Die Polizei macht Platz für Stuttgart 21: Mehr als 2000 Beamte haben den Schlossgarten weitgehend geräumt. Aktivisten werfen der Polizei vor, "aggressiv und provozierend" aufzutreten. Nur noch einzelne Parkschützer haben sich festgekettet oder sitzen auf Bäumen und beharren darauf: "Wir hängen an den Bäumen." Doch bereits am Nachmittag könnten die ersten Platanen gefällt werden.
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Verkehrsminister Ramsauer bittet die S21-Gegner, "nicht den schlechten Verlierer" zu geben. Doch die fühlen sich im Recht und kritisieren das Stresstest-Gutachten, wonach Stuttgart 21 leistungsfähiger ist als der Kopfbahnhof. Tübingens grüner Oberbürgermeister Palmer liest darin genau das Gegenteil - und fordert eine zweite Belastungsprobe. Bahnchef Grube gibt sich zurückhaltend.
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"Der Bahnhof wird gebaut": Grünen-Chef Özdemir ruft dazu auf, den Volksentscheid zu akzeptieren. Auch in der Union blickt man nach vorn und spricht schon über eine Beteiligung des Bundes an den Mehrkosten des Projektes S21.
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Die Bahn setzt am Stuttgarter Bahnhof Bäume um - freiwillig. Trotzdem flammen die Proteste wieder auf, es kommt zu Rangeleien. Die S21-Gegner frohlocken: Können sie Ministerpräsident Mappus im Wahlkampf doch noch gefährlich werden?
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Michael Königmehr...
Dafür oder dagegen: Wenn es um Stuttgart 21 geht, kennen die Menschen in Baden-Württembergs Landeshauptstadt keine Neutralität. Sogar der liebe Gott soll sich entscheiden. Dass ihn der ironiebegabte SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel für einen Befürworter des Bahnhofsprojekts hält, erzürnt Christen in seiner Partei.
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Roman Deiningermehr...
Friedlicher Protest war ihnen zu wenig: Stuttgart-21-Gegner stürmten in der Nacht die Baustelle des geplanten Tiefbahnhofs und zündeten Böller. Dabei sollen sie auch Polizeibeamte verletzt haben - ein Zivilpolizist wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Während die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hat, dementieren die "Parkschützer" die Gewalt gegen die Beamten.
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Der Tiefbahnhof kommt, das Volk will es so: Eine Mehrheit von knapp 59 Prozent spricht sich bei der Volksabstimmung in Baden-Württemberg für das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 aus. Während die Befürworter feiern, spricht der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann von einem "guten Tag für die Demokratie". Er will das Projekt nun "kritisch-konstruktiv" begleiten. Nicht jeder Bahnhofsgegner zeigt so viel Einsicht.
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Roman Deininger und Michael König, Stuttgartmehr...
Das umstrittene Stuttgarter Bahnhofsprojekt könnte auf ungeahnte Weise gestoppt werden: Ein Zusammenschluss von Privatbahnen will oberirdische Gleise weiter betreiben, falls der Tiefbahnhof gebaut wird - und bereiten sich auf eine Klage vor.
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Roman Deininger, Stuttgartmehr...
Der Stresstest ist bestanden, doch damit geht der Ärger erst richtig los: Stuttgart 21 sei um 30 Prozent leistungsfähiger als der jetzige Kopfbahnhof, sagen die Gutachter. Die Bahn wähnt sich am Ziel. Aber die Gegner werfen ihr Schummelei vor - und kündigen die Zusammenarbeit mit Schlichter Heiner Geißler auf. Der argwöhnt in der SZ, die Hardliner hätten sich durchgesetzt.
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Michael König, Roman Deininger und Martin Kotynekmehr...
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Die letzte Bastion der S21-Gegner im Schlossgarten fällt: Die Polizei räumt ihr Protestlager und macht den Weg frei für weitere Bauarbeiten. Bis zu 200 Jahre alte Bäume müssen dafür weichen.
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Neuer Streit um die Ausstiegskosten aus dem umstrittenen Bahnhofsprojekt Stuttgart 21: Ein neues Gutachten veranschlagt diese bei 350 Millionen Euro - einem Bruchteil des Betrags der Deutschen Bahn. Und auch an anderer Stelle zoffen sich Bahnchef Grube und Verkehrsminister Herrmann.
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Nach Ausschreitungen bei Protesten haben Polizei und Staatsanwaltschaft Büros von Stuttgart-21-Gegnern durchsucht. Am 20. Juni sollen Demonstranten einen Zivilbeamten an Kopf und Hals verletzt haben. Die Parkschützer bestreiten das - und erheben Vorwürfe gegen Polizei und Staatsanwaltschaft.
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Wolfgang Jaschenskymehr...
