekommen 630 Euro im Monat. Dafür, dass sie die Steuersünder jagen und den Schuldenberg Griechenlands bekämpfen. Trotz aller Frustration machen sie weiter. Und hoffen, dass die Wahl am Sonntag ihre Erfolge nicht gefährdet. Und der Staat ihnen endlich hilft.
Von Christiane Schlötzermehr...
Kurz vor der Wahl in Griechenland wagt es keine Partei mehr, die Sparzusagen an die internationalen Geldgeber zu verteidigen. Stattdessen hoffen Konservative wie Linke auf ein Entgegenkommen der EU und verweisen dabei auf die jüngsten Hilfen für Spanien.
Von Christiane Schlötzermehr...
Meinung
Die Griechen wollen den Euro behalten, doch wen sollen sie wählen, um das zu erreichen? Sozialisten und Konservative zeigen sich im Wahlkampf reuig, sagen aber kaum, wie sie es künftig halten wollen. Und der Verdruss über das korrupte System rückt die radikal-linke Syriza in Reichweite der Macht - die den Verbleib in der Euro-Zone gefährden könnte.
Ein Kommentar von Christiane Schlötzermehr...
Entweder Euro oder Drachme, entweder weiter mit dem Spar- und Reformkurs - oder Athens Pleite. Bei den anstehenden Wahlen wird klar werden, ob Griechenland in der Euro-Zone bleibt oder nicht. Zwei Szenarien, was dann passieren könnte.
Von Alexander Hagelüken und Catherine Hoffmannmehr...
Griechenland wählt am Sonntag ein neues Parlament - und entscheidet damit womöglich über die Zukunft der Euro-Zone. Sollte sich ein Austritt Griechenlands abzeichnen, drohen schwere Marktturbulenzen. Die G-20-Länder sind alarmiert, weltweit bereiten sich Notenbanken auf den Ernstfall vor.
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Vor der Griechenland-Wahl am Sonntag steigen die Kurse der Athener Börse rasant. Die Anleger spekulieren offenbar auf einen Sieg der Parteien, die sparen werden und damit auf den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone.
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Fünf Jahre Krise haben Griechenland von einem selbstbewussten Euro-Staat zum Sozialfall des Kontinents werden lassen. Armut, Trauer, verletzter Stolz und die Wut der Menschen haben das Leben in Athen verändert. Eine Fotoreportage aus einer Stadt, in der die Hoffnung täglich ein bisschen mehr schwindet.
In Bildern. Von Mansour Aalammehr...Bilderblog
Die griechische Übergangsregierung nimmt Gestalt an: Im neuen Kabinett unter Regierungschef Pikrammenos finden sich einige prominente Namen. Die Minister müssen die Neuwahl in einem Monat vorbereiten - die Zukunft des hochverschuldeten Landes hängt davon ab.
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Sparer ziehen Geld von den Banken ab, die Wirtschaft fasst nicht Tritt und politisch steht das Land vor einem Scherbenhaufen. In Griechenland ist die Lage chaotisch. Eine Übersicht über die größten Probleme des Landes.
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Europa braucht Wachstum - die EU-Kommission hat den nationalen Regierungen konkrete Vorschläge gemacht, wie Investitionen in Großprojekte wie Stromleitungen und Telefonnetze die Wirtschaft ankurbeln sollen. Doch die Staatschefs lassen ihn warten, mahnt Kommissionspräsident Barroso. Auch nach Griechenland schickte er eine Botschaft.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Nach der Wahl ist vor der Wahl: Weil die Regierungsbildung in Athen gescheitert ist, stimmen die Griechen nun am 17. Juni erneut über die Zusammensetzung ihres Parlaments ab. Bis dahin soll eine Übergangsregierung mit dem höchsten Verwaltungsrichter an der Spitze das Land führen. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts steht Griechenland eine Schicksalswahl bevor.
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