Harry Rowohlt nimmt bei seinem vierstündigen Auftritt im Gröbenzeller Stockwerk alles auf die Schippe, was ihm in die Quere kommt. Auch das Publikum, das ihn dafür nur noch umso mehr anhimmelt
Von Anna Günthermehr...
Der Ruhm, der Takt und die guten Sitten: Im Streit um die vorab veröffentlichte Rezension zu Daniel Kehlmanns Roman "Ruhm" haben der Rowohlt-Verlag und der Spiegel sich jetzt gütlich geeinigt.
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Familie im Splatter-Rausch: Es wird nach Herzenslust gemetzelt in Enschede, jener niederländischen Stadt, wo vor 13 Jahren eine Feuerwerksfabrik explodierte. Der Autor Peter Buwalda nutzt die Tragödie als Allegorie und jagt in seinem Bestseller "Bonita Avenue" gleich ein ganzes Mittelklasse-Idyll in die Luft.
Von Christoph Bartmannmehr...
"Für meine Mutter bin ich ihr Ein und Alles, und meine Großeltern haben mich auch lieb": Trotzdem referiert "Studio Braun"-Mitglied und "Fleisch ist mein Gemüse"-Autor Heinz Strunk seine Jugend und das Aufwachsen in Hamburg-Harburg kühl und distanziert.
Von Bernd Graffmehr...
Auffällig viele Bücher handeln in der aktuellen deutschen Gegenwartsliteratur vom Sterben und vom Tod: Dabei ist der Gegenstand nicht ganz leicht zu bearbeiten, viel schwerer etwa als die Liebe. Es kommt auf den richtigen Ton an.
Von Burkhard Müllermehr...
Aus "Ich bin Deutschland" wird "Allein unter Deutschen": Für ein Buchprojekt reiste der jüdische Theatermacher Tuvia Tenenborn monatelang durchs Land. Der New Yorker beschreibt Deutschland als einen düsteren Ort voller Nazis und Antisemiten. Nach dem Zerwürfnis mit Auftraggeber Rowohlt erscheint die Reportage im Herbst beim Verlagsrivalen. Ein einmaliger Vorgang.
Von Malte Herwigmehr...
Gesalzene Butter, Maggi-Zeug, Dosenöffner und Dr. Schams Freundin aus dem Drogeriemarkt: Moderator Wigald Boning sammelt fremde Einkaufszettel. Die außergewöhnlichsten Exemplare hat er nun in einem Buch veröffentlicht.
Eine Auswahl in Bildern.mehr...
20 Jahre sind ausreichend Zeit, um den richtigen Umgang mit Kurznachrichten zu lernen. Sollte man meinen. Doch allzu oft sind die Finger schneller als der (alkoholumnebelte) Verstand. SMS zum Fremdschämen und Totlachen - eine Auswahl.
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Darf man töten, weil das eigene Leben durch Stalking zerstört wird? Nach seinem Afghanistan-Buch "Kriegsbraut" entdeckt Dirk Kurbjuweit das bürgerliche Berlin als Krisengebiet. Sein Stalking-Roman "Angst" stellt die Frage nach der Selbstjustiz - und verfängt sich in einem literarischen Dilemma.
Von Lothar Müllermehr...
Lesungen können interessante Erkenntnisse über den jeweiligen Autor zutage fördern. Doch der Sinn von unbekleideten Frauen, die in London vorlesen, erschließt sich nicht jedem sofort.
Von Christian Zaschke, Londonmehr...
Wie man Geschichte konstruiert, indem man die Welt im Konjunktiv betrachtet: Wolfgang Kraushaar versucht, die Münchner Tupamaros und Kommunarden als Antisemiten zu entlarven und sie nachträglich zur Hilfstruppe der Palästinenser zu erklären.
Eine Kritik von Willi Winklermehr...
Timo Heinze wollte Fußballprofi werden - und hatte beim FC Bayern seinen Traum schon fast verwirklicht. Doch dann stürzte er plötzlich ab. Im Gespräch erklärt der 26-Jährige, warum er ein Buch über sein Scheitern geschrieben hat und warum der FC Bayern sich nicht immer korrekt verhalten hat.
Von Lisa Sonnabendmehr...
Auf der Intensivstation des Erzählens: David Wagners autobiografische Prosa "Leben" handelt von seiner Lebertransplantation. Man kann so ein Buch wohl nur einmal schreiben. Aber dass es geschrieben wurde, ist ein Glücksfall.
Von Helmut Böttigermehr...
Die Pöckingerin Stephanie Fey hat ihren zweiten Thriller herausgebracht. Ihre Protagonistin ist so beliebt, dass die zweite Auflage in Druck ist.
Blanche Mamermehr...
Weihnachtsgeschichte mit Antrag auf Schriftsatznachlass: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Rainald Goetz über den Suhrkamp-Verlag, den Anspruch auf Gewinn und die Aufgabe des Verlegers.
Von Thomas Steinfeldmehr...
Er war König Artus in den "Rittern der Kokosnuss" und Brian im "Leben des Brian": Die Autobiographie des Komikers Graham Chapman, Gründungsmitglied von "Monty Python", erscheint erstmals auf Deutsch. Eminent britisch.
Von Burkhard Müllermehr...
20 Jahre sind ausreichend Zeit, um den richtigen Umgang mit Kurznachrichten zu lernen. Sollte man meinen. Doch allzu oft sind die Finger schneller als der (alkoholumnebelte) Verstand. SMS zum Fremdschämen und Totlachen - eine Auswahl.
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"Was wären Sie lieber: ein Seehase, ein Wasserbär oder ein Wurmgrunzer?" Die "Science Busters" stellen ihr neues Projekt vor.
Von Oliver Hochkeppelmehr...
Fast täglich musste Andreas Huckele sexuelle Übergriffe erdulden. Jahre später hat er die Kraft gefunden, sich zu wehren. Ohne den 43-Jährigen wäre der Missbrauch an der Odenwaldschule vielleicht nie an die Öffentlichkeit gekommen. Nun hat er den Geschwister-Scholl-Preis erhalten - und kritisiert, dass seine alte Schule noch immer geöffnet ist.
Die bewegende Rede im Wortlaut.mehr...
Gut ein Jahr nach der Entdeckung des NSU sind bereits einige Bücher zu dem Thema erschienen. Sie beleuchten das geistige, soziale und gesellschaftliche Milieu, in dem der Rechtsterror entstehen konnte. Warum die Terroristen so lange unentdeckt blieben und wer ihre Hintermänner waren, bleibt rätselhaft.
Von Tanjev Schultzmehr...
Wollte Michael Naumann im Streit um den Suhrkamp-Verlag wirklich vermitteln, hätte er seine Worte überlegter wählen sollen. Denn für Minderheitseigner Barlach, dem der ehemalige Kulturstaatsminister in einem Interview "null verlegerische Erfahrung" attestierte, ist Naumann nun als Mediator disqualifiziert.
Von Lothar Müllermehr...
München engt ihn ein, deswegen geht Tiny Stricker 1969 "on the road". Sein Roman über diese Zeit, mit dem er zum deutschen Ableger der Beat Generation wird, heißt "Trip Generation". Mittlerweile ist der Beatnik ein Bildungsbürger.
Von Michael Bremmermehr...
Drei Monate nach seinem Amtsantritt steckt Frankreichs Präsident Hollande mittendrin in der Mediengesellschaft, zu der er nie gehören wollte. Er zeigt sich mit seiner Lebensgefährtin im Sommerurlaub lässig in Strandklamotten. Nun erscheint ein Buch über seinen Wahlkampf, in dem der Autor nicht immer die Distanz wahren kann.
Von Claudia Tieschkymehr...
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