Erneut ein Fabrikunglück in Bangladesch: Bei einem Brand in einem Textilunternehmen in Dhaka sterben mehrere Menschen. In derselben Nacht finden Einsatzkräfte unter den Trümmern des vor zwei Wochen eingestürzten Fabrikgebäudes weitere Leichen.
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Ein T-Shirt für zwei Euro? Oder doch etwas mehr Geld ausgeben? Für faire Arbeitsbedingungen sind viele bereit, tiefer in den Geldbeutel zu greifen, allerdings sollte auch die Textilbranche mehr Verantwortung übernehmen. Eine Video-Umfrage.
Von Katharina Nickel und Franziska Wernermehr...
17 Cent Stundenlohn, ein Minister für Jute - und Behörden, die mit der schwachen Stellung der Arbeiter um Geld werben: Bangladesch ist von der Modeproduktion für reiche Länder abhängig. Die Katastrophe von Savar hat es nun mit schrecklicher Kraft in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerissen.
Von Jannis Brühlmehr...
Meinung
Bangladesch steht für Tod. Für Ausbeutung und Profit. Für Gewissenlosigkeit der Produzenten. Bangladesch steht für Korruption und Wegschauen. Der Fabrikeinsturz zeigt erneut, dass freiwillige Selbstverpflichtungen der Firmen nichts wert sind.
Ein Kommentar von Sibylle Haasmehr...
Der Fabrikbrand in Bangladesch mit 120 Toten hat die Modebranche verändert. Westliche Firmen führen Ethik-Richtlinien ein und erhöhen den Druck auf asiatische Lieferanten.
Von Stefan Webermehr...
Missernten, Ausfuhrstopps und eine anziehende Nachfrage treiben die Kosten für Textilhersteller hoch. Die Zeiten der Billigmode dürften bald vorbei sein - zumal im Baumwollbereich jetzt auch Spekulanten mitmischen.
Von Caspar Dohmenmehr...
Greenpeace attackiert führende Modemarken wie Adidas, H&M und Calvin Klein. Der Vorwurf: Sie verwendeten bei der Produktion schädliche Chemie. Die umstrittenen Substanzen bedrohen nicht nur Umwelt und Menschen in den Fertigungsländern, sondern landen auch bei uns im Kleiderschrank.
Von Silvia Liebrich und Elisabeth Dostertmehr...
Die Idee war hochfliegend: Der Industriepark Kaesong sollte Nordkorea sanft in Richtung Umschwung lenken. Tatsächlich wird in der Sonderwirtschaftszone genäht und geschraubt, Auto- und Textilindustrie lassen billig produzieren. Das stärkt das Regime, aber längst gibt es wirtschaftlich wichtigere Alternativen.
Von Stefan Korneliusmehr...
Wer unbedingt sein Image ruinieren will, sollte zum Winchester-Leibchen greifen: Hemden mit weißem Kragen und weißen Manschetten sind die perfekte Arbeitskleidung für Clowns, Mogelpackungen und Erbsenzähler. Ein Appell an den guten Geschmack.
Von Violetta Simonmehr...
Die Talfahrt im Textilhandel hält auch 2006 an: Der warme Herbst und die Fußball-WM ließen den Umsatz weiter schrumpfen. Viele Kleine geben auf.
Von Stefan Webermehr...
Eine Hose, so teuer wie ein Shopping-Wochenende in New York - Jeans, die den Geldbeutel sprengen, galten lange als out. Jetzt startet hingegen ein Luxus-Label in Deutschland durch.
Von Verena Stehlemehr...
Made in China, made in Indonesia, made in Bangladesh: So steht es auf den meisten Etiketten. Darüber, unter welchen Bedingungen die Kleidung hergestellt wird, sagt das nichts aus. Der Kunde kann trotzdem herausfinden, wie die Ware produziert wurde - sogar mit relativ wenig Aufwand.
Von Pia Ratzesbergermehr...
Unternehmen setzen zunehmend Fahnder auf Fälscher und Plagiate-Händler im Netz an. In der Textilbranche sind bis zu 70 Prozent der Waren gefälscht.
Von Christoph Brösamlemehr...
Meinung
Myanmar, das Land des ewigen Stillstandes, erlebt eine Revolution. Dass Aung San Suu Kyi von einer unterdrückten Aktivistin zur politischen Mandatsträgerin avanciert, ist zwar noch kein Beleg für den Sieg der Demokratie. Doch niemand personifiziert die Hoffnungen und Sehnsüchte einer ganzen Nation so sehr wie sie. Das erstaunliche am Reformprozess ist, dass er von oben kommt.
Ein Kommentar von Tobias Maternmehr...
Sehnsucht nach hippiehafter Individualität: Die Designs des spanischen Labels Desigual sind grundsätzlich bunt und gemustert. Der knallige Look gefällt nicht nur modernen Blumenkindern - sondern auch Schwiegermüttern und Sekretärinnen.
Von Anne Goebelmehr...
Es ist das einzige Land, in dem Reebok Marktführer ist - doch bei der Adidas-Tochter ist in Indien offenbar einiges schief gelaufen. Die Fehltritte werden bis zu 200 Millionen Euro kosten, teilte der Konzern nun mit. Was genau passierte, verschweigt Adidas.
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Hauptsache billig: der Textil-Discounter Takko hat seine Ware in chinesischen Haftanstalten produzieren lassen. Schuld soll ein vertragsbrüchiger Subunternehmer sein. Trotz aller Bekenntnisse und Kontrollen: Gefängnisarbeit lässt sich kaum verhindern.
Von Marcel Grzanna, Peking, und Stefan Weber, Düsseldorfmehr...
Der rosa Blazer hat sich nicht so gut verkauft wie erhofft, doch wohin mit den Tausenden Exemplaren, die noch in den Läden hängen? Vom Kunden verschmähte Ware wollen Modeanbieter loswerden - egal wie. Häufig verscherbeln sie ihre Kollektionen an professionelle Textilverwerter. Dass das nicht immer eine gute Idee ist, musste kürzlich die Textilkette Esprit erleben.
Von Stefan Weber, Düsseldorfmehr...
Nicht nur gesund, sondern auch sozial: Die Bio-Branche will helfen, die Probleme der Welt zu lösen - und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner testet Schminke. Bilder von der Biofach-Messe in Nürnberg.
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Mit Kleidung für Dicke nimmt der Einzelhandel üppig Geld ein, doch viele Kundinnen fühlen sich schlecht behandelt. Modisch ist die Kleidung für große Größen nur selten.
Von Robert Lückemehr...
Warum sind die Jeans des Modelabels "Cheap Monday" so begehrt? Sogar Textilgigant H&M will am Erfolg teilhaben. Gründer Örjan Andersson kennt die Antwort.
Von Katharina Höllermehr...
Wer Arbeit hat, hat zu viel davon: Die Sozialwissenschaftlerin Pamela Meil spricht über die Veränderungen des Berufsalltags und diejenigen, die auf der Strecke bleiben.
Interview: Jutta Görickemehr...
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