1. Ehemaliges Mitglied der Waffen-SS — Kriegsverbrecher Faber gestorben

    Als NS-Kriegsverbrecher wurde er in den Niederlanden zu lebenslanger Haft verurteilt. 1952 floh Klaas Carel Faber nach Deutschland. Mit seinem Tod endet nun 60 Jahre später der Streit um die Auslieferung. mehr...

  2. Tea-Party-Kandidat — Amerikaner, Patriot, Fan der Waffen-SS

    Erneut müssen sich die Republikaner für einen Tea-Party-Kandidaten rechtfertigen. Rich Iott aus Ohio trägt in seiner Freizeit gerne mal Uniformen der Nazis. Von Barbara Vorsamer mehr...

  3. Urteil zu Neonazi-Sprüchen — Die Parole "Ruhm und Ehre der Waffen-SS" ist legal

    Wer diese Grußformel benutzt, macht sich nach Meinung des Bundesgerichtshofs nicht strafbar. Das Gericht hat deshalb drei Neonazis freigesprochen, die zuvor vom Landgericht Karlsruhe wegen der Verwendung nationalsozialistischer Kennzeichen verurteilt worden waren. mehr...

  4. Rede zum niederländischen Befreiungstag — Was Joachim Gauck in Holland beachten muss

    Vrijheid geef je door, Freiheit weitergeben, lautet das Thema, zu dem Bundespräsident Joachim Gauck am Befreiungstag der Niederlande eine Rede in Breda hält. Obgleich der Freiheitsbegriff eines von Gaucks Lieblingsthemen darstellt, ist das ein heikler Termin. Von Thomas Kirchner mehr...

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  6. Bundespräsident Gauck in den Niederlanden — "Wir feiern mit allen die Befreiung vom nationalsozialistischen Joch"

    Als erster Deutscher spricht Bundespräsident Gauck in den Niederlanden zum "Tag der Befreiung", der an das Ende der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs erinnert. Er bedankt sich für das Vertrauen des Nachbarlandes und würdigt die Demokratiebewegungen in Afrika und im Nahen Osten. Die westlichen Länder warnt er davor, ihre Freiheit egoistisch zu interpretieren. mehr...

  7. Günter Grass und die Waffen-SS — "Das Ende einer moralischen Instanz"

    Das überraschende Bekenntnis des Nobelpreisträgers, in seiner Jugend Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein, hat für großes Aufsehen gesorgt. Vor allem der späte Zeitpunkt der Äußerung sorgt für Kritik. mehr...

  8. Ehemalige NS-Kollaborateure — Lettische SS-Veteranen marschieren durch Riga

    Aufmarsch der Veteranen: Jedes Jahr gedenken Hunderte Letten, die der Waffen-SS als Legionäre dienten, in Riga ihrer getöteten Kameraden. Kritiker sehen in der Aktion eine Verherrlichung des Nationalsozialismus - nicht so Lettlands Staatspräsident Berzins: Der bekundete den Veteranen seinen Respekt. mehr...

  9. Die Waffen-SS-Debatte um Grass — Intellektuelles Moralgeflatter

    Angesichts der immergleichen Debatten und immergleichen Protagonisten wird klar: für die Jüngeren ist in diesem Land kein Platz. Die Alten, die die Nazizeit noch erlebt haben, verstellen ihnen mit ihren NS-Selbstbespiegelungen die Sicht. Das ist das wahre Methusalem-Komplott. Von Eva Menasse und Michael Kumpfmüller mehr...

  10. Internationale Pressestimmen — "Ist der alte Deutsche plötzlich zurückgekehrt?"

    Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" hat Günter Grass für teils extrem aufgebrachte Reaktionen gesorgt. Die Debatte um seine Israel-Kritik geht längst über Deutschland hinaus. Ein Blick in die internationale Presse. mehr...

  11. Nach Debatte um sein Gedicht — Grass präzisiert Kritik an Israel

    Nicht das Land Israel, sondern allein die Regierung Netanjahu habe er kritisieren wollen: Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärt Günter Grass, dass er sein Israel-Gedicht jetzt anders fassen würde. Die Kritik an seiner Person treffe ihn - besonders der "kränkende und pauschale Vorwurf des Antisemitismus". Von Heribert Prantl mehr...

