Jeden Tag werden in Spanien 500 Immobilien zwangsgeräumt, weil Hypotheken nicht mehr bezahlt werden können. Bisher gab es gegen die Räumungen keine juristische Handhabe - selbst wenn es Zweifel an den Verträgen gab. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs ändert das jetzt.
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Europa erholt sich langsamer als erwartet, die EU-Kommission muss ihre Vorhersage korrigieren: Statt endlich wieder zu wachsen, schrumpft die Wirtschaft in der Währungsunion weiter. Die Arbeitslosigkeit steigt und und auch im Kampf gegen die Schulden gibt es schlechte Nachrichten.
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Der Staat spart und die Arbeitslosigkeit ist hoch: Spanien fasst keinen Tritt. Zum Ende des vergangenen Jahres ist die Wirtschaft des Landes so stark geschrumpft wie seit einem Jahr nicht mehr. Jetzt will die Regierung handeln.
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Hunderte Milliarden Euro sind in den vergangenen Jahren aus Griechenland, Spanien und anderen Krisenstaaten abgeflossen. Nun ist die Kapitalflucht aus der Euro-Peripherie gestoppt - die Investoren fassen offensichtlich wieder Vertrauen: Erstmals seit 2009 nahmen die Investitionen wieder zu.
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"Miserables Jahr für Europa": EU-Sozialkommissar László Andor zeichnet bei der Vorstellung des Sozial- und Beschäftigungsberichts ein düsteres Bild von den Zuständen auf dem alten Kontinent. Besonders pikant: In der Euro-Zone ist die Lage dramatisch schlechter als im Rest Europas.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
In Spanien hat sich ein Mann mit Benzin übergossen und angezündet - aus Verzweiflung über die Folgen der Krise. Es ist ein besonders aufsehenerregender Fall, aber nur einer von vielen Suiziden und Selbsttötungsversuchen, zu denen es derzeit in Spanien kommt. Immerhin häufen sich gleichzeitig Formen von ungewöhnlicher Solidarität.
Von Sebastian Schoeppmehr...
Jede Woche lassen spanische Banken 1000 Immobilien räumen. Deren Besitzer können die Kredite nicht mehr bedienen. Nun nahmen sich zwei von ihnen das Leben. Die Regierung stoppte die Vollstreckungen - das Problem löst das aber nicht.
Von Thomas Urban, Madridmehr...
In den EU-Krisenländern fahren die Regierungen einen harten Sparkurs, Zehntausende demonstrierten europaweit dagegen. In Spanien, Italien und Portugal kam es neben friedlichem Protest zu Krawallen, zahlreiche Menschen wurden verletzt.
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Spaniens Regierung will Demonstranten verbieten, Übergriffe von Polizisten zu dokumentieren und ins Netz zu stellen. Nun regt sich Widerstand von Aktivisten und Juristen. Der Streit ums Fotografieverbot ist brisant, weil es viele Spanier an die Franco-Diktatur erinnert - und zeigt, wie weit sich Politik und Bürger schon voneinander entfernt haben.
Von Sebastian Schoeppmehr...
Die Wirtschaftsleistung schwindet seit fünf Quartalen, die Rezession vernichtet Arbeitsplätze, die Probleme im Finanzsektor sind lange nicht gelöst: Spaniens Situation ist unsicherer denn je. Auf positive Nachrichten folgt meist schnell ein Dämpfer.
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Die Wirtschaftskrise befeuert sich selbst: Der drastische Einbruch der Konjunktur und die extreme Arbeitslosigkeit erschweren vielen Spaniern die Rückzahlung ihrer Kredite. Binnen kurzer Zeit hat sich nun das Volumen an faulen Darlehen gefährlich vergrößert.
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Schöne Wohnung, guter Job: In Spanien hatten sich viele Menschen auf ein Leben in Sicherheit eingestellt. Doch die Krise ändert alles. Plötzlich haben normale Bürger Probleme, das Nötigste zum Leben zusammenzubekommen.
Von Joseba Elola, El Paísmehr...
"Ramschniveau" war das gefürchtete Wort. Doch entgegen den Erwartungen verschont die Ratingagentur Moody's Spanien und wertet seine Staatsanleihen nicht ab. Allerdings verkündet Moody's mit der guten auch eine schlechte Nachricht.
