Der Vorsitzende der griechischen Sozialisten ist verärgert - über Christine Lagarde. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds hatte in einem Interview angegeben, nur wenig Mitleid mit dem hochverschuldeten Land zu haben. Die Französin solle ihre kritischen Äußerungen zur Steuermoral der Griechen überdenken, fordert Evangelos Venizelos. Tausende wütende Kommentatoren auf Facebook sehen das ähnlich.
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Keine Nachrichten, keine Infosendungen, keine Zeitungen: Die griechischen Journalisten streiken - aus Protest gegen Entlassungen und Verzögerungen bei der Auszahlung ihres Gehalts. Eine der größten Fernsehstationen sendet seit Monaten nur noch ein Testbild.
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Nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden der sozialistischen Partei Pasok ist Evangelos Venizelos von seinem Amt als Finanzminister zurückgetreten.
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Der griechische Finanzminister Venizelos will zurücktreten, sobald er zum Vorsitzenden der griechischen Sozialisten (Pasok) gewählt wird.
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Nachdem kurz neue Hoffnung aufgekeimt war, sind die Koalitionsgespräche in Griechenland nun wohl endgültig gescheitert. Die Linksradikalen verweigern sich einer Regierung mit Konservativen und Sozialisten. Jetzt liegt die Zukunft des Landes in den Händen von Staatspräsident Papoulias.
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Die Suche nach einer regierungsfähigen Koalition in Athen wird immer komplizierter. Die Parteichefs der Konservativen und der gemäßigten Linken, Samaras und Kouvelis, fordern eine Beteiligung der radikalen Linken Syriza an einer neuen Regierung. Am Abend soll es weitere Gespräche mit deren Parteispitze geben.
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Am Sonntag will Staatspräsident Karolos Papoulias ein letztes Mal versuchen, mit den Parteiführern der Konservativen, der Sozialisten und der radikalen Linken eine mehrheitsfähige Regierung zustande zu bringen. Scheitert er, sind Neuwahlen unvermeidlich. Davon könnten vor allem die Linksradikalen profitieren. Umfragen sehen die Partei unter der Führung von Alexis Tsipras bereits als stärkste Kraft aus dem zähen Ringen um eine Regierung hervorgehen.
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Griechenland am Scheideweg: Präsident Papoulias schlägt nach einem Treffen mit drei Parteivorsitzenden vor, ein Experten-Kabinett zu bilden. Heute soll über diese letzte Möglichkeit zur Regierungsbildung entschieden werden - sonst wird neu gewählt.
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Kurz keimt neue Hoffnung im Ringen um eine regierungsfähige Mehrheit in Athen auf. Doch der Chef der Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis, widersetzt sich den Annäherungsversuchen des Konservativen Samaras: Er wird sich nicht an einer Koalition mit den ehemaligen Regierungsparteien beteiligen. Neuwahlen werden so immer wahrscheinlicher.
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Er hat geredet, er hat gedroht, er hat gefleht, doch es hat alles nichts genützt. Staatspräsident Papoulias konnte die Parteichefs nicht davon überzeugen, eine Expertenregierung einzusetzen. Im Juni wird es Neuwahlen geben. Die wirtschaftliche Lage spitzt sich weiter zu - in drei Wochen droht den griechischen Banken die Pleite.
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Christiane Schlötzer, Istanbulmehr...
Nach der Wahl ist vor der Wahl: Weil die Regierungsbildung in Athen gescheitert ist, stimmen die Griechen nun am 17. Juni erneut über die Zusammensetzung ihres Parlaments ab. Bis dahin soll eine Übergangsregierung mit dem höchsten Verwaltungsrichter an der Spitze das Land führen. Angesichts des drohenden Staatsbankrotts steht Griechenland eine Schicksalswahl bevor.
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Die Frage nach einem Referendum schwirrt durch die Eurozone: Soll das griechichische Volk entscheiden, ob es den Euro behalten will? Mit allen Konsequenzen des Sparpakets. Europa sehnt sich nach einer eindeutigen Willensäußerung der Griechen. Die Chefs der großen Parteien sind dagegen. Sie hoffen auf einen Sieg bei der Parlamentswahl.
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Cerstin Gammelinmehr...
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Euro-Wackelkandidat Griechenland steuert nach dem vorerst gescheiterten Anlauf der Reformer zur Regierungsbildung auf Neuwahlen und eine ungewisse Zukunft zu. Die von den beiden sparwilligen Parteien als Mehrheitsbeschafferin benötigte Demokratische Linke erklärte am Freitag, sich nicht an einer solchen Regierung beteiligen zu wollen.
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Die großen Parteien in Griechenland scheitern der Reihe nach bei dem Versuch, eine Regierung zu bilden. Aber nun will Pasok-Chef Venizelos doch noch zu einer Koalition kommen. Mit einem ungewöhnlichen Schritt könnte er Erfolg haben. Denn die Furcht ist groß, dass Neuwahlen die radikalen Parteien weiter stärken würden.
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Christiane Schlötzermehr...
Die Lage in Athen wird immer verzwickter. Auch der Chef der radikalen Linken, Tsipras, kann keine Regierungskoalition bilden, denn weder die Nea Dimokratia noch die Pasok-Partei wollen ein Ende des Sparpakets. Jetzt ist der Sozialist Venizelos an der Reihe. Gelingt auch ihm kein Parteienbündnis, dann bleibt nur noch eine letzte Chance, Neuwahlen zu vermeiden.
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Es waren "Wahlen des Zorns": Die Griechen haben das etablierte politische System
abgewählt, ohne dass jemand eine Ahnung hat, was jetzt kommt. Wenn die Parteien so zerstritten bleiben, bekommt Griechenland keine Regierung - sondern Neuwahlen.
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Kai Strittmatter, Athenmehr...
In Griechenland ist Alexis Tsipras, der Vorsitzende der linksradikalen Syriza-Partei, mit der Bildung einer Regierung beauftragt worden.
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Alexis Tsipras gilt als gnadenloser Populist - vor allem die frustrierte Mittelschicht Griechenlands machte den erst 37-Jährigen zum Wahlgewinner. Die Stimmenzahl der Radikalen Linken hat der Politiker durch die Protestwahl der Griechen vervierfacht und bekommt nun den Auftrag zur Regierungsbildung.
Von
Christiane Schlötzermehr...
Fast eine Woche nach den Parlamentswahlen in Griechenland scheint eine Regierungsbildung unmöglich. Dem hoch verschuldeten Land drohen Neuwahlen. Eine weitere Chance für die Radikalen? Wahlforscher sehen das anders: Die Regierungsparteien könnten von der aktuellen Situation sogar profitieren.
Eine Analyse von
Hannah Beitzer und Antonie Rietzschelmehr...
Die erste Runde der Sondierungsgespräche zur Bildung einer Koalitionsregierung in Athen ist gescheitert. Offiziell hätte der konservative Wahlsieger Samaras drei Tage zur Konsensfindung gehabt, aber ein halber Tag reichte ihm offenbar, um festzustellen, dass es aussichtslos ist. Nun kommt der Chef der radikalen Linken zum Zug.
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Gerade hat der Eurorettungsfond die nächsten Milliarden für Griechenland freigegeben. Doch die politische Lage in Athen ist instabil. Mehrere EU-Politiker, darunter auch Außenminister Westerwelle, warnen vor einem Reformstopp - sollte eine neue griechische Regierung gar das Sparpaket canceln, dann droht der Ausschluss aus der Euro-Zone.
Von
Daniel Brössler und Christiane Schlötzermehr...
Frustriert von Wirtschaftsmisere und harschem Sparkurs sind die Griechen den Regierungsparteien bei der Parlamentswahl scharenweise davongelaufen. Nea Dimokratia und Pasok verfehlen mit großer Wahrscheinlichkeit eine erneute Mehrheit. Grund zum Jubeln haben vor allem die Kommunisten und die Faschisten. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden.
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