Als NS-Kriegsverbrecher wurde er in den Niederlanden zu lebenslanger Haft verurteilt. 1952 floh Klaas Carel Faber nach Deutschland. Mit seinem Tod endet nun 60 Jahre später der Streit um die Auslieferung.
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Erneut müssen sich die Republikaner für einen Tea-Party-Kandidaten rechtfertigen. Rich Iott aus Ohio trägt in seiner Freizeit gerne mal Uniformen der Nazis.
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Barbara Vorsamermehr...
Wer diese Grußformel benutzt, macht sich nach Meinung des Bundesgerichtshofs nicht strafbar. Das Gericht hat deshalb drei Neonazis freigesprochen, die zuvor vom Landgericht Karlsruhe wegen der Verwendung nationalsozialistischer Kennzeichen verurteilt worden waren.
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Vrijheid geef je door, Freiheit weitergeben, lautet das Thema, zu dem Bundespräsident Joachim Gauck am Befreiungstag der Niederlande eine Rede in Breda hält. Obgleich der Freiheitsbegriff eines von Gaucks Lieblingsthemen darstellt, ist das ein heikler Termin.
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Thomas Kirchnermehr...
Als erster Deutscher spricht Bundespräsident Gauck in den Niederlanden zum "Tag der Befreiung", der an das Ende der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs erinnert. Er bedankt sich für das Vertrauen des Nachbarlandes und würdigt die Demokratiebewegungen in Afrika und im Nahen Osten. Die westlichen Länder warnt er davor, ihre Freiheit egoistisch zu interpretieren.
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Das überraschende Bekenntnis des Nobelpreisträgers, in seiner Jugend Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein, hat für großes Aufsehen gesorgt. Vor allem der späte Zeitpunkt der Äußerung sorgt für Kritik.
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Aufmarsch der Veteranen: Jedes Jahr gedenken Hunderte Letten, die der Waffen-SS als Legionäre dienten, in Riga ihrer getöteten Kameraden. Kritiker sehen in der Aktion eine Verherrlichung des Nationalsozialismus - nicht so Lettlands Staatspräsident Berzins: Der bekundete den Veteranen seinen Respekt.
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Angesichts der immergleichen Debatten und immergleichen Protagonisten wird klar: für die Jüngeren ist in diesem Land kein Platz. Die Alten, die die Nazizeit noch erlebt haben, verstellen ihnen mit ihren NS-Selbstbespiegelungen die Sicht. Das ist das wahre Methusalem-Komplott.
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Eva Menasse und Michael Kumpfmüllermehr...
Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" hat Günter Grass für teils extrem aufgebrachte Reaktionen gesorgt. Die Debatte um seine Israel-Kritik geht längst über Deutschland hinaus. Ein Blick in die internationale Presse.
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Nicht das Land Israel, sondern allein die Regierung Netanjahu habe er kritisieren wollen: Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärt Günter Grass, dass er sein Israel-Gedicht jetzt anders fassen würde. Die Kritik an seiner Person treffe ihn - besonders der "kränkende und pauschale Vorwurf des Antisemitismus".
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Heribert Prantlmehr...
Der Dichter wehrt sich: Am Tag nach der Veröffentlichung seines Israel-kritischen Gedichts in der SZ meldet sich Günter Grass in Interviews zu Wort, versucht seine Thesen zu untermauern und attackiert all jene, die ihm widersprochen haben. Besonders vehement prangert der Nobelpreisträger dabei eine "Gleichschaltung der Meinung" in Deutschland an.
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Es wird kommentiert, als wäre Günter Grass' Werk "Was gesagt werden muss" ein großes politisches, wenn nicht sogar militärisches Ereignis. Es ist es aber nicht. Die Diskussion über das Gedicht des Literaturnobelpreisträgers erhellt den Zustand der politischen Debatte. Es ist, als könne man gar nicht mehr reden über die Gründe der Feindschaft zwischen Israel und Iran.
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Thomas Steinfeldmehr...
Eine Größe des literarischen Nachkriegsdeutschland liest der anderen die Leviten: Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki attackiert den Schriftsteller Günter Grass wegen dessen israelkritischen Gedichts. Grass stelle die Welt auf den Kopf, wenn er Israel im Streit mit Iran zum Agressor erkläre. Das sei ein Schlag gegen alle Juden. Auch Außenminister Westerwelle schaltet sich in die Debatte ein. Er wirft Grass vor, die Gefahr aus Iran zu verharmlosen.
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Israel belegt Günter Grass mit einem Einreiseverbot, israelische Politiker nennen ihn einen Antisemiten - bei seinem ersten Besuch in Israel vor 45 Jahren war der Schriftsteller dagegen überaus höflich empfangen worden.