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Für Athen wird es kurz vor dem EU-Gipfel eng: Das Land braucht dringend Geld, dass am Freitag die nächste Hilfstranche freigegeben wird, ist aber unwahrscheinlich. Auch Spanien hofft auf frisches Geld ohne zusätzliche Reformauflagen - will sich aber noch nicht auf einen konkreten Weg festlegen.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
"Es wären zwei weitere Jahre notwendig, damit das Land tatsächlich die Haushaltskonsolidierung bewältigen kann, die angedacht ist": IWF-Chefin Christine Lagarde plädiert dafür, Krisenländern wie Griechenland und Spanien mehr Zeit zu geben. Die Ratingagentur S&P rechnet allerdings mit Problemen bei der Durchsetzung der Reformen - und stuft die Bonität Spaniens um zwei Stufen ab.
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Es könnte der Vorbote für die befürchtete Abwertung spanischer Staatsanleihen sein: Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit vier spanischer Banken herabgesetzt, die einem Fonds der Regierung gehören.
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Spaniens Ministerpräsident versucht der Welt zu beweisen, dass er sein Land durch die Krise steuern kann. Für kommendes Jahr plant Rajoy ein gewaltiges Sparprogramm. Reicht das?
Von Hans von der Hagenmehr...
Spanien bekommt milliardenschwere Notkredite für seine Banken - doch das Land könnte das Geld auch gut anders verwenden, schlägt Ministerpräsident Rajoy vor: um die Zinsen zu drücken. Dagegen regt sich Widerstand.
Von Javier Cáceres und Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Die Finanzkrise in Spanien verstärkt separatistische Bestrebungen im wohlhabenden Nordosten des Landes: In einem Protestzug von bislang beispielloser Größe sind in Barcelona etwa 1,5 Millionen Menschen auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen die Zentralregierung in Madrid. Ihr Diktum: "Katalonien ist nicht Spanien."
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Die Krise in Spanien spitzt sich zu, ungeachtet aller Sparbemühungen der Regierung. Im ersten großen Fernsehinterview seit seinem Amtsantritt versucht Spaniens Ministerpräsident Rajoy dennoch, sich als Mann zu zeigen, der die Fäden in der Hand hält - und nicht als Getriebener.
Von Barbara Galaktionowmehr...
Nicht nur Bundeskanzlerin Merkel verschiebt ihre roten Linien in der Euro-Krise. Auch der spanische Regierungsschef muss von seinen Prinzipien abrücken: Nach und nach bereitet er sein Land auf Finanzhilfen aus dem Ausland vor. Gleichzeitig verbittet er sich aber eine Einmischung in spanische Angelegenheiten.
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In Spanien und Griechenland herrschen die höchsten Arbeitslosenraten, die von der UN erfasst werden. Junge Menschen trifft es am härtesten: Mehr als die Hälfte von ihnen in beiden Ländern hat keinen Job. Selbst die Zahlen aus dem afrikanischen Mali sind besser - auch wenn die Staaten schwer vergleichbar sind.
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Madrid bekommt schon jetzt 100 Milliarden Euro - aber nur für die maroden Banken. Der spanische Staat legt viel Wert darauf, dass er selbst nicht unter dem Rettungsschirm ist. Doch der Druck der Finanzmärkte steigt - hinter den Kulissen gibt es offenbar Verhandlungen, die Hilfe für Spanien auszuweiten.
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Der gefährlichste Monat für die Weltwirtschaft: Ein Studie belegt, dass in den vergangenen Jahrzehnten mit Abstand die meisten Finanzkrisen im September
begonnen haben. 2012 könnte es besonders dramatisch werden, denn dann geht es für die Gemeinschaftswährung um alles. Was nach der Sommerpause auf die Euro-Zone zukommt.
Von Benjamin Rombergmehr...
Noch im Mai gab es einen Rekordwert bei den Ausfuhren, doch jetzt schwächelt einer der wichtigsten Absatzmärkte für die deutsche Wirtschaft: Die kriselnden Euro-Staaten kaufen weniger Exportgüter aus Deutschland. Das könnte sich verschärfen, wenn etwa Spaniens Industrie weiter leidet.
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