Mit Sahra Wagenknecht in eine sozialistische Zukunft: Wie die Galionsfigur der Linken Führungskräften der Wirtschaft ziemlich gekonnt die Stirn bietet. Irgendwie müssen ihr manchmal alle recht gegeben, aber das geht natürlich nicht. Auf gar keinen Fall.
Von
Thorsten Denkler, Berlin
Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht über ihr Verhältnis zu Goethe - und ob Linke zu wählen die logische Folge dieser literarischen Liebe ist.
Interview:
Sabine Reithmaier
Sahra Wagenknecht, Parteivize der Linken, über Chancen für ein Linksbündnis in NRW und warum sich ihre Partei nicht in Regierungspflichten sieht.
Interview:
T. Denkler, Rostock
Ein Foto-Interview, in dem die Politikerin von der Linkspartei nichts sagt und doch alles verrät: über ihr Gehalt, Gemeinsamkeiten mit Rosa Luxemburg, Spinner in ihrer Partei und jene verborgenen Angewohnheiten, die sie vor den Genossen lieber verheimlicht.
Sahra Wagenknecht von der Linkspartei über Luxus und Klassenkampf, warum sie BMW verstaatlichen will und Deutschland nicht für eine Demokratie hält.
Interview:
Alexander Hagelüken und Alexander Mühlauer
Die Linke dürfe sich nicht - wie in Berlin - in eine Regierung einbinden, die neoliberale Politik betreibe - die Vorstandsfrau Sahra Wagenknecht im Gespräch mit sueddeutsche.de. Die Politiker über Oskar Lafontaine, eine Spaltung der Linken und eine Unterstützung der kolumbianischen Farc-Rebellen.
Interview:
Silke Lode
Die Politikerin der Linken, Sahra Wagenknecht, hat Verständnis für den venezolanischen Präsidenten Chavez geäußert. Dieser hatte Bundeskanzlerin Merkel in die Nähe Hitlers gerückt.
Der linke Flügel der Linkspartei schlägt die bekennende Kommunisten Sahra Wagenknecht für den stellvertretenden Parteivorsitz vor - und löst damit Streit aus.
SPD-Chef Gabriel schließt eine Koalition mit der Linken im Bund aus - was die Sozialisten einmütig erbost: Die SPD wolle wohl dauerhaft Juniorpartner der Kanzlerin bleiben, ätzen die Linken-Reformer Bartsch und Ramelow im Gespräch mit Süddeutsche.de. Parteivize Sahra Wagenknecht wirft den Sozialdemokraten vor, offenbar "lieber den Krieg der Finanzmafia" zu unterstützen, statt die Demokratie zu verteidigen.
Von
Oliver Das Gupta
Empörung bei der Linken: Mehr als ein Drittel ihrer Abgeordneten im Bundestag soll vom Verfassungsschutz kontrolliert werden - darunter fast die gesamte Führungsriege. Fraktionschef Gysi bezichtigt den Verfassungschutz der Lüge, Parteichef Ernst kündigt eine Untersuchung an - CDU-Politiker rechtfertigen dagegen die Observierungen.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz steht wegen Berichten über die Beobachtung linker Bundestagsabgeordneter parteiübergreifend massiv in der Kritik: "Wenn das tatsächlich wahr ist, wäre das unerträglich", sagte Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger der SZ. Der Präsident des Verfassungsschutzes spricht von "künstlicher Aufregung" - und bekommt Rückendeckung von der Kanzlerin.
Von
Daniel Brössler und Jan Bielicki
Heftiger Schlagabtausch im Bundestag zur Überwachung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz: Die Abgeordneten der Linken geben sich kampfeslustig, werfen Schwarz-Gelb vor, die Geheimdienste parteipolitisch zu instrumentalisieren. Unterstützung erhalten sie von SPD und Grünen. Bundesinnenminister Friedrich hingegen verteidigt die Beobachtung der Linke-Parlamentarier.
Von
Kathrin Haimerl
Die Bundesregierung streitet über Sinn und Unsinn der Beobachtung von Linkspartei-Politikern durch den Verfassungsschutz streitet. Die SZ dokumentiert, welche 27 Abgeordnete überwacht werden. Darunter befinden sich auch die Partei- und Fraktionsvorstände wie Gregor Gysi.