  12. Interview nach Gedicht-Debatte — Grass beklagt Kampagne gegen sich

    Der Dichter wehrt sich: Am Tag nach der Veröffentlichung seines Israel-kritischen Gedichts in der SZ meldet sich Günter Grass in Interviews zu Wort, versucht seine Thesen zu untermauern und attackiert all jene, die ihm widersprochen haben. Besonders vehement prangert der Nobelpreisträger dabei eine "Gleichschaltung der Meinung" in Deutschland an. mehr...

  13. Debatte um Grass-Gedicht — Auf Kosten des Verstandes

    Es wird kommentiert, als wäre Günter Grass' Werk "Was gesagt werden muss" ein großes politisches, wenn nicht sogar militärisches Ereignis. Es ist es aber nicht. Die Diskussion über das Gedicht des Literaturnobelpreisträgers erhellt den Zustand der politischen Debatte. Es ist, als könne man gar nicht mehr reden über die Gründe der Feindschaft zwischen Israel und Iran. Von Thomas Steinfeld mehr...

  14. Reich-Ranicki greift Günter Grass an — "Ein ekelhaftes Gedicht"

    Eine Größe des literarischen Nachkriegsdeutschland liest der anderen die Leviten: Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki attackiert den Schriftsteller Günter Grass wegen dessen israelkritischen Gedichts. Grass stelle die Welt auf den Kopf, wenn er Israel im Streit mit Iran zum Agressor erkläre. Das sei ein Schlag gegen alle Juden. Auch Außenminister Westerwelle schaltet sich in die Debatte ein. Er wirft Grass vor, die Gefahr aus Iran zu verharmlosen. mehr...

  15. Günter Grass' Besuche in Israel — Freundlichkeiten und Tomaten

    Israel belegt Günter Grass mit einem Einreiseverbot, israelische Politiker nennen ihn einen Antisemiten - bei seinem ersten Besuch in Israel vor 45 Jahren war der Schriftsteller dagegen überaus höflich empfangen worden. mehr...

  16. Persona non grata — Wenn Menschen nicht willkommen sind

    Der Begrifff "persona non grata" stammt aus der Welt der Diplomatie, in der jüngeren Vergangenheit steht er für die Beschreibung eines Einreiseverbots, das Staaten verhängen. Schon vor Günter Grass machte Israel mehrere Personen zur "persona non grata" - darunter einen israelischen Rechtspopulisten und eine Friedensnobelpreisträgerin. mehr...

  17. Israel erklärt Schriftsteller zur persona non grata — Befremden über Einreiseverbot für Grass

    Der Kritik an Günter Grass' Gedicht folgt die Verwunderung über Israels Einreiseverbot für den Schriftsteller: Vertreter aller im Bundestag vertretenen Fraktionen kritisieren den Bann der israelischen Regierung gegen den Literaturnobelpreisträger. Die Entscheidung sei "mittelalterlich", "kontraproduktiv" und "eher geeignet, Israel international zu schaden." mehr...

  18. Israel erklärt Günter Grass zur Persona non grata — Avi Primor nennt Einreiseverbot hysterisch

    Israels ehemaliger Botschafter in Deutschland, Avi Primor, hält das Einreiseverbot gegen Günter Grass für ungerechtfertigt - und greift den israelischen Innenminister Eli Jischai an. Der wiederum findet gar, dass man dem Schriftsteller den Nobelpreis aberkennen solle, und nennt Grass einen "antisemitischen Menschen". Der israelische Historiker Moshe Zimmermann nennt die Reaktion Jerusalems "absurd" - und hält Grass gleichzeitig vor, mit seinem Gedicht der rechtskonservativen Regierung Israels eine Steilvorlage geliefert zu haben. mehr...

  19. Micha Brumlik zu Günter Grass — "Grass ist kein Antisemit, bedient sich aber antisemitischer Deutungsmuster"

    Für Micha Brumlik, Ex-Direktor des Fritz-Bauer-Instituts, hat Günter Grass in seinem umstrittenen Israel-Gedicht antisemitische Formulierungen benutzt. Für besonders skandalös hält Brumlik die Unterstellung, dass Israel das iranische Volk auslöschen möchte. Ein Gespräch über Ängste im Nahen Osten - ob und wie Deutsche Kritik an Israel üben dürfen. Interview: Lars Langenau mehr...

  20. Alfred Grosser über Kritik an Israel — "Grass hat etwas Vernünftiges gesagt"

    Der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser, Sohn jüdischer Eltern, stellt sich in der Debatte um die Äußerungen von Günter Grass auf die Seite des Schriftstellers. Ein Gespräch über den Verlauf der Diskussion in Deutschland und Frankreich, über Kritik an Israel und "jüdischen Selbsthass". Interview: Cornelius Pollmer mehr...

  21. Antisemitismus-Streit  — Israels Innenminister Jischai bietet Grass Treffen an

    Der Streit zwischen Israels Innenminister Jischai und Günter Grass geht in die nächste Runde: Nach dem DDR-Vergleich des Literaturnobelpreisträgers stellt der Politiker von der strengreligiösen Schas-Partei ein Treffen in Aussicht. Allerdings macht er auch klar, dass es ihm dabei nicht um Versöhnung geht. mehr...

  22. 100 Jahre Wernher von Braun — "Moralische Bedenken waren uns fremd"

    War er ein Held der Raumfahrt oder ein Kriegsverbrecher? Auf jeden Fall war Wernher von Braun ein Technik-Genie mit zweifelhafter Moral. Vor 100 Jahren wurde der deutsche Raketenkonstrukteur geboren, der Hitlers Wunderwaffe "V2" baute und die US-Astronauten ins All brachte. Von Alexander Stirn mehr...

  23. Schriftsteller verteidigt Israel-Kritik — Grass geißelt "Gleichschaltung der Meinung"

    Er bricht sein Schweigen: Zunächst ließ Günter Grass keinen Ton zu den Kommentaren verlauten, die sein Israel-Gedicht "Was gesagt werden muss" ausgelöst hatte. Nun meldet sich der Schriftsteller zu Wort und legt sogar nach: Die Diskussion um ihn trage Züge einer Kampagne, sei "verletzend" und in Teilen der "demokratischen Presse nicht würdig." mehr...

  24. NS-Kriegsverbrecher Faber aus Ingolstadt — Der Letzte auf der Liste

    Seit 1952 kämpfen die Niederlande, Klaas Carel Faber hinter Gittern zu bekommen - bislang vergeblich. Nun könnte der NS-Kriegsverbrecher, der in Ingolstadt lebt, doch noch eine Haftstrafe antreten müssen. Es ist allerdings ungewiss, ob der 89-Jährige das Ende des Verfahrens überlebt. Von Hans Holzhaider mehr...

  25. NPD distanziert sich von Terror — Tarnmanöver der Gewaltbereiten

    Seit den Morden der Zwickauer Terrorzelle distanziert sich die NPD wieder von Gewalt, doch ihre Ideologie und ihre Geschichte sprechen eine andere Sprache: Gewalt ist in der Partei allgegenwärtig. Den parlamentarischen Weg etwa findet deren Präsidium "widerwärtig", aber unumgänglich für den Erfolg. Doch genügt das, um in einem rechtsstaatlichen Verfahren ein Parteiverbot zu begründen? Von Toralf Staud mehr...

  26. SS-Massakar in Oradour — Späte Ermittlungen

    642 Menschen starben im Juni 1944 bei einem Massaker der SS in dem französischen Dorf Oradour-sur-Glane - keiner der Verantwortlichen stand bislang vor einem bundesdeutschen Gericht. Nun, 67 Jahre später, hat die Staatsanwaltschaft Dortmund die Wohnungen von sechs Beteiligten durchsuchen lassen. Von Robert Probst mehr...

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