Meinung
Sie bieten Facebook, Apple und anderen großen Firmen lächerliche Steuersätze: Staaten wie Irland, Luxemburg und die Niederlande haben sich auf solche Lockaktionen spezialisiert. Doch bei diesem ruinösen Steuerwettbewerb verlieren alle Länder. Europas Regierungen sollten nicht auf ein Eingreifen der G 20 warten - sondern selbst Druck auf die meist kleineren Mitgliedsstaaten ausüben.
Ein Kommentar von Alexander Hagelükenmehr...
Die Zeit wird knapp. Die zyprische Regierung sucht nach Lösungen, um das Land vor der Pleite zu bewahren. Die Ideen aus Nikosia begeistern deutsche Politiker jedoch wenig, eine Zustimmung im Bundestag ist fraglich.
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Nach den Offshore-Leaks verspricht Staatssekretär Kampeter zu handeln: Das Bundesfinanzministerium fordert die Länder auf, einer bundesweiten Ermittlungsbehörde zuzustimmen. In Großbritannien gerät Premier Cameron unter Druck - denn viele Steueroasen nutzen britisches Recht.
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Exklusiv
Zypern braucht Geld aus der EU - doch sieht es nicht so aus, als würde es dazu kommen. Bundeskanzlerin Merkel ist im Bundestag auf die Zustimmung der SPD angewiesen. Parteichef Gabriel lehnt das geplante Milliarden-Hilfspaket ab: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass deutsche Steuerzahler zyprische Banken retten, deren Geschäftsmodell auf Beihilfe zum Steuerbetrug basiert."
Von Cerstin Gammelin, Brüssel, und Claus Hulverscheidt, Berlinmehr...
Ein maroder Bankensektor und wachsende Staatsschulden: Die Ratingagentur Moody's senkt die Bonitätsnote für Zypern um drei Stufen. Die Entscheidung fällt in eine Zeit hitziger Diskussionen um internationale Hilfen für das krisengeschüttelte Land.
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Exklusiv
"Wir sind noch lange nicht so weit": Finanzminister Wolfgang Schäuble sagt im SZ-Interview, Hilfen für Zypern seien keine ausgemachte Sache. Es sei unklar, wie wichtig der Staat überhaupt für die Euro-Zone sei. Für Deutschland schließt er ein Sparpaket im kommenden Jahr aus.
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Exklusiv
Zypern braucht Geld, dringend. Ansonsten könnte, so die Befürchtung der Europäischen Zentralbank, die Euro-Krise wieder ausbrechen. Nun will man ausländische Investoren an einem Rettungsprogramm beteiligen. Die "elegante Lösung": Steuererhöhungen, die auch reiche Russen zahlen müssten.
Von Claus Hulverscheidt, Berlinmehr...
Die Bankautomaten werden bestürmt, Überweisungen und Online-Banking sind nicht mehr möglich: Nach der Brüsseler Entscheidung, die zyprischen Bankkunden für die Rettung vor der Pleite zur Kasse zu bitten, reagieren die Bürger empört. Zyperns Präsident Anastasiades muss um die Zustimmung des Parlaments bangen - und verschiebt die Abstimmung auf Montag.
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Meinung
Eine Regierung kann Bürger enteignen - und im Falle Zyperns ist es im Grundsatz sogar richtig. Die bisherigen Euro-Rettungspakete zeichneten sich dadurch aus, dass viele Mitverursacher der Krise ungeschoren davonkamen. Allerdings: So richtig eine Kostenbeteiligung der Großanleger ist, so klar ist auch, dass unschuldige Kleinsparer geschützt werden müssen.
Ein Kommentar von Claus Hulverscheidtmehr...
Europa muss neu erfunden, die Macht der Banken begrenzt und Kriegseinsätze der Bundeswehr unter allen Umständen verhindert werden: Vor dem Parteitag der Linken erläutert Parteichef Ernst im Gespräch mit sueddeutsche.de die Ziele seiner Partei und spricht über die Auswüchse des Kapitalismus, persönliche Fehler und den einen Punkt, in dem Angela Merkel recht hat.
Interview: Daniel Brössler und Thorsten Denklermehr...
So hatten sich die Befürworter von Euro-Bonds das wohl nicht gedacht: Die Ratingagentur S&P kündigt an, sie würde gemeinsame europäische Staatsanleihen nach der Kreditwürdigkeit des schwächsten Mitgliedslandes bewerten. Eine Entlastung der Schuldenstaaten wäre damit deutlich schwieriger. Ein Ende des Streits, wie Europa die Schuldenkrise in den Griff bekommen kann, ist weiterhin nicht abzusehen.
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Klar darf es Steuerwettbewerb in Europa geben. Nur: Wenn Länder wie Irland Firmen mit Mini-Tarifen anlocken und zugleich teils enorme Summen von der EU bekommen, dann ist etwas verkehrt.
Ein Kommentar von Alexander Hagelükenmehr...
Der Kanzler gab im Bundestag ganz den Staatsmann. Sprach von der europäischen Familie, in die die zehn neuen EU-Mitglieder nun zurückkehren. Gar vom Vermächtnis der Gründungsväter. Auch die Opposition freute sich über die Wiedervereinigung Europas.
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Kippt Portugal? Und was ist mit Spanien? Das Projekt EU wird auch dann nicht untergehen, wenn der Euro scheitert. Doch die Gemeinschaft muss die Integration vertiefen.
Ein Gastbeitrag von Julian Nida-Rümelinmehr...
Die Betriebsräte von Saab und Opel planen, bei der unternehmensinternen Vergabe von künftigen Produktionen im US-Konzern General Motors solidarisch zu handeln.
Von Von Harald Schwarzmehr...
Firmen vermehren sich hier schneller als Einwohner. Auch Gerhard Schröders Arbeitgeber schätzt die guten Aussichten im Steuerparadies Zug.
Von Christoph Schwennickemehr...
"Erträumen wir Europa!" - Eine verfassungsgebende Versammlung, zusammen gewürfelt aus Delegierten von 28 Nationen, soll dem alten Kontinent eine neue Konstitution geben, eine Art europäisches Grundgesetz schreiben.
Von Christoph Wernickemehr...
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