Die Kälte ist unerbittlich, doch die Gegner der Münchner Sicherheitskonferenz lassen sich davon nicht beeindrucken. Mehr als 1000 Menschen gehen gegen Krieg und Rüstungsexporte auf die Straße - mit phantasievollen Kostümen und jeder Menge Wut im Bauch. In Bildern.
Von
Tobias Dorfer
"Die Bundeswehr kann kämpfen und führen": Bei der Münchner Sicherheitskonferenz betont Verteidigungsminister de Maizière die Leistung der deutschen Soldaten - und sieht die EU-Länder in der Pflicht. Sie sollen selbst für ihre Sicherheit sorgen.
Von
Paul-Anton Krüger
Im Käfer-Restaurant treffen sich die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz zum Dinner. Man sonnt sich im Licht der Weltpolitik, spricht über Fußball und Trinkkultur - und hat dennoch jede Menge Stress.
Von
Philipp Crone
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Die Teilnehmerzahl überraschte selbst die Polizei: Waren bei der Münchner Sicherheitskonferenz vergangenes Wochenende gerade einmal 2000 Menschen auf die Straße gegangen, demonstrierten am Samstag 16.000 Menschen bei eisiger Kälte gegen das Anti-Produktpiraterie-Abkommen ACTA - mehr als in jeder anderen deutschen Stadt.
Raketenschild statt US-Atomwaffen in Europa: Außenminister Westerwelle will eine stärkere Zusammenarbeit der Nato mit Russland. Der geplante Raketenschirm dürfe das Verhältnis nicht belasten. Außerdem müsse die EU sich in ihrer Verteidigungspolitik für eine Beteiligung der USA, Russlands und der Türkei öffnen. Im Atomstreit mit Iran ruft Westerwelle zur Mäßigung auf.
Politische Antwort statt Säbelrasseln: Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz Ischinger warnt, ein Krieg mit Iran könne und dürfe nicht die einzige Alternative zu Sanktionen sein.
Meinung
Asien rückt immer stärker in den Fokus amerikanischer Außenpolitik - erst vor kurzem haben die USA eine neue langfristige Militärstrategie bekanntgegeben. Zusätzlich sollen die Ressourcen für Diplomatie, Handel und Sicherheit in Asien aufgestockt werden. China begegnet der neuen Strategie misstrauisch, Nordkorea lehnt sie ganz ab.
Ein Kommentar von
David Shambaugh, Washington D.C.
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Damit scheiterte die von der Arabischen Liga vorgelegte Erklärung, mit der Syriens Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt gezwungen werden sollte.
Clinton und Panetta, Westerwelle und de Maizière, Monti und Ackermann: In München treffen sich Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft zur 48. Sicherheitskonferenz. Ein Überblick über die wichtigsten Teilnehmer und ihre Diskussionsrunden.
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Hillary Clinton, Leon Panetta, Anders Fogh Rasmussen und Josef Ackermann. Am Wochenende ist die wirklich wichtige Prominenz in München. Hauptthemen der Sicherheitskonferenz sind die Auswirkungen der Finanzkrise, die Folgen des Arabischen Frühlings - und das neue Kräftemessen zwischen den USA und China.
Einschätzungen von
Stefan Kornelius
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Hochrangige Politiker aus aller Welt beraten auf der Münchner Sicherheitskonferenz von Freitag an über die Konsequenzen der Schuldenkrise und die Zukunft der Sicherheitspolitik.
Überdrüssig, gedemütigt, misshandelt: Der Umsturz in Ägypten hat nicht nur politische Gründe, er zeugt von einem tiefen Verlangen nach einem höheren Gut - Würde. Und so wurde die Revolution herbeigetwittert.
Von
Ashraf Swelam
Roter Platz, Taj Mahal, Spiegelsaal und immer wieder Quebec: Bayerns Ministerpräsidenten sind häufig unterwegs - und setzen bei ihren Reisen ganz unterschiedliche Akzente. Einer steuerte seinen Flieger sogar selbst.
