Der Kieler Datenschützer Thilo Weichert kämpft auf mehreren Fronten gegen Facebook. Seine Forderung, deutsche Nutzer müssten sich beim weltgrößten Online-Netzwerk auch unter falschem Namen anmelden können, lehnte nun schon die zweite Gerichtsinstanz ab.
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Weltweit überwachen Millionen Kameras das Verhalten von Bürgern. Weil das viele Bildmaterial nicht mehr von Menschen zu bewältigen ist, soll nun Software verdächtige Szenen erkennen. Das ist ein Traum für Sicherheitsbehörden - und ein Albtraum für Datenschützer.
Von Christoph Behrensmehr...
Datenschützer sind empört: Vielfahrer bei der Deutschen Bahn sollen einem Medienbericht zufolge künftig passgenaue Werbung erhalten. Dazu plane der Konzern, detaillierte Reisedaten seiner Kunden an Kooperationspartner wie Banken, Versicherungen oder Fastfood-Ketten zu verkaufen. Doch die Bahn dementiert den Bericht.
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Kontaktlose Bezahlen mittels Nahfeld-Technologie war in Deutschland bislang kaum möglich. Doch das ändert sich: Bis Jahresende wollen allein die Sparkassen 16 Millionen NFC-Karten ausliefern. Es bleiben Sicherheitsbedenken.
Von Peter Stelzel-Morawietzmehr...
Schluss mit dem Klarnamenzwang: Geht es nach Datenschützer Thilo Weichert, sollen die Bewohner Schleswig-Holsteins das soziale Netzwerk Facebook auch unter Pseudonym nutzen dürfen. Jetzt droht Weichert dem Konzern gar mit einem Zwangsgeld.
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Eng beschriebene Zettel im Ärmel oder unter dem Rock sind passé. Handys und Smartphones haben den Spickzettel abgelöst. Eine Schule in Schleswig-Holstein setzt im Kampf gegen die modernen Schummelhilfen jetzt Detektoren ein - und hat damit eine Datenschutz-Debatte ausgelöst.
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Wer umzieht, braucht eine Bestätigung des Vermieters. So steht es zumindest im Entwurf des neuen Meldegesetzes. Damit sollen Scheinanmeldungen auffliegen. Klingt logisch - scheint aber unpraktikabel.
Von Thomas Öchsnermehr...
So viel Einigkeit war selten: Bundesregierung, Opposition und Landespolitiker halten nach der massiven Kritik von Datenschützern nichts mehr von dem geplanten Meldegesetz. Auch die Christsozialen sind klar dagegen - dabei heißt es, dass die Verschärfung des Entwurfs "auf ausdrücklichen Wunsch der CSU zustande gekommen" sei.
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Deutschlands oberster Datenschützer, Peter Schaar, kritisiert das geplante Meldegesetz. Es ginge nicht an, dass Daten, "die der Staat zwangsweise erhebt, gegen Entgelt und ohne Einwilligung" weitergegeben würden. Auch Verbraucherschutzministerin Aigner distanziert sich von dem Gesetz - und wird dafür von der Opposition angegriffen.
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Einwohnermeldeämter sollen künftig die persönlichen Daten ihrer Bürger an Werbefirmen und Inkassounternehmen verkaufen dürfen, so sieht es das neue Meldegesetz vor. Nicht einmal Geburtstage und frühere Namen sind tabu. Datenschützer sind entsetzt über die Geschäftemacherei - zumal sich Betroffene nicht dagegen wehren können.
Von Heribert Prantlmehr...
Darf der Staat Handel mit persönlichen Daten seiner Bürger treiben? Die Regierung findet: ja. Und hat in der vergangenen Woche im Bundestag eine entsprechende Novelle des Meldegesetzes verabschiedet. Doch jetzt regt sich Widerstand in der Opposition - und selbst der FDP-Nachwuchs zeigt sich "enttäuscht".
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Der Mobilfunker geht an die Börse und die Aktie steigt - eigentlich ein gelungener Start. Doch Datenschützer erheben schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen: Es wolle mit den Standortdaten seiner Kunden Geld machen.
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Welche Sendungen kommen an und wann wird der Fernseher einfach abgeschaltet? Die Telekom möchte wissen, was an ihrem Angebot "Entertain" gefällt - und dafür die Sehgewohnheiten ihrer Abonnenten aufzeichnen. Aber darf sie das auch?
Von Benjamin Zeebmehr...
"Die Schufa darf nicht zum Big Brother des Wirtschaftslebens werden": Verbraucherschutzministerin Aigner kritisiert die Schufa scharf. Die Wirtschaftsauskunftei will unter anderem bei Facebook und Twitter gezielt Daten sammeln - um die Kreditwürdigkeit der Nutzer zu überprüfen.
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Lidl, Telekom, die Bahn und jetzt die Drogeriekette Müller: Datenschützer Thilo Weichert erklärt, wie Mitarbeiter endlich vor Bespitzelung geschützt werden müssen.
Interview: Mirjam Hauckmehr...
Bessere Noten per Mausklick: Zwei Lübecker Gymnasiasten sollten bei der Verbesserung des Schulnetzwerks helfen und haben dabei ihre eigenen Noten "korrigiert".
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Mit dem Entwurf für neue Nutzungsregeln provoziert Facebook einmal mehr die deutschen Datenschützer: Apps erhalten noch mehr Zugriffsrechte auf Daten der Mitglieder, künftige Änderungen der Nutzungsbedingungen sollen keiner Zustimmung mehr bedürfen.
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Es könnte sich der größten Datenskandale im Medizinbereich auswachsen: Mehrere deutsche Rechenzentren stehen im Verdacht, illegal mit Daten aus Apothekenrezepten gehandelt zu haben- millionenfach.
Von Sibylle Haasmehr...
Die US-Internetkonzerne Google und Facebook schalten ganz auf Expansion. Der Datenschutz der Europäer zählt da nicht viel. Aber müssen sich Innovation und Datenschutz tatsächlich ausschließen?
Von Varinia Bernaumehr...
Für Angela Merkel glich die Woche einer Achterbahnfahrt: Ein Altkanzler kritisierte den Kurs der Bundesregierung und ein amerikanisches Magazin kürte sie zur "mächtigsten Frau der Welt". Für andere Politiker waren die vergangenen Tage nur von kritischen Stimmen geprägt.
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Jürgen Trittin entdeckt einen Komiker bei den Liberalen, Wofgang Schäuble gibt dem möglichen SPD-Kanzlerkandidaten Benimmtipps und Guido Westerwelle hat für Liebesbriefschreiber nichts übrig. Die Worte der Woche. In Bildern.
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Medizinische Befunde und psychologische Dokumentationen - über Monate frei im Netz einsehbar: Nach der jüngsten Panne mit Patientendaten plant Schleswig-Holstein schärfere Bestimmungen. Der Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert fürchtet weitere Fälle dieser Art.
Von Jens Schneidermehr...
Einladung zum Missbrauch: Jeder, der sich als Arbeitgeber ausgibt, kommt über die Jobbörse der Arbeitsagentur an sensible Bewerberdaten - auch wenn er gar keine Stelle zu vergeben hat.
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
Facebooks Like-Button ist nicht nur deutschen Datenschützern suspekt: Auch in anderen Ländern prüfen Behörden und Politiker, was die Software des Unternehmens speichert. Können sie Facebook zähmen, wird dies das Internet verändern.
Von Niklas Hofmannmehr...
Behörden- und Klinikbriefe, medizinische Befunde und psychologische Dokumentationen: Über Monate hinweg konnten Unbefugte sensible Daten über psychisch erkrankte Schleswig-Holsteiner im Internet einsehen. Offenbar hatte ein Dienstleister versagt.
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