So beliebt ist Angela Merkel, dass die SPD gleich mit drei Mann gegen die Kanzlerin Wahlkampf führen will: Steinbrück, Gabriel und Steinmeier bilden die Troika der Genossen. Aber Kanzler werden kann nur einer allein. Wer hat das Zeug zum Wahlsieger? Was sind die Stärken und Schwächen der drei Kandidaten?
Ein Vergleich. Von
Thorsten Denkler, Berlin
Strampeln in strammer Haltung: Zerreißproben in Zeiten des Dopings: Rudolf Scharping folgt seinen Überzeugungen und kollidiert dabei mit den Erwartungen anderer.
Von
Holger Gertz
Meinung
Parteitage der SPD waren oft beklemmend, doch nun präsentieren sich die Genossen gereift. Der Streit zwischen den Flügeln wird mit Respekt ausgetragen. Auf die Partei wartet jedoch eine Herausforderung: Aus dem Triumvirat Gabriel, Steinbrück und Steinmeier muss der SPD-Kanzlerkandidat auf friedliche Art gekürt werden. Denn der Sieger einer verletzenden Schlacht gewinnt nicht gegen Angela Merkel.
Ein Kommentar von
Susanne Höll, Berlin
Ein britischer Fernsehkoch trägt den Spitznamen "Fearlessly-Eatsitall", weil er in seiner Sendung wirklich alles isst, gerne auch mal überfahrene Tiere. Doch die Briten tragen auch solche Spitznamen mit großer Würde und Selbstverständlichkeit. Denn ihre Namen sind ihnen ganz allgemein heilig.
Von
Christian Zaschke
Grässlich, aber gar nicht so schlimm: Zum Auftakt der ZDF-Info-Reihe "Wie tickt..." offenbart Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel, wie sie die Welt sieht.
Von
Martin Wittmann
Der deutsche Wähler schätzt Sachkompetenz - normalerweise. Bei der Wahl in Berlin ließen sich die Menschen vor allem von Gefühlen leiten. Warum die Piraten so beliebt sind und Klaus Wowereit auch mit einem Wohlfühl-Wahlkampf sein Ziel erreicht hat.
Von
Felix Berth
Viele Bürger orientieren sich eher an Personen als Programmen, Politiker setzen auf gefühlige Bilder und menschelnde Geschichten. Virtuos bediente der Ex-Verteidigungsminister Guttenberg die Ressentiments des Stammtischs und den Populismus des Boulevards. Doch der Fall Guttenberg zeigt auch, dass es gefährlich sein kann, wenn Politiker ihr Image selbst gestalten wollen.
Ein Gastbeitrag von Ex-Regierungssprecher
Thomas Steg
Der Radfahrer Patrik Sinkewitz wurde positiv auf das Wachstumshormon hGH getestet. Als Wiederholungstäter droht dem früheren Doping-Kronzeugen nun eine lebenslange Sperre.
Schon der erste Verteidigungsminister der noch jungen Bundesrepublik musste erfahren, wie wackelig der Stuhl ist. Die Chancen für Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière, das Amt unbeschadet wieder zu verlassen, stehen bei 50 Prozent. Von Theodor Blank bis Karl-Theodor zu Guttenberg - ein Überblick.
Von
Thorsten Denkler, Berlin
Tragischer Held einer Seifenoper: Nach Guttenbergs Amtsverzicht darf bei TV-Talkerin Maischberger ein doppelter Doktor seine einschlägige Rücktrittserfahrung schildern. Und der "Gutti-Flüsterer" agiert wie ein ertappter Sünder.
Eine kleine Nachtkritik
von Antje Hildebrandt
Die SPD will neue Parteistrukturen und setzt auf Bürgerbeteiligung bei der Kandidatenauswahl. Die Apparatschiks in der Partei dürften damit schwer zu kämpfen haben. Doch ohne den Machtverlust Einzelner wird die notwendige Öffnung der Partei unmöglich. Die SPD hat jetzt die Chance, den Grundstein für eine Parteiendemokratie neuen Typs zu legen.
Ein Kommentar von
Thorsten Denkler
Mit Dreierkonstruktionen hat die SPD keine guten Erfahrungen gemacht: Brandt, Schmidt und Wehner - arbeiteten am Ende nur noch gegeneinander. Lafontaine, Schröder und Scharping - in herzlicher Abneigung verbunden. Warum also soll es jetzt klappen, mit einer Troika aus Steinbrück, Steinmeier und Gabriel? Die Antwort hat viel mit der neu entdeckten Freude des Parteichefs an der Ernsthaftigkeit zu tun.
Ein Kommentar von
Susanne Höll
Zu viele Fahrzeuge, zahllose veraltete Vehikel und eine Doppelstruktur bei der Organisation: Das Urteil des Bundesrechnungshofs zum Fuhrpark-Management der Bundeswehr fällt vernichtend aus. Es könnten "Einsparungen in Milliardenhöhe erzielt werden", wenn unter anderem der Betrieb besser organisiert wäre, heißt es in dem Bericht.
Von
Peter Blechschmidt, Berlin
Was macht eigentlich Rudolf Scharping? Der frühere SPD-Chef zieht hinter den Kulissen die Fäden beim angeschlagenen Autozulieferer Schaeffler.
Von
Uwe Ritzer
Am 18. September wird ein neuer Bundestag gewählt - ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Viele bekannte Gesichter verlassen das Parlament. Rudolf Scharping, Volker Rühe, Antje Vollmer und andere haben künftig wohl keinen Koffer mehr in Berlin.
Bilder
US-Präsident Barack Obama in Badehose ziert das Cover eines Magazins. Ein solches Bild kostete den Reichspräsidenten Ebert einst seinen guten Ruf. Heute zeigen sich viele Staatsmänner kurzbehost. Ein Überblick.
Wenn es nichts zu erzählen gibt, muss trotzdem gesprochen werden - schließlich gilt es, Sendezeiten und Zeitungsseiten zu befüllen. Lernen Sie mitzureden über: das Sommerloch.
Von
Katharina Riehl
Die Deutschen verdrängen, was ihre Soldaten in Afghanistan unter großen Opfern leisten. Sie verhindern, dass islamistische Fanatiker dort wieder regieren. Auch 2011 wird der Krieg in diesem fernen Land toben - und uns näher rücken.
Ein Kommentar von
Joachim Käppner
Der frühere U23-Bundestrainer sagt vor Gericht gegen Funktionäre des Bundes Deutscher Radfahrer aus - es geht um vertuschte Dopingfälle.
Von
Andreas Burkert
Christian Wulff macht ganz klassisch Urlaub auf Mallorca. Allerdings nicht auf einer traditionellen Finca, sondern in der Villa eines deutschen Unternehmers.
Wer ein Kettenblatttattoo trägt, ist ein Isarradler. Wer den Umwerfer für das Bier am Ende Tour hält, ein hoffnungsloser Fall. Das A bis Z der Mountainbiker:
Von
Dominik Prantl und Hans Gasser
Bilder
Zu Hause ist er seit langem König, an der Spitze seiner Partei hingegen agierte er glücklos: Kurt Beck führt in Rheinland-Pfalz die letzte sozialdemokratische Alleinregierung. Noch. Ein Porträt.
In
Bildern
Der Zeitsoldat Robert Sedlatzek-Müller überlebte in Afghanistan eine Bombenexplosion aus nächster Nähe. Von der Bundeswehr fühlt er sich im Stich gelassen - und kämpft einen aussichtslos scheinenden Kampf um eine Entschädigung.
Von
Hanna Ziegler, Stade