Von
Frank Müller
Irans Präsident kündigt lautstark einen Durchbruch im Atomprogramm an, in Israel reden alle über einen Angriff auf das Land. Doch nach einem Militäreinsatz gegen die iranischen Atomanlagen wird Israel mit einem blutigen Gegenschlag rechnen müssen. Vor allem der Großraum Tel Aviv, wo das Herz des Staates schlägt, könnte bei einer Vergeltungsaktion Ziel des Raketenhagels werden.
Von
Peter Münch, Tel Aviv
Das Militär taugt immer weniger zur Verteidigung von Staaten. Neu entstehende Kräfte lassen sich davon nicht abwehren. Sie sind gestaltlos, tauchen plötzlich auf, fordern Gerechtigkeit und Beteiligung. Selbst in Deutschland werden die klassischen Hierarchien herausgefordert. Arroganz und Intransparenz haben nur noch wenig Lebenszeit - und Sicherheit wird auch eine Frage der Breitbandgeschwindigkeit.
Von
Stefan Kornelius
Der Machtverlust des Westens ist evident, der Triumphalismus der Ära von George W. Bush eine peinliche Erinnerung. Doch arabische Freiheitskämpfer, chinesische Dissidenten, russische Bürgerrechtler - sie alle fordern nun Menschenrechte, Gewaltenteilung, Volkssouveränität. Der Westen kann sein Projekt niemandem aufzwingen, aber er kann sich selbst daran halten.
Ein Gastbeitrag von
Heinrich August Winkler
In wenigen Stunden soll im UN-Sicherheitsrat über eine Verurteilung Syriens abgestimmt werden. Doch auf der Sicherheitskonferenz in Münchnen versucht Sergej Lawrow den Resolutions-Entwurf weiter abzuschwächen. Der Rücktritt Assads wird darin offenbar schon nicht mehr verlangt, der russische Außenminster allerdings gibt sich damit noch nicht zufrieden.
Von
Paul-Anton Krüger
Einige sprechen von einer "Schande", andere sind einfach nur "angewidert": Das Veto Russlands und Chinas gegen die geplante Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrates empört Politiker und Menschenrechtler weltweit. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz wird der Ruf nach Konsequenzen immer lauter.
Während das Assad-Regime in Homs mit Granaten Zivilisten tötet, stellt sich der russische Außenminister hinter Damaskus: Sergej Lawrow kündigte einen "weiteren Skandal im UN-Sicherheitsrat" an, sollte der vorliegende Resolutions-Entwurf zur Abstimmung kommen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz versucht US-Außenministerin Clinton, Lawrow noch umzustimmen.
Der Showdown um die jüngste Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrats ist entschieden: Russland stemmt sich gemeinsam mit China erneut gegen einen Beschluss zur Krise in Syrien. US-Außenministerin Clinton kritisierte auf der Münchner Sicherheitskonferenz das Veto scharf und prophezeite eine weitere Eskalation der Gewalt. Am Nachmittag hatte der russische Außenminister Lawrow noch die Möglichkeit ins Spiel gebracht, die Abstimmung zu verschieben.
Von
Paul-Anton Krüger
Der Showdown um die jüngste Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrats ist entschieden: Russland blockiert gemeinsam mit China einen Beschluss zur Krise. US-Außenministerin Clinton kritisierte auf der Münchner Sicherheitskonferenz das Veto scharf und prophezeite eine weitere Eskalation der Gewalt. Am Nachmittag hatte der russische Außenminister Lawrow noch versucht zu erreichen, dass die Abstimmung verschoben wird - mit einer Volte.
Von
Paul-Anton Krüger
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hält der russische Außenminister schützend seine Hand über das Regime Assad, in New York stimmt der UN-Botschafter erneut gegen die Syrien-Resolution: Die Interessen Moskaus scheinen klar. Und die westlichen Staaten greifen nach Plan B.
Von
Paul-Anton Krüger
Gegen den Krieg in Afghanistan, deutsche Rüstungsexporte und die Umwandlung der Bundeswehr in eine international einsatzbereite Interventionsarmee: Mehr als 80 Initiativen gehören in diesem Jahr zu den Unterstützern der Proteste anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz. Höhepunkt ist ein Demonstrationszug am 4. Februar, zu dem rund 5000 Teilnehmer erwartet werden.
Von
Dominik Hutter