Der Verfassungsschutz beobachtet 27 Abgeordnete der Linken, darunter Radikale, aber auch Reformer. Eine Systematik ist nicht zu erkennen, ein Merkmal sticht unter den Betroffenen allerdings deutlich heraus. Innenminister Friedrich hat darauf nun reagiert: Er will die Liste überprüfen lassen.
Von
Thorsten Denkler und Oliver Das Gupta
Die Europa-Abgeordnete Sahra Wagenknecht ist bei einem opulenten Hummer-Essen fotografiert worden - und ließ hinterher Fotos von der Kamera einer Parteikollegin löschen.
Meinung
Die schwarz-gelbe Koalition hat es ihren Anhängern in den vergangenen Monaten schwer gemacht: Die FDP hat sich selbst zerstört und liegt bei zwei Prozent. Der Union sind im letzten Jahr so viele Gewissheiten abhandengekommen, dass ihr Kern nicht mehr zu finden ist. Mancher Stamm-Wähler flüchtet zu den Piraten.
Ein Kommentar von
Kurt Kister
Wer führt die Linke? Ein neues Duo für den Parteivorsitz wird noch gesucht, da prescht Gregor Gysi mit einem Vorschlag für die Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl 2013 vor: Er selbst wolle es machen, und Oskar Lafontaine sei dazu wohl auch bereit.
Meinung
Die FDP will nur attraktive Frauen auf ihren Wahlplakaten. Aber Sexismus ist kein alleiniges Problem dieser Partei. Noch immer werden Politikerinnen vielfach auf ihr Aussehen reduziert - und damit marginalisiert.
Ein Kommentar von
Mirjam Hauck
"Die gehen an der Realität vorbei": SPD-Bundesvorstandsmitglied Ralf Stegner lehnt es grundsätzlich ab, mit den Linken zu koalieren. Während Parteikollegen aus dem linken SPD-Flügel sich das durchaus vorstellen können. Für Empörung bei den Linken sorgt ein Bericht, dass der Verfassungsschutz 27 ihrer Bundestagsabgeordneten beoobachtet - mehr als ein Drittel der Fraktion.
Hände schütteln, Küsschen rechts und links, Erinnerungsfotos mit Polaroid-Kamera: In Saarlouis präsentieren sich Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine den Bürgern beim Glühweintrinken. Es ist der erste gemeinsame Auftritt, seit die beiden Politiker ihre Partnerschaft öffentlich gemacht haben.
Von
Oliver Klasen, Saarlouis
Innenminister Friedrichs Plan, Neonazis in einer zentralen Datei zu erfassen, stößt auf viel Skepsis: Die SPD pocht auf einen baldigen Masterplan für ein NPD-Verbot, Grünen-Chefin Roth und Linken-Vize Wagenknecht wollen zuerst klären, ob staatliche Stellen in den NSU-Terror verstrickt sind. Selbst Friedrichs Kabinettskollegin Leutheusser-Schnarrenberger kann sich nicht für seine Register-Idee erwärmen.
Von
Thorsten Denkler und Oliver Das Gupta
Das Jahr hatte es in sich: Guttenberg stürzt und kommt wieder, Steinbrück reitet eine Welle der Aufmerksamkeit. Kretschmann versetzt die Grünen in einen Rausch, der für Künast böse endet. Wulff muss kämpfen und der Pirat überrascht alle anderen. Doch welcher Politiker hat Deutschland 2011 wirklich verändert? Stimmen Sie ab!
Von
Thorsten Denkler und Michael König
Vor einem Jahr verlor er den Machtkampf gegen Ex-Parteichef Lafontaine, jetzt versucht Dietmar Bartsch ein Comeback: Nach langen Spekulationen hat der Reformer angekündigt, für den Linken-Parteivorsitz kandidieren zu wollen - Gysi und Lafontaine reagierten zurückhaltend.
Über Kreuz mit Lafontaine, unbeliebt im Westen: In der Linkspartei dachten viele, aus Dietmar Bartsch kann nichts mehr werden. Nun ist der Reformer angetreten, das Gegenteil zu beweisen. Eine Doppelspitze Bartsch/Wagenknecht könnte eine Chance für die Partei sein - doch dafür braucht es einen innerparteilichen Friedensschluss.
Ein Kommentar von
Daniel Brössler
Neue Runde im Machtgerangel bei der Linken: Die Traditionalistin Wagenknecht lehnt es ab, gegen den Reformer Bartsch anzutreten, führende Funktionäre positionieren sich für oder gegen Bartsch - auch Ex-Parteichef Bisky zeigt seine Präferenz.