Aller Kritik zum Trotz: Die Mehrheit der russischen Bevölkerung will Wladimir Putin als neuen Präsidenten haben. Und man kann es ihr nicht verdenken, denn seine Konkurrenten um das Amt sind allesamt nicht geeignet, das Land nach vorne zu bringen. Doch dank der Protestbewegung besteht die Chance, dass sich das ändern könnte.
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Hannah Beitzermehr...
Der russische Regierungschef Wladimir Putin hat die Präsidentschaftswahl vorläufigen Ergebnissen zufolge schon im ersten Wahlgang für sich entschieden. Nach ersten Auszählungen kommt der amtierende Ministerpräsident auf knapp 62 Prozent der Stimmen. Massive Fälschungsvorwürfe begleiteten die Wahl, die Opposition hat für den morgigen Montag Massenkundgebungen angekündigt.
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Attacke mit Tränen in den Augen: Noch in der Nacht hat ein bewegter Wahlsieger Putin, der mit 64 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt wurde, seine Gegner scharf angegriffen. Russland habe eine offene und ehrliche Wahl erlebt. Die Opposition fällt ein anderes Urteil: Beobachter sprechen von tausendfachem Wahlbetrug, die OSZE von "ernsthaften Problemen". An diesem Montag wollen Zehntausende gegen die unfaire Wahl protestieren.
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Meinung
Bei allen Klagen über Wahlmanipulationen bezweifeln nicht einmal die Demonstranten Putins Sieg. Doch die Dynamik der Opposition ist beachtlich und deshalb muss Russlands gewählter Präsident eine politische Versöhnung anstreben, ansonsten emigrieren die besten Köpfe des Landes - oder sie radikalisieren sich.
Ein Kommentar von
Julian Hansmehr...
In Moskau holte der Milliardär Michail Prochorow bei der Präsidentschaftswahl 20 Prozent der Stimmen - nun will er eine eigene Partei gründen. Auf dem Weg zur Macht könnte er nun eine Abkürzung nehmen: Der designierte Präsident Putin hat ihm indirekt einen Posten in der Regierung angeboten - vor allem aus Selbstschutz.
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Hannah Beitzermehr...
Die russische Oppositionspartei Gerechtes Russland hat während einer Rede von Regierungschef Wladimir Putin das Parlament verlassen. Zugleich nahmen Sicherheitskräfte vor dem Gebäude Demonstranten fest.
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Die Kandidaten für das Rennen um das Amt des russischen Präsidenten stehen fest - unter ihnen eine Art Polit-Clown, der Chef der Kommunistischen Partei und einer, den die Russen als wankelmütig bezeichnen. Die drei Kandidaten im Kurzportrait.
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Jessica Schobermehr...
Der russische Premier und Präsidentschaftskandidat Wladimir Putin erscheint nicht selbst zu Fernsehduellen - sondern schickt eine kremltreue Politologin. Als Zeichen der Zurückhaltung sollte man das jedoch nicht verstehen. Die russischen Medien feiern schon seit Wochen große Putin-Festspiele. Für fast alle wichtigen Tageszeitungen darf er ungehindert seitenlange Essays schreiben.
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Hannah Beitzermehr...
It-Girl, Party-Nudel, russische Antwort auf Paris Hilton: Die Fernsehmoderatorin Ksenia Sobtschak ist in der Putin-Ära groß geworden, ihr Vater war der politische Förderer des früheren und wohl künftigen Staatsoberhaupts. Im Wahlkampf versucht Sobtschak jetzt den Spagat zwischen Loyalität zu Putin und Rebellion.
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Frank Nienhuysen, Moskaumehr...
Mehr Stimmzettel als Wähler, verhaftete Demonstranten und gekaufte Stimmen: Die OSZE und Oppositionspolitiker prangern Unrechtmäßigkeiten beim russischen Urnengang an. Die Putin-Partei siegt zwar in der Duma - doch das Image der Regierung leidet. Kremlgegner wollen protestieren, die Kommunisten vor Gericht gehen.
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Proteste von Sankt Petersburg bis Wladiwostok: Trotz Schneetreibens und bitterer Kälte versammeln sich in mehr als 70 russischen Städten die Menschen, um gegen Wahlfälschung, Regierungschef Putin und dessen Partei zu demonstrieren. Allein in Moskau machen mehr als 100.000 Bürger ihrem Ärger Luft. Es sind die größten Demonstrationen seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.
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Zehntausende Russen sind wegen angeblicher Wahlfälschungen auf die Straße gegangen und haben gegen das Machtduo Putin/Medwedjew protestiert. Inzwischen reagierte Russlands Führung auf dieselbe Weise, wie sich die Opposition organisiert hatte: via Facebook.
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Israel hat laut von Wikileaks veröffentlichten US-Dokumenten vor mehr als drei Jahren einen heimlich gebauten syrischen Atomreaktor zerstört, kurz bevor dieser seinen Betrieb aufnehmen sollte.
Kurzmeldungen
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Die pro Quartal fällige Praxisgebühr ärgert viele Versicherte. Ihnen wird der neueste Vorschlag aus der CDU nach einer Reform der Abgabe nicht gefallen.
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Die ersten Beratungen des Weltsicherheitsrates zum Kaukasus-Konflikt sind in der Nacht ergebnislos geblieben. Moskau wies einen Resolutionsentwurf Frankreichs zurück - er sei voller "Propaganda". Die USA warnen Russland unterdessen, sich zum "Geächteten" zu machen.
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Ein Telefonat, zwei Meinungen: Nach einem Gespräch mit Medwedjew verkündete Sarkozy die Ablösung russischer Truppen in Georgien. Der Kreml dementiert das.
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Kein Land, kein Haus, kein Auto: Russlands Politiker geben vor, nichts zu haben und Hungerlöhne zu verdienen. Bei ihren Verwandten sieht das anders aus.
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Sonja Zekrimehr...
In einem russischen Gefängniskrankenhaus wird Swetlana Bachmina möglicherweise ihr drittes Kind zur Welt bringen - obwohl viele Russen die Freilassung der ehemaligen Yukos-Anwältin fordern.
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Frank Nienhuysenmehr...
Einigen Abgeordneten im russischen Föderationsrat steht Ärger ins Haus, falls sie die Nationalhymne nicht endlich auswendig lernen. Der Vorsitzende der oberen Parlamentskammer, Sergej Mironow, erinnerte die Senatoren daran, dass "die Hmyne "laut Geschäftsordnung" im Chor gesungen werden müsse - und drohte mit Konsequenzen.
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Die russische Politik wird seit fast acht Jahren von einem Mann bestimmt: Präsident Wladimir Putin. Daneben gibt es aber noch andere Gesichter. sueddeutsche.de präsentiert sowohl Unterstützer als auch Gegner.
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Russland ist besorgt wegen der US-amerikanischen Raketenabwehr in Polen. Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat Verständnis - und lädt russische Spezialisten zur Mitarbeit ein.
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Russlands Bevölkerungszahl nimmt in einem Tempo ab, das auf der Welt seinesgleichen sucht. Kreml und Kirche beschwören die Liebe, doch der Nachwuchs bleibt aus - während die ältere Generation rapide stirbt.
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Daniel Brössler, Moskaumehr...
Ein Moskauer Gericht hat den Yukos-Gründer in sechs von sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen. Menschenrechtler kritisierten das Verfahren als "unfair".
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Elf Parteien sind zur Duma-Wahl in Russland zugelassen worden. Doch nur wenige haben überhaupt eine Chance, überhaupt ins Parlament einzuziehen. Ein Überblick.
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