Meinung
Demokratie von null auf hundert - das funktioniert nicht. