11. Juli 2012, 16:46Von Matthias Kolb, Salt Lake City ⁄ US-Präsidentschaftskandidat Rocky Anderson Obamas unbekannter Herausforderer

Rocky Anderson wird nicht der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

(Foto: Matthias Kolb)

Rocky Anderson ist wütend, aber er bleibt realistisch. "Ich erwarte nicht, die Wahl zu gewinnen", sagt der Ex-Bürgermeister von Salt Lake City, der am 6. November dieses Jahres gegen Barack Obama und Mitt Romney antritt. Als Präsidentschaftskandidat der Justice Party wolle er jenen Wählern eine Alternative bieten, die weiter an Klimaschutz und Rechtsstaatlichkeit glauben - und sich von Obama verraten fühlen. Dieser, so Anderson, führe die USA in die Tyrannei.  mehr...

10. Juli 2012, 15:44Von Johannes Kuhn ⁄ Demokraten im US-Wahlkampf "Stalker-Videos" erzürnen Republikaner

Anwesen eines Abgeordneten des Repräsentantenhauses: "Meine Nachbarn und meine Familie können sich nicht wohlfühlen, wenn jemand in den Büschen sitzt."

(Foto: Screenshot YouTube)

Ausladende Schwenks über Einfamilienhäuser, stille Zooms auf kleine Villen: Zum YouTube-Hit taugen die menschenlosen Videos, die derzeit durch die amerikanischen Medien geistern, nicht - wohl aber sorgen sie für einen kleinen Skandal im US-Wahlkampf.  mehr...

7. Juli 2012, 17:10Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Kritik am Republikaner Warum sich Murdoch um Romney sorgt

Mitt Romney ist es nicht gelungen, ein gutes Verhältnis zu Rupert Murdoch aufzubauen.

(Foto: AP)

Es waren harte Worte, die Rupert Murdoch nach einem Treffen mit Mitt Romney via Twitter verschickte. "Es wird schwer, Obama zu schlagen, wenn er sich nicht von alten Freunden trennt und Profis engagiert", sorgt sich der konservative Medien-Mogul. Nur wenige Tage später fällt die Kritik ausführlicher aus: Das Wall Street Journal, Leib-und-Magen-Blatt der Konservativen, klagt über "unnötige Fehler" und eine Wahlkampfzentrale, die "verwirrt" und "politisch dumm" sei.  mehr...

6. Juli 2012, 17:34Links zum US-Wahlkampf von Sebastian Gierke ⁄ Linksammlung zum US-Wahlkampf Wo Romneys Geld wächst und gedeiht

Am 4. Juli, dem amerikanischen Nationalfeiertag, treiben einige Jugendliche bei einer Parade in Maryland Schabernack mit Mitt Romneys Namen.

(Foto: REUTERS)

Mitt Romney präsentiert sich im US-Wahlkampf ständig als der bessere Geschäftsmann. Nur er könne die US-Wirtschaft aus der Krise führen. Seine eigene Karriere sei der Beweis. Tatsächlich war der republikanische Präsidentschaftsbewerber und Herausforderer von Barack Obama ein erfolgreicher Manager, hat mit Hilfe der Investmentfirma Bain Capital ein geschätztes Vermögen von 250 Millionen Dollar angehäuft.  mehr...

6. Juli 2012, 16:09Von Johannes Kuhn ⁄ Konservatives Wunderkind Jonathan Krohn Mit 17 zu reif für die Republikaner

Nur drei Minuten benötigte Jonathan Krohn im Februar 2009, um zum Jungstar des konservativen Amerika zu avancieren: "Wir glauben an Prinzipien, wir glauben daran, dass die Bürger zuerst kommen", rief er den Teilnehmern der Conservative Political Action Conference zu. "Ich möchte, dass das amerikanische Volk versteht, dass es Konservativen darum geht, die Rechte der Menschen zu schützen."  mehr...

6. Juli 2012, 16:08Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Wahlkampf am Independence Day Obama umgarnt die Latinos

Oberster Wahlkämpfer der USA: Präsident Barack Obama begrüßt einen eingebürgerten US-Marine im Weißen Haus.

(Foto: AFP)

Als europäischer Journalist ist es ziemlich schwer, in Amerika Zugang zu Politikern zu bekommen. "You don't bring any votes", heißt es oft, weshalb es Kollegen aus Lateinamerika oft leichter haben. Doch am Unabhängigkeitstag dürfen viele Korrespondenten ins Weiße Haus, denn die Welt sollte erfahren, wie sich Präsident Obama für Einwanderer einsetzt. In prunkvollem Ambiente werden 25 Migranten eingebürgert und dabei umschmeichelt der Demokrat vor allem die Latinos, denn deren Stimmen braucht er für eine zweite Amtszeit.   mehr...

6. Juli 2012, 16:08Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Obama patzt im US-Wahlkampf "Schrecklich, entsetzlich, nicht gut, sehr schlecht"

US-Präsident Barack Obama bei einer Pressekonferenz: "Der Privatwirtschaft geht es gut."

(Foto: REUTERS)

Am Anfang steht eine ganz normale Pressekonferenz, wie sie Barack Obama unzählige Male absolviert hat. Vor einigen Tagen sprach er über Amerikas Wirtschaft und lobte die Erfolge der Unternehmen. Während Bund, Bundesstaaten und Kommunen Angestellte entlassen mussten, hätten Firmen in den zurückliegenden 27 Monaten 4,3 Millionen Jobs geschaffen. Dann folgt der Satz, den der Demokrat noch lange bereuen wird: "The private sector is doing fine."  mehr...

6. Juli 2012, 16:07Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Wirbel um Obama-Biographie "Barry" und die Kiffer-Gang

Ein Pott rauchender Präsident als Werbefigur: Ein Smoke-Shop in San Francisco nimmt bei seiner Schaufenster-Dekoration Bezug auf die Kiffer-Vergangenheit von Barack Obama.

(Foto: dpa)

Eines ist Barack Obama nicht vorzuwerfen. Im Gegensatz zu Bill "Ich habe nicht inhaliert"-Clinton hat der amtierende US-Präsident nie bestritten, dass er als Teenager Marihuana geraucht hat. "Junkie. Pothead. Dorthin war ich unterwegs, zur endgültigen, tödlichen Rolle des Möchtegern-Schwarzen", schreibt er im fünften Kapitel seiner 1995 erschienenen Autobiographie "Dreams from my father" (deutsch: Ein amerikanischer Traum. Die Geschichte meiner Familie). Im Buch denkt er an seine Jugend auf Hawaii zurück, als er nach seinem Platz in der Welt suchte: "Haschisch hatte geholfen, Alkohol, manchmal Kokain, wenn das Geld da war."   mehr...

16. Juni 2012, 16:56Von Thomas Schmelzer ⁄ US-Wahlkampf Donald Trump vermiest Romneys Triumph

Zweckbündnis: Der eine braucht das Geld, der andere die Aufmerksamkeit. Mitt Romney und Donald Trump herzen sich auf einem Treffen in Las Vegas.

(Foto: AP)

Für Mitt Romney hätte es ein glorreicher Dienstag werden können. Erst gewann der Republikaner die Vorwahl in Texas, dann wurde er zum offiziellen Obama-Herausforderer gekürt. Ein Triumph, mit dem der Ex-Gouverneur die Schlagzeilen bestimmen wollte. Es war ein guter Plan - doch Romney hatte seine Rechnung ohne Donald Trump gemacht.   mehr...

16. Juni 2012, 15:52Von Thomas Schmelzer ⁄ Propaganda im US-Wahlkampf Fox-News blamiert sich mit Anti-Obama-Video

Das Video ist ein Lehrstück zeitgenössischer Polit-Propaganda. Es zeigt Bilder von Obama, der über Wandel redet und mehr Arbeit verspricht - dann flimmern Sequenzen von Obdachlosen ins Bild. Es zeigt Obama, wie er der Mittelklasse günstige Lebensmittel ankündigt - dann dreht sich ein Nahrungsmittel-Karussell mit nach oben schießenden Preisen. Passend zu den Horrormeldungen dröhnt dem Zuschauer theatralische Musik ins Ohr. Am Ende verkündet Obama in einem weiteren Videoschnipsel: "Das ist die Kraft der Hoffnung, das ist der Wandel, den wir suchen."  mehr...

24. Mai 2012, 18:00Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Wahlkampf in den USA Obama und Romney liefern sich Video-Kleinkrieg

Es ist eine typische Vorort-Szene. Im Hof spielen ein Junge und ein Mädchen Basketball, die Mutter öffnet das Fenster und blickt hinaus. Aus dem Off ertönt eine Frauenstimme: "Ich habe es immer geliebt, ihnen beim Basketball zuzusehen. Das tue ich heute noch, obwohl sich viel geändert hat."  mehr...

23. Mai 2012, 17:37Von Sebastian Gierke ⁄ Gästebuch des Weißen Hauses Welche Lobbyisten Obama besuchen

Das Weiße Haus in Washington: Die Gästeliste ist aufschlussreich. 

(Foto: REUTERS)

Die Washington Post beschreibt, wer an einem ganz gewöhnlichen Tag die 1600 Pennsylvania Avenue besucht. Und sorgt damit für Aufregung. Weit über 4000 Kommentare haben sich unter der Online-Version des Zeitungsartikels angesammelt. Denn 1600 Pennsylvania Ave in der US-Hauptstadt Washington ist keine gewöhnliche Adresse. Dort liegt der Amtssitz des Präsidenten. Das Weiße Haus. Amerikas Zentrum der Macht.  mehr...

20. Mai 2012, 15:01Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Neue Werbefigur des US-Präsidenten "Julia" buhlt für Obama um die Herzen der Frauen

Das ist "Julia", die neue Werbefigur von Präsident Barack Obama. Sie soll Wählerinnen überzeugen, ihre Stimme den Demokraten zu geben.

(Foto: Quelle: www.barackobama.com)

Es dauert nur zwei bis drei Minuten, um Julia durch ihr gesamtes Leben zu begleiten. Julia wurde in Chicago im Hauptquartier von "Obama For America" geboren und lebt seit Anfang Mai auf einer eigenen Website. Per Mausklick können amerikanische Wählerinnen Julias Lebenslauf verfolgen - vom Kindergarten über die High-School und die Universität bis zur Karriere als Web-Designerin.  mehr...

17. Mai 2012, 06:47Von Sebastian Gierke ⁄ Video-Parodie zum US-Wahlkampf Wenn Romney rappt, Part II

"Mitt likes music, including this."

(Foto: Quelle: nytimes.com)

Romney und Rap - passt nicht? Passt doch! Der wahrscheinlich republikanische Herausforderer von Barack Obama bei den kommenen Präsidentschaftswahlen verfügt über einen ziemlich guten Rap-Flow, das haben wir ja schon bei anderer Gelegenheit festgestellt.  mehr...

15. Mai 2012, 17:12Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Ein Jahr nach Tod des Al-Qaida-Chefs Wie Obama mit dem toten Bin Laden Wahlkampf macht

Ein Jahr nach seinem Tod ist Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden in Amerika noch immer sehr präsent. Und dafür ist der Präsident verantwortlich. Barack Obama führt das Ende Bin Ladens als Beleg für die eigene Entschlossenheit und Führungsstärke an. Kurz vor dem Jahrestag erweckt das Obama-Lager in einem  Werbespot den Eindruck, Mitt Romney hätte den Einsatzbefehl nicht gegeben. Die Republikaner sind erbost über diese parteipolitische Inszenierung.  mehr...

15. Mai 2012, 17:11Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Bin Laden als Wahlkampfthema Wie der Präsident den Tod des Terrorchefs erlebte

Das berühmte Foto aus dem "Situation Room": Auf zwei Bildschirmen sehen die Anwesenden, wie eine Gruppe von Navy SEALs nach Abbottabad in Pakistan flog, um Al-Qaida-Chef Osama bin Laden zu fassen.

(Foto: dapd)

Die Osama-Woche ist zu Ende: Zum Jahrestag der Tötung des Al-Qaida-Chefs hat ein Kamerateam von NBC Zugang in den "Situation Room" bekommen und ausführliche Interviews mit Präsident Obama, Ex-Generalstabschef Mullen und Außenministerin Clinton geführt. Die professionelle Inszenierung soll dem Demokraten im Wahlkampf helfen und seine Nervenstärke zeigen - nicht mal Ehefrau Michelle wurde in die Pläne eingeweiht.     mehr...

15. Mai 2012, 17:07Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Republikaner soll schwule Mitschüler gemobbt haben Die wilden Schülerjahre des Mitt Romney

Romney soll als Jugendlicher einem schwulen Mitschüler die Haare abgeschnitten haben - er beruft sich auf Gedächtnislücken.

(Foto: AFP)

John Lauber kam verändert aus den Frühlingsferien 1965 an die elitäre Cranbook School in Michigan zurück. Der junge Mann war an der Jungenschule schon vorher wegen seines Nonkonformismus aufgefallen und man tuschelte, dass er schwul sei. Nun hatte sich Lauber die Haare blond gefärbt und ließ sich die Strähnen ins Auge fallen. Der neue Look sorgte für Aufsehen - und bei dem ein Jahr älteren Mitt Romney für schieres Entsetzen.  mehr...

8. Mai 2012, 17:32Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Biographie über US-Präsident Das Tagebuch von Obamas Ex-Freundin

Barack Obama auf einer undatierten Aufnahme im New York der 80er-Jahre.

(Foto: AFP)

Im Dezember 1983 geht eine 25-jährige Australierin im East Village auf eine Party. Sie kennt dort niemand und kommt nach Mitternacht mit einem gut aussehenden Mann ins Gespräch. Sie reden unter anderem über Indonesien, wo beide gelebt haben, und tauschen Nummern aus. Wenige Tage später treffen sie sich. "Ich glaube, er hat für mich gekocht. Wir redeten, gingen ins Schlafzimmer und redeten weiter. Ich verbrachte die Nacht dort. Es fühlte sich an, als müsse es so geschehen." Der Name der Frau ist Genevieve Cook und er heißt Barack Obama.   mehr...

1. Mai 2012, 09:46Von Jannis Brühl ⁄ US-Autor Taibbi rechnet mit Wall Street ab Lizenz zum Pöbeln

Für Autor Matt Taibbi ein Nest voller Kriminellen. Das Zentrum Manhattans mit dem Finanzdistrikt.

(Foto: dpa)

Die Zeiten, in der man das Establishment mit Rock 'n' Roll schockieren konnte, sind vorbei. Matt Taibbi probiert es trotzdem noch einmal. Für das US-Musikmagazin Rolling Stone arbeitet er die Finanzkrise popjournalistisch auf. Das bedeutet in Taibbis Fall: laut und beleidigend. Seine Essaysammlung Kleptopia grenzt an Verschwörungstheorie. Aber Taibbi ist ein begnadeter Polemiker, und er ist nicht allein: Im Nachwort schreibt er, immerhin die Occupy-Bewegung habe begriffen, dass es "nicht um den Konflikt rechts gegen links geht, sondern eine zunehmende Zahl Armer gegen ein paar wenige Reiche".  mehr...

30. April 2012, 11:59Von Sebastian Gierke ⁄ White House Correspondents´ Dinner [Update!] Wenn der mächtigste Mann der Welt zum Komiker wird

Humor liegt ihm: Barack Obama amüsiert sich köstlich bei seinem Besuch in der Jimmy Fallon Show.

(Foto: AP)

Schnell: Die drei witzigsten Politiker Deutschlands? Na? Oder wenigstens die Top Zwei der humorvollsten Volksvertreter der Republik? Nichts? Gar nichts? Nicht mal einer? Einer mit Humor? Manche behaupten ja, Angela Merkel sei manchmal ganz lustig. Nein? Na gut...

Politik und öffentlich zur Schau gestellter Humor, das scheint in Deutschland nicht richtig zusammenzupassen. Anders in den USA: Dort versuchen Politiker Humor zu nutzen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, Sympathien zu gewinnen oder Vorwürfe zu kontern.  mehr...

27. April 2012, 16:08Von Matthias Kolb, Washington ⁄ US-Präsident im Wahlkampf Obama rappt um sein Amt

Obama zu Gast in Late Night-Show Witze über Romney und eine Rap-Einlage

(Video: Video: zoom.in, Foto: Reuters, Foto: REUTERS)

Auf der Bühne stehen zwei Männer in schmal geschnittenen Anzügen, sie rappen über Bildung, Uni-Kredite und den Stillstand im US-Kongress. In der Late-Night-Show von Jimmy Fallon erklärt Barack Obama, "the Preezy of the United Steezy", seinen Plan, Bildung wieder bezahlbar zu machen. Während Mitt Romney sich zur selben Zeit als Herausforderer und Wirtschaftsfachmann inszeniert, lässt Obama seinen Charme spielen und bittet die jungen Amerikaner um Unterstützung.  mehr...

24. April 2012, 09:04Von Gökalp Babayigit ⁄ Sport im US-Wahlkampf Der Präsident muss ein Athlet sein

"Das improvisierte Kreative, die Fluidität des Spiels, der Teamgedanke - das alles passt zu Obamas Regierungsstil": Barack Obama und der ehemalige NBA-Spieler Bruce Bowen beim jährlichen "White House Easter Roll" am 9. April, bei dem der Präsident seinen Lieblingssport ausübte.

(Foto: AP)

Weiß irgendjemand, welche Chancen Angela Merkel dem FC Bayern beim DFB-Pokalfinale einräumt? Oder wen sie bei der Fußball-EM in der "Todesgruppe"  B - neben Deutschland natürlich - in die K.o.-Runde einziehen sieht? Man kann sich zwar ungefähr vorstellen, mit welcher diplomatischen Oberflächlichkeit Steffen Seibert diese Fragen beantworten würde ("Die Kanzlerin wünscht allen beteiligten Mannschaften viel Glück"). Aber: Nein, man will es im Grunde gar nicht wissen.  mehr...

3. April 2012, 18:53Von Sebastian Gierke ⁄ Vorwahlen der Republikaner Wie sich Rick Santorum ins Abseits bowlt

Rick Santorum wird wohl nicht für die US-Republikaner gegen Barack Obama antreten können.

(Foto: AFP)

Als Beobachter des US-Vorwahlkampfes der Grand Old Party habe ich mich in den vergangenen Wochen auf absurde Art und Weise ziemlich gut unterhalten gefühlt. Ist das die gleiche Art Unterhaltung wie beim Trash-Fernsehen? Wohliges, überlegenes Fremdschämen? Ich habe "Bauer sucht Frau" noch nie gesehen (wirklich!). Aber ich habe diesen Artikel darüber gelesen. Selbst die mit eindimensionalen Adjektiven vorgenommene Kategorisierung ähnelt sich: Der attraktive Schweinebauer hier, der erzkonservative Menschenfänger (Santorum) oder der moderate Mormone (Romney) dort.  mehr...

30. März 2012, 16:33Von Friederike Grasshoff ⁄ Anti-Obama-Video im US-Wahlkampf Santorum verfilmt die Apokalypse

Rick Santorum veröffentlicht neuen Wahlkampfspot "Obamaville" ist abgebrannt

(Video: zoom.in)

Eine Kleinstadt im amerikanischen Nirgendwo, wir schreiben das Jahr 2014. Krächzend kreisen Raben am Himmel, Flüsse treten über die Ufer. Die Straßen sind leergefegt, der Spielplatz gleicht einem Friedhof, ein Mann hält sich aus Verzweiflung über die steigenden Energiepreise eine Benzinpistole an den Kopf. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten siecht dahin - zumindest in einem Wahlkampfspot von Rick Santorum.  mehr...

29. März 2012, 14:35Von Matthias Kolb, Washington ⁄ Supreme Court verhandelt über Obamacare "Es droht die Tyrannei"

Susan Clark trägt ein Indianerkostüm. Im Gesicht trägt sie Kriegsbemalung, so nennt sie selbst die rote Farbe. Clark demonstriert vor dem Supreme Court in Washington gegen Obamacare.

(Foto: AFP)

Im Inneren des ehrwürdigen Supreme Courts geht es um die Rechtmäßigkeit der Gesundheitsreform, dem wichtigsten Gesetz von Präsident Obama. Die konservativen Richter zeigen deutlich ihre Skepsis - und draußen schreien Gegner und Befürworter von Obamacare ihre Slogans heraus. Sie buhlen um die Aufmerksamkeit der Journalisten und versuchen hin und wieder auch, die Gegenseite zu überzeugen.  mehr...