Nichts fürchten Währungshüter so sehr wie einen Bank Run. Zwar sieht man in Athen noch keine Schlangen vor den Banken, doch die Ruhe trügt: Griechenland erlebt einen Sturm auf die Banken - in Zeitlupe. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Wenn Sparer die Nerven verlieren, zwingen sie oftmals ganze Volkswirtschaften in die Knie.
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Catherine Hoffmannmehr...
Nun stehen schon zwei Altkanzler hinter ihm: Nach Helmut Schmidt hat sich auch Gerhard Schröder für den ehemaligen Finanzminister Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten der SPD bei der nächsten Bundestagswahl ausgesprochen. Schon zu Zeiten der großen Koalition sei Steinbrück, nicht Merkel, die führende Figur gewesen. Er habe alle Aussicht auf Erfolg.
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Thilo Sarrazin legt ein neues Buch vor, Günther Jauch bietet ihm für seine Thesen eine Bühne. Doch punkten kann Sarrazin nicht, denn Talkshow-Kontrahent Peer Steinbrück weiß, was die Zuschauer wollen: nicht Holocaust und Euro-Krise, sondern hemdsärmeligen Optimismus.
Eine Nachtkritik von
Nakissa Salavatimehr...
Peer Steinbrück bläst zur Charmeoffensive. In München will der Ex-Minister seine Bierzelttauglichkeit beweisen. Dabei zeigt sich: Zum SPD-Knuddelbären taugt er nicht. Zum Merkel-Herausforderer aber durchaus.
Von
Tobias Dorfermehr...
Das SPD-Führungstrio Steinbrück, Steinmeier und Gabriel will erst 2013 festlegen, wer von ihnen als Kanzlerkandidat antritt. Dem konservativen Seeheimer Kreis ist das aber deutlich zu spät. Er fordert eine schnellere Entscheidung.
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Gabriel, Steinmeier und Steinbrück wollen nach dem Triumph Hannelore Krafts zeigen, dass auch sie Kanzler könnten. Doch als sie sich der Hauptstadtpresse stellen, um ihren Weg aus der Schuldenkrise zu schildern, fehlt ihnen die Energie. Nur einmal ballt einer die Faust. Aber das hat sehr persönliche Gründe.
Von
Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Ganz fest hat Sigmar Gabriel sie gedrückt nach der Wahl - und das lag nicht am Muttertag. Hannelore Kraft kann nach ihrem Erfolg in Nordrhein-Westfalen bestimmen, wer Kanzlerkandidat der SPD wird. Sie ist aber klug genug, um aus dem Trio kein Quartett zu machen.
Von
Susanne Höll, Berlinmehr...
Meinung
Hannelore Kraft hat sich in NRW zum Sieg gemerkelt. Genau wie die Kanzlerin ist sie beliebter als ihre Partei. Sie ist beweglich, ein bisschen Sowohl-als-auch, nie polarisierend. Die drei möglichen Kanzlerkandidaten aus der SPD werden sich argumentativ ziemlich verrenken müssen, wenn sie erklären wollen, warum die natürliche Gegenkandidatin der Kanzlerin bei der Bundestagswahl nicht antreten soll.
Ein Kommentar von
Nico Friedmehr...
Über den Triumph von Hannelore Kraft sind sich die Medien einig. Mit ihrem Kuschelkurs könnte es die SPD-Frau manchen Kommentatoren zufolge auch bald mit der Kanzlerin aufnehmen. Als tragische Figur kürt die Presse hingegen einstimmig CDU-Spitzenmann Norbert Röttgen - der die Wahl völlig "verkorkst" hat.
Von
Carolin Gasteigermehr...
Die Wahl in NRW war vorbei - nun erreichten deren Folgen die Hauptstadt: In Berlin berieten die Parteigremien, Wahlsieger und Wahlverlierer traten vor die Presse: Kanzlerin Merkel nahm ihren Minister Röttgen in Schutz, nannte als Ursache für die Schlappe die SPD-Kandidatin Kraft. Diese ließ sich von ihrer Partei kräftig feiern.
Der SZ-Liveblog in der Nachlese. Von
Thorsten Denkler, Berlin, und Oliver Das Guptamehr...
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hätte derzeit laut einer Umfrage größere Zustimmung als Kanzlerkandidatin als Amtsinhaberin Angela Merkel.
mehr...Politicker
"Himmelschreiender Blödsinn oder verachtenswertes Kalkül": Kurz vor Erscheinen des neuen Buches von Thilo Sarrazin greift Finanzminister Schäuble den umstrittenen Autor mit scharfen Worten an. Auch Sarrazins Auftritt bei Günther Jauch erregt die Gemüter.
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Seit Sonntag, 18 Uhr, hat die SPD ein neues Machtzentrum: Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft holt bei der Landtagswahl 39 Prozent und wird damit zur einflussreichsten Politikerin der Sozialdemokraten. Das ist nicht allein ihr Verdienst. Und es ist auch unklar, was sie damit anfangen will.
