Zehntausende Demonstranten gingen gegen das geplante Milliardenprojekt Stuttgart 21 auf die Straße. Die Bürger fühlten sich von der Landespolitik überfahren und forderten mit Nachdruck Mitsprache an einem der größten Verkehrsprojekte Europas. Der Widerstand hat die Kraft, die politischen Machtverhältnisse in Baden-Württemberg zu verändern - und bereits eine bundesweite Debatte über mehr direkte Demokratie ausgelöst. Hier finden Sie aktuelle Meldungen, Hintergrundinformationen und interaktive Graphiken zu Stuttgart 21.
Das Prestigeprojekt wird deutlich teurer: Die Bahn schätzt, dass Stuttgart 21 rund 1,1 Milliarden Euro mehr kosten wird. Sie will das Geld für das umstrittene Projekt bereitstellen.
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Schon wieder 1,5 Milliarden Euro mehr: Immer wieder sprengt Stuttgart 21 die geplanten Kostenrahmen. Bahnchef Rüdiger Grube geht in die Offensive, obwohl die Kosten mit großer Wahrscheinlichkeit noch steigen werden. Der Aufsichtsrat der Bahn muss sich zwischen drei Optionen entscheiden.
Von Max Hägler und Daniela Kuhrmehr...
Ein Jahr nach dem Volksentscheid wackelt das Projekt: Die Bahn lässt durchsickern, Stuttgart 21 werde 1,5 Milliarden Euro mehr kosten, als mit Bund und Land vereinbart. Bauverzögerungen und die Schlichtung sollen dafür verantwortlich sein. Doch die Bahn kann nicht auf mehr Steuergelder hoffen.
Von Jannis Brühl und Michael Königmehr...
Die politische Stimmung in Stuttgart ist vergiftet. Das zeigt die Posse um Michael Marquardt. Der FDP-Politiker beleidigte via Facebook Demonstranten als "alte, gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren" und "nach Schweiß stinkende Männer". Das Echo ist so verheerend, dass auch manchem Parteifreund unwohl wird.
Von Oliver Das Guptamehr...
Verschobener Eröffnungstermin, entgleiste Züge, schlechter Brandschutz: Die Bahn schafft sich bei Stuttgart 21 selbst Probleme und verspielt das Vertrauen der Bürger. Die S21-Gegner wittern wieder Hoffnung.
Von Roman Deininger, Stuttgartmehr...
Krieg um das Bahn-Projekt Stuttgart 21. Nach dem Schlagstockeinsatz der Polizei haben sich die Lager verhärtet - vor Ort, aber auch im Netz. Wie reagieren die Nutzer von sueddeutsche.de?
Von Daniel Wüllnermehr...
Meinung
Wutbürger, "Shitstorm" und die Protestpartei der Piraten sind an die Stelle des Politikverdrusses getreten. Doch statt Beginn einer konstruktiven Diskussion zu sein, haben die Empörungswellen der letzten Zeit nur wenig bewirkt. Einem Stakkato der Erregung folgte das jeweils nächste - zurück bleibt ein schales Gefühl.
Ein Kommentar von Jan Heidtmannmehr...
Für den Umbau des Stuttgarter Bahnhofs mussten 108 Platanen, Pappeln und Eichen fallen. Was soll nun aus den gefällten Bäumen werden? An Ideen mangelt es den Umweltschützern nicht.
Von Roman Deiningermehr...
Meinung
85 Prozent der Deutschen sind der Meinung, künftigen Generationen werde es schlechter als der heutigen gehen. Das widerspricht der vielbeschworenen Maxime wirtschaftlichen Wachstums. Lokale wie auch globale Probleme gibt es zuhauf, Lösungen dafür wahrscheinlich nur durch zwei Wege - Katastrophe oder Erfolg.
Ein Kommentar von Detlef Esslingermehr...
Nach wochenlangen Verhandlungen über den umstrittenen Bahnhof Stuttgart 21 hat Vermittler Heiner Geißler nun seinen Schlichterspruch vorgelegt. Sueddeutsche.de dokumentiert seine Worte.
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Hannes Rockenbauch, einer der bekanntesten Gegner des Bahnprojekts, will Oberbürgermeister in Stuttgart werden. Zur Wahl im Oktober tritt er als Kandidat an.
mehr...Politicker
Die letzte Bastion der S21-Gegner im Schlossgarten fällt: Die Polizei räumt ihr Protestlager und macht den Weg frei für weitere Bauarbeiten. Bis zu 200 Jahre alte Bäume müssen dafür weichen.
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Manchmal ist es besser, die Dinge vorher zu wissen - deshalb schreiben wir einmal die Woche auf, was wichtig wird. Was uns in der Woche ab dem 13. Februar 2012 erwartet? Unter anderem Helau und Alaaf, die Verfilmung eines beliebten Romans und Eltern, die Nervennahrung verteilen.
Von Charlotte Haunhorstmehr...jetzt.de
Die Zwangspause für Stuttgart 21 ist vorbei, jetzt will die Deutsche Bahn rasch handeln: "Innerhalb von zwei Wochen ist mit der Fällung der Bäume im Mittleren Schlossgarten zu rechnen", sagte ein Bahnsprecher.
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Das Eisenbahnbundesamt hat der Bahn genehmigt, für den Bau des umstrittenen Tiefbahnhofs "Stuttgart 21" zahlreiche Bäume im Schlosspark zu fällen. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist allerdings nicht sicher: Eine Umweltorganisation kündigt bereits rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.
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Beim Widerstand gegen Stuttgart 21 erhalten die Gegner des Bahnhofsprojekts unfreiwillige Hilfe von der Bahn. Diese will im Schlossgarten mehr als 100 Bäume fällen, doch dafür fehlt ihr noch immer die Genehmigung des Eisenbahnbundesamts - wegen artenschutzrechtlicher Bedenken. Verkehrsminister Hermann prophezeit bereits eine Verzögerung bis ins neue Jahrzehnt.
Von Roman Deininger und Daniela Kuhrmehr...
Eilanträge von S21-Gegnern abgelehnt: Das von der Stadt Stuttgart erlassene Aufenthaltsverbot für den Schlossgarten ist rechtens. Das hat das Verwaltungsgericht entschieden. Die Besetzer des Parks müssen damit rechnen, jeden Moment von dem Gelände vertrieben zu werden. Jetzt fehlt nur noch eine Entscheidung des Eisenbahn-Bundesamts zu den geplanten Baumfällungen.
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Für den Bau des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 hat die Bahn in der Nacht 30 Bäume fällen lassen, begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot. Bahnhofsgegner versuchten lange, die Kettensägen zu stoppen. In der Stuttgarter Innenstadt demonstrierten über tausend Menschen. Doch der Dauerregen zermürbte die Gegner schließlich.
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Nach viereinhalb Stunden ist alles vorbei: Knapp 2000 Beamte räumen in der Nacht auf Freitag eine Demo gegen Stuttgart 21 - der Weg für den Abriss des Südflügels ist frei. Die Aktion verläuft friedlich, obwohl Teile der Protestbewegung vehement versuchen, Aggressionen zu schüren. Es zeigt sich das Problem der verbliebenen S21-Gegner: Sie kämpfen schon so lange, sie können nicht mehr anders.
Von Michael Königmehr...
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