Die Bauarbeiter sind wieder da - und die Demonstranten auch: Nach zwei Monaten Baustopp nimmt die Bahn ihre Arbeiten an Stuttgart 21 wieder auf. Mehr als 130 Gegner des umstrittenen Großprojekts protestieren vor der Baustelle und blockieren eine Zufahrt - bis die Polizei einschreitet.
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Kommt der Tiefbahnhof oder nicht? Das liegt nun in den Händen des Volkes. Boris Palmer, grüner Tübinger OB und Wortführer der Stuttgart-21-Gegner, ist optimistisch, das Projekt noch stoppen zu können. Im Gespräch mit sueddeutsche.de spricht Palmer über unverständliche Wahlzettel, den Fall einer Mehrheit ohne Quorum und ein Ende des Widerstands gegen S21.
Interview:
Michael Königmehr...
Der Druck im Kessel steigt: In Stuttgart rüsten sich Befürworter und Gegner des Tiefbahnhof-Projekts S21 für die Bekanntgabe des Ergebnisses der Volksabstimmung. Während die Befürworter stille Zuversicht üben, sind die S21-Gegner hin- und hergerissen zwischen letzter Hoffnung und vorauseilender Wut.
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Michael König, Stuttgartmehr...
Der Bund in der Finanzklemme: Ein Viertel der Bahnprojekte ist nicht rentabel, errechnete das Verkehrministerium. Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm gehört laut Minister Ramsauer aber nicht dazu.
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Es gibt kaum einen Stuttgarter, der in diesen Tagen nicht seine Gesinnung zum Bahnhofsneubau am Körper zur Schau stellt. Doch während normalen Bürgern das Tragen von T-Shirts, Schals und Ansteckern zu S21 erlaubt ist, untersagten die Stadtoberen Verwaltungsangestellten das öffentliche Bahnhofs-Bekenntnis. Die zogen gegen das Verbot vor Gericht.
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Roman Deininger, Stuttgartmehr...
Die Schlichtung zu Stuttgart 21 ist mit einer Überraschung zu Ende gegangen. Heiner Geißler zauberte zur Überraschung fast aller kurz vor Schluss der Gespräche ein Kompromisspapier aus dem Hut: eine Kombination aus Kopf- und Tiefbahnhof. "Frieden für Stuttgart" hat er diesen Vorschlag genannt. Ob es dazu kommt, ist allerdings fraglich: Befürworter und Gegner reagierten mit Skepsis.
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Roman Deininger und Martin Kotynekmehr...
Überraschend hatte der Projektleiter von Stuttgart 21, Hany Azer, hingeschmissen. Will die Bahn damit den Abschied von dem umstrittenen Projekt einleiten, wie die Gegner hoffen?
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Roman Deininger und Daniela Kuhrmehr...
Ein halbes Jahr nach der Schlichtung von Heiner Geißler ist die Lage im Streit um Stuttgart 21 so verfahren wie eh und je: Bahnchef Grube hat zwar ein Friedensangebot gemacht, doch das ist leicht vergiftet. Insofern könnte ein heißer Protestsommer bevorstehen.
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Dagmar Decksteinmehr...
Stuttgart 21 wird gebaut: Das Gute an diesem Ergebnis des Volksentscheids ist sein klares Ergebnis. Am Bahnhofsprojekt gibt es nichts mehr zu rütteln. Jetzt kann das Gezeter enden - und die Bahnhofsgegner gewinnen die Erkenntnis: Sie haben nicht nur die Mehrheit der Baden-Württemberger gegen sich, sondern auch die Mehrheit der Stuttgarter.
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Detlef Esslingermehr...
Schon vor der ersten Sitzung des Untersuchungsausschusses zum umstrittenen Polizeieinsatz bei den S21-Demos steht für SPD und Grüne der Schuldige fest: Ministerpräsident Mappus.
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Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus äußert sich zu dem durch einen Wasserwerfer verletzten Rentner - und warnt die konservativen Wähler vor Leihstimmen für die FDP.
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Sieben Monate nach dem brutalen Vorgehen der Stuttgarter Polizei gegen Demonstranten im Schlossgarten nimmt der verantwortliche Polizeipräsident seinen Hut: Siegfried Stumpf gibt sein Amt Ende April auf - offiziell aus gesundheitlichen Gründen.
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Nach viereinhalb Stunden ist alles vorbei: Knapp 2000 Beamte räumen in der Nacht auf Freitag eine Demo gegen Stuttgart 21 - der Weg für den Abriss des Südflügels ist frei. Die Aktion verläuft friedlich, obwohl Teile der Protestbewegung vehement versuchen, Aggressionen zu schüren. Es zeigt sich das Problem der verbliebenen S21-Gegner: Sie kämpfen schon so lange, sie können nicht mehr anders.
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Michael Königmehr...
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