Die Schattenwirtschaft kränkelt - auch wenn mit 344 Milliarden unversteuerten Euro immer noch jeder siebte am Staat vorbeigeschleust wird. Verglichen mit den europäischen Nachbarn liegt Deutschland damit im Mittelfeld - und weit entfernt vom enteilten Spitzenreiter.
Sie lebten in Containern, bekamen wochenlang kein Geld und sammelten weggeworfenes Brot, um ihren Hunger zu stillen. Nun haben 41 bulgarische Bauarbeiter einen späten Sieg vor Gericht erzielt - eine Münchner Baufirma muss ihnen Tausende Euro nachzahlen.
Von
Bernd Kastner
Wie viele es sind, weiß niemand genau. Auf dem Bau sind sie schon lange präsent - jetzt breiten sie sich auch immer mehr in Gaststätten, Sicherheitsfirmen und sogar in Fitnessstudios aus: Scheinselbständige, die so tun, als wären sie Unternehmer, tatsächlich aber abhängig beschäftigt sind. Viele könnten auf Festanstellung klagen, tun das aber nicht - aus Angst, ihren Job ganz zu verlieren.
Von
Thomas Öchsner
Der deutsche Zoll sollte mehr als fünf Milliarden Euro für den Bund eintreiben - doch eingenommen hat er nur knapp eine Milliarde. Die Bundesrepublik verschenkt täglich mehr als elf Millionen Euro. Aber warum?
Von
Silke Bigalke
Die Bundesregierung will schärfer gegen Schwarzarbeit von Ausländern vorgehen. Nach einem Gesetzentwurf, der der SZ vorliegt, müssen künftig nicht nur Arbeitgeber und Ausländer selbst haften, sondern auch Auftraggeber und Subunternehmer.
Von
Roland Preuß
Die türkische Wirtschaft boomt ohne Ende. Davon versuchen auch deutsche Mittelständler zu profitieren. Doch der Markt hat seine Tücken.
Von
Björn Finke, Istanbul
Deutschland, Land der Schwarzarbeit: Immer mehr Arbeitnehmer versuchen Einkommenverluste durch illegale Nebentätigkeiten aufzufangen.
Von
Thomas Öchsner
Der Proteststurm gegen die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge ist allzu berechtigt: Denn die Regierung verteuert den Faktor Arbeit und bestraft ausgerechnet die Schwachen der Gesellschaft.
Ein Kommentar von
Thomas Öchsner
Wenn es sein muss, will er bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen: Ein Angeklagter sieht nicht ein, warum er wegen Schwarzarbeit verurteilt wurde.
Von
G. Schiegl
Scharfe Regeln gegen illegale Beschäftigung: Wer künftig auf dem Bau oder in der Großküche ohne Ausweis erwischt wird, beschert dem Arbeitgeber kräftige Geldstrafen.
Insgesamt hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Münchner Zolls 4700 Fälle allein im Jahr 2004 aufgedeckt. Der Schaden summiert sich auf sechs Millionen Euro.
Von
Von Otto Fritscher
Der Münchner Altenheimträger Münchenstift will illegales Lohndumping am Bau bekämpfen. Künftig sollen von ihm beauftragte Baufirmen stärker kontrolliert werden. Doch der Industrieverband übt Kritik.
Von
Bernd Kastner
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe in seiner früheren Firma illegal Schwarzarbeiter beschäftigt.
Die Bundesregierung hat das umstrittene Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit entschärft. Die Regeln für Mini-Jobs in Privathaushalten werden künftig sogar lockerer sein als bisher.
Von
Von Ulrich Schäfer
Ein Drittel der Deutschen hat im vergangenen Jahr Leistungen schwarz bezahlt. Die Regierung will das Massenphänomen Schwarzarbeit stärker bekämpfen - doch Mindestlöhne würden das Problem noch verschärfen.
Von
Björn Finke
Aus der Illegalität heraus: In Deutschland ist im vergangenen Jahr so wenig schwarz gearbeitet worden wie seit 15 Jahren nicht mehr. Doch was passiert nach dem 1. Mai?
Wegen Verdacht auf Schwarzarbeit haben Fahnder des Zolls den Bayerischen Hof, das Mandarin Oriental und andere Nobelherbergen durchsucht.
Von
Bernd Kastner
Wer seine Putzfrau schwarz beschäftigt, muss künftig offenbar mit hohen Bußgeldern rechnen. Der Fiskus erwartet dadurch jährliche Mehreinnahmen von einer Milliarde Euro.
Bisher war die Regierung bei Schwarzarbeitsdelikten oft hilflos. Das soll nun anders werden: Das Kabinett hat ein Programm "für Recht und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt" beschlossen.
Höhere Strompreise, Rente mit 67, teure Zahnarztbesuche und steigende Beiträge bei der privaten Krankenversicherung: 2012 wird in mancherlei Hinsicht kein angenehmes Jahr für Verbraucher. Kleine Verbesserungen gibt es immerhin für Hartz-IV-Empfänger, Eltern und Menschen, die kranke Angehörige pflegen.
Die wichtigsten Veränderungen
in Bildern.