Von
Michael König, Düsseldorfmehr...
Gegen den Euro, gegen Europa: Das neue Buch von Thilo Sarrazin ist voller Detailhuberei, Widersprüche und wohlfeiler Provokation. So rät er etwa, Deutsche müssten sich in Bezug auf Europa vor einem "etwas perversen Sendungsbewusstsein" hüten - und nur so wird der Sarrazinismus sendefähig.
Von
Hans-Jürgen Jakobsmehr...
In der Finanzkrise musste die Commerzbank mit Steuergeld gerettet werden. Das Gehalt des Commerzbank-Vorstands war deshalb gedeckelt worden. Damit ist nun Schluss: Institutschef Martin Blessing bekommt offenbar erheblich mehr Geld. "Selbstverständlich", heißt es aus dem Aufsichtsrat.
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Norbert Röttgen führt die NRW-CDU in ihre größte Niederlage und tritt als Landeschef zurück. Die SPD gewinnt die Neuwahl und kann komfortabel mit den Grünen eine Koalition bilden. FDP und Piraten schaffen den Sprung in den Landtag, die Linke fliegt raus.
Der NRW-Wahlabend in der Ticker-Nachlese. Von
Michael König aus Düsseldorf, Thorsten Denkler aus Berlin, Bastian Brinkmann und Oliver Das Guptamehr...
Der Posten als Chef der Euro-Gruppe ist sehr arbeitsintensiv, äußerst einflussreich und bald vakant - doch der Nachfolger für Jean-Claude Juncker scheint gefunden: Finanzminister Wolfgang Schäuble will den Job übernehmen. Doch bis dahin bleibt zuhause in Deutschland noch einiges zu tun.
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Der Wahlkampf in NRW wird dreckig: Dem "Stern" zufolge hat die Regierung von Hannelore Kraft nach der Wahl 2010 Blogger begünstigt, die im Wahlkampf CDU-Interna veröffentlicht hatten. Die Staatskanzlei dementiert umgehend, die SPD spricht von einer Schmutzkampagne, auch der Name Peer Steinbrück taucht auf. Die Union freut sich: Nach den Röttgen-Pannen hat sie auch mal was zu lachen.
Von
Oliver Das Gupta und Michael König, Soestmehr...
SPD-Chef Sigmar Gabriel will es jetzt wissen: Der Kanzlerkandidat soll von der Parteibasis bestimmt werden. Kandidaten hat die SPD ja genug. Sogar eine Frau ist darunter. Wer es am besten kann? Das entscheiden Sie am besten selbst. Bei der vorgezogenen SZ-Kanzlerkandidaten-Urwahl.
Von
Thorsten Denklermehr...
Wahlkampf-Finale in Schleswig-Holstein: Eindringlich warnt SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig davor, dass sich das vergiftete Klima früherer Jahre auf die künftige Koalitionsbildung auswirkt. Im SZ-Gespräch räumt der Kieler Oberbürgermeister ein, dass ihn der Erfolg der Piraten überrascht - und erklärt, was er von seinem früheren Chef Oskar Lafontaine gelernt hat.
Interview:
Ralf Wiegand und Oliver Das Guptamehr...
Mit einem einzigen Satz äußerte sich die SPD-Troika bei ihrem Auftritt in Elmshorn zur Kanzlerkandidaten-Frage, doch dieser hatte es in sich: Wenn es mehrere Kandidaten gebe, sollen laut Sigmar Gabriel die "Mitglieder der deutschen Sozialdemokratie" entscheiden.
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Keine "Wunderwaffen": Bundeskanzlerin Angela Merkel räumt ein, dass es noch lange dauern wird, die europäische Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Staatstragend kommt die Regierungserklärung der CDU-Chefin daher - schnippisch wirkt sie nur bei einem Wortgefecht mit Grünen-Fraktionschefin Künast. SPD-Fraktionschef Steinmeier rechnet anschließend gallig mit Schwarz-Gelb ab.
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Oliver Das Guptamehr...
Was erhält Joachim Gauck, was Philipp Rösler vorenthalten bleibt? Große Sympathie der Deutschen. Immer weniger Bürger schätzen die Arbeit des FDP-Chefs, dafür erholen sich die Werte seiner Partei.
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Historische Verpflichtung und Garantie für künftigen Wohlstand: Peer Steinbrück beschwört in Washington ein geeintes Europa. Der Vielleicht-Kanzlerkandidat der SPD spricht über Deutschlands Rolle in der Wirtschaftskrise sowie einen "Plan B" für Griechenland - und stichelt gegen die FDP und die scheinheilige Kritik der Amerikaner. Doch die fühlen sich vom Ex-Finanzminister nicht angesprochen.
Von
Matthias Kolb, Washingtonmehr...
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