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Der Begrifff "persona non grata" stammt aus der Welt der Diplomatie, in der jüngeren Vergangenheit steht er für die Beschreibung eines Einreiseverbots, das Staaten verhängen. Schon vor Günter Grass machte Israel mehrere Personen zur "persona non grata" - darunter einen israelischen Rechtspopulisten und eine Friedensnobelpreisträgerin.
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Der Kritik an Günter Grass' Gedicht folgt die Verwunderung über Israels Einreiseverbot für den Schriftsteller: Vertreter aller im Bundestag vertretenen Fraktionen kritisieren den Bann der israelischen Regierung gegen den Literaturnobelpreisträger. Die Entscheidung sei "mittelalterlich", "kontraproduktiv" und "eher geeignet, Israel international zu schaden."
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Israels ehemaliger Botschafter in Deutschland, Avi Primor, hält das Einreiseverbot gegen Günter Grass für ungerechtfertigt - und greift den israelischen Innenminister Eli Jischai an. Der wiederum findet gar, dass man dem Schriftsteller den Nobelpreis aberkennen solle, und nennt Grass einen "antisemitischen Menschen". Der israelische Historiker Moshe Zimmermann nennt die Reaktion Jerusalems "absurd" - und hält Grass gleichzeitig vor, mit seinem Gedicht der rechtskonservativen Regierung Israels eine Steilvorlage geliefert zu haben.
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Für Micha Brumlik, Ex-Direktor des Fritz-Bauer-Instituts, hat Günter Grass in seinem umstrittenen Israel-Gedicht antisemitische Formulierungen benutzt. Für besonders skandalös hält Brumlik die Unterstellung, dass Israel das iranische Volk auslöschen möchte. Ein Gespräch über Ängste im Nahen Osten - ob und wie Deutsche Kritik an Israel üben dürfen.
Interview:
Lars Langenaumehr...
Der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser, Sohn jüdischer Eltern, stellt sich in der Debatte um die Äußerungen von Günter Grass auf die Seite des Schriftstellers. Ein Gespräch über den Verlauf der Diskussion in Deutschland und Frankreich, über Kritik an Israel und "jüdischen Selbsthass".
Interview:
Cornelius Pollmermehr...
Der Streit zwischen Israels Innenminister Jischai und Günter Grass geht in die nächste Runde: Nach dem DDR-Vergleich des Literaturnobelpreisträgers stellt der
Politiker von der strengreligiösen Schas-Partei ein Treffen in Aussicht. Allerdings macht er auch klar, dass es ihm dabei nicht um Versöhnung geht.
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War er ein Held der Raumfahrt oder ein Kriegsverbrecher? Auf jeden Fall war Wernher von Braun ein Technik-Genie mit zweifelhafter Moral. Vor 100 Jahren wurde der deutsche Raketenkonstrukteur geboren, der Hitlers Wunderwaffe "V2" baute und die US-Astronauten ins All brachte.
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Alexander Stirnmehr...
Er bricht sein Schweigen: Zunächst ließ Günter Grass keinen Ton zu den Kommentaren verlauten, die sein Israel-Gedicht "Was gesagt werden muss" ausgelöst hatte. Nun meldet sich der Schriftsteller zu Wort und legt sogar nach: Die Diskussion um ihn trage Züge einer Kampagne, sei "verletzend" und in Teilen der "demokratischen Presse nicht würdig."
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Seit 1952 kämpfen die Niederlande, Klaas Carel Faber hinter Gittern zu bekommen - bislang vergeblich. Nun könnte der NS-Kriegsverbrecher, der in Ingolstadt lebt, doch noch eine Haftstrafe antreten müssen. Es ist allerdings ungewiss, ob der 89-Jährige das Ende des Verfahrens überlebt.
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Hans Holzhaidermehr...
Seit den Morden der Zwickauer Terrorzelle distanziert sich die NPD wieder von Gewalt, doch ihre Ideologie und ihre Geschichte sprechen eine andere Sprache: Gewalt ist in der Partei allgegenwärtig. Den parlamentarischen Weg etwa findet deren Präsidium "widerwärtig", aber unumgänglich für den Erfolg. Doch genügt das, um in einem rechtsstaatlichen Verfahren ein Parteiverbot zu begründen?
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Toralf Staudmehr...
642 Menschen starben im Juni 1944 bei einem Massaker der SS in dem französischen Dorf Oradour-sur-Glane - keiner der Verantwortlichen stand bislang vor einem bundesdeutschen Gericht. Nun, 67 Jahre später, hat die Staatsanwaltschaft Dortmund die Wohnungen von sechs Beteiligten durchsuchen lassen.
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Robert Probstmehr...
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