Meinung
Absurd aufgebläht und anfällig für Korruption: Griechenlands Staatsdienst hat bisher die Regierung unter Druck gesetzt und Reformen verhindert. So wuchs die Kluft zwischen Reichen und Armen. Nun müssen 15.000 Beamte gehen. Wären sie früher entlassen worden, gäbe es heute vielleicht ein paar Arbeitslose weniger.
Ein Kommentar von Christiane Schlötzer, Athenmehr...
Das Hilfspaket ist geschnürt, Zypern scheint gerettet. Doch wenn die Banken in dieser Woche wieder öffnen, droht womöglich Chaos. Deshalb sollen alle Geldhäuser geschlossen bleiben. Der zyprische Präsident Anastasiadis kündigt Einschränkungen des Kapitalverkehrs an.
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Die Arbeitslosigkeit steigt, viele verlieren den Großteil ihres Vermögens, erste Selbstmordversuche werden gemeldet: Für die Zyprer wird nichts mehr so sein, wie es einmal war. Aber auch für Europa bricht ein neues Zeitalter an - denn was in Zypern geschieht, hat es bisher in keinem anderen Land gegeben.
Von Christiane Schlötzer, Nikosiamehr...
Erst verworfen, jetzt wird sie wohl doch kommen: Laut Medienberichten hat sich Zypern mit der Euro-Gruppe auf eine Sonderabgabe auf Bankguthaben geeinigt. Die Kunden der Bank of Cyprus sollen demnach 20 Prozent ihres dort lagernden Vermögens abtreten müssen. Die Gespräche zur Rettung des Landes sind nach Angaben der Regierung in Nikosia in einer "heiklen Phase".
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Die umstrittene Zwangsabgabe für die Kunden zyprischer Banken hat das Land in die Krise gestürzt: Nachdem die Parlamentsabstimmung über das mühsam ausgehandelte Hilfspaket nach massiver Kritik erneut verschoben wurde, bleiben die Banken des Landes nun vorerst geschlossen.
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Die privaten Sparbücher bleiben unangetastet, hatte Zyperns Präsident Anastasiades erst versprochen. Im Parlament muss er um Zustimmung für den radikalen Kurswechsel fürchten. Zur Besänftigung verspricht Anastasiades den geprellten Sparern Aktien der geretteten Banken - und stellt Anlegern, die ihr Geld trotz dieses Vertrauensbruchs im Land lassen, weitere Entschädigungen in Aussicht.
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Meinung
Seit drei Jahren quält sich Europa mit einer Lösung für die Krise, unter dem ökonomischen Druck bröselt die Politik. Wenn die Börsenhändler auf das italienische Wahlergebnis reagieren und die Defizitzahlen in Anleihenkurse umrechnen, geht die Krise in die nächste Runde. Die Deutschen werden dann nicht so tun können, als gehe sie das alles nichts an.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
555 Millionen Euro aus Athen: Die Europäische Zentralbank verdient gut daran, dass sie Staatsanleihen aus Krisenstaaten gekauft hat. Erstmals veröffentlicht die EZB, wie massiv sie Italiens Regierung geholfen hat.
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Der harte Sparkurs in Griechenland trägt womöglich bald Früchte. Finanzminister Stournaras übt sich zumindest in Zuversicht nach sechs Jahren Dauerkrise. Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds, gibt sich allerdings noch lange nicht zufrieden.
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"Miserables Jahr für Europa": EU-Sozialkommissar László Andor zeichnet bei der Vorstellung des Sozial- und Beschäftigungsberichts ein düsteres Bild von den Zuständen auf dem alten Kontinent. Besonders pikant: In der Euro-Zone ist die Lage dramatisch schlechter als im Rest Europas.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Lange Zeit schien es, als stünde der Austritt Griechenlands aus der Währungsunion unmittelbar bevor. Doch nicht erst die Heraufstufung des Landes durch die Ratingagentur Standard & Poor's macht deutlich: Davon kann keine Rede mehr sein.
Von Hans von der Hagenmehr...
Endlich gute Noten von einer Ratingagentur: Standard & Poor's hat die Bewertung für Griechenland kräftig erhöht - um sechs Stufen. Damit würdigt die Agentur die neuen Hilfszusagen der Euro-Gruppe und das erfolgreiche Schuldenrückkauf-Programm der Regierung in Athen. Freuen darf sich darüber auch ein Hedgefonds in den USA.
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Meinung
Die Krise zwingt die EU zu Beschlüssen, die sie niemals getroffen hätte, ginge es nicht ums nackte Überleben. Nun sind wieder ein paar Lichter an in Europa. Einige leuchten sogar so hell, dass sie den Weg aus der Krise weisen. Entwarnung wäre aber unangebracht.
Ein Kommentar von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Europa soll durch einen Umbau grundlegend verstärkt werden. In der Frage der Bankenaufsicht ist der Durchbruch beim Brüsseler Gipfel gelungen. Doch vor dem großen Wurf einer dauerhaften Reform der Wirtschafts- und Währungsunion scheuen die EU-Staaten noch zurück - zuerst müssen wichtige Grundfragen geklärt werden.
Von Martin Winter, Brüsselmehr...
EU-Ratspräsident Van Rompuy provoziert, Frankreichs Präsident Hollande springt ihm bei, die Kanzlerin bremst beide aus: Vor dem EU-Gipfel in Brüssel herrscht Streit darüber, wie die Gemeinschaft künftigen Krisen begegnen soll. Worüber genau wird verhandelt? Welche Ergebnisse sind zu erwarten? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Von Oliver Klasenmehr...
Die Hängepartie um die Auszahlung der nächsten Hilfsgelder ist beendet: Griechenland hat den Schuldenrückkauf erfolgreich gemeistert. Aus Sicht der Geldgeber-Troika ist das Land jetzt in der Lage, seine Schulden abzutragen, ohne das eigene Wachstum zu gefährden. Endgültig freigeben wollen die Euro-Kassenhüter die nächste Tranche am Donnerstag.
Von Christiane Schlötzermehr...
Die griechische Regierung kauft ihre eigenen Schulden günstig zurück und will so Milliarden sparen. Eigentlich sollte das Angebot am Freitagabend auslaufen - doch Athen verlängert nun die Frist bis Dienstag.
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Noch im Sommer tat sich die CSU mit lauten Rufen nach einem Rauswurf Griechenlands aus der Euro-Zone hervor. Jetzt empfing Bayerns Ministerpräsident Seehofer den griechischen Regierungschef Samaras wie einen alten Freund und bekundete "größten Respekt" für dessen Reformanstrengungen - eine überraschende Wendung.
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Mit dem Kauf eigener Anleihen wollte Griechenland seinen Schuldenstand um 20 Milliarden drücken. Nun berichten Medien, dem Staat sei die Aktion gelungen. Ihr Erfolg ist eine Voraussetzung für neue internationale Hilfen an das Land.
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Schiffsverkehr ist so ziemlich das Einzige, bei dem die griechische Wirtschaft Weltspitze ist. Die reichen Reederfamilien zahlen praktisch keine Steuern und bunkern ihr Geld in der Schweiz. Ihre Privilegien sind sogar in der Verfassung abgesichert - und die Regierung handelt nur halbherzig.
Von Jannis Brühlmehr...
Auf einem Platz mit Kolumbien: Athen ist nicht nur hochverschuldet, sondern hat zudem die bestechlichste Verwaltung Europas und rutscht weltweit im Korruptionsindex ab. Deutschland schafft es im internationalen Vergleich nicht unter die ersten Zehn.
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Vor der Debatte gab es einigen Unmut, nun hat eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten dem Griechenland-Hilfspaket zugestimmt - allerdings verfehlt die Koalition abermals die Kanzlermehrheit. Doch was hat der Bundestag eigentlich beschlossen? Was ist anders als bei früheren Paketen? Und wie teuer wird es für Deutschland? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Von Oliver Klasenmehr...
So richtig wissen SPD und Grüne auch nicht, was sie an dem neuen Griechenland-Rettungsbeschluss auszusetzen haben. Darum tun sie so, als wäre das alles irgendwie auch ihre Idee - und stimmen zu. Finanzminister Schäuble kann das nur recht sein.
Von Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Unehrlichkeit, Taktiererei, Verbrennen von Steuergeldern: Vor der Abstimmung über das neue Hilfspaket für Griechenland teilt die Opposition im Bundestag gegen die Bundesregierung aus - doch stimmt dem Beschluss trotzdem zu. Nur die Linke will klagen.
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Ein Ja zum Griechenland-Paket von der Opposition: SPD und Grüne wollen im Bundestag für die neu ausgehandelten Hilfen stimmen. Zugleich werfen die Sozialdemokraten der Regierung aber Opportunismus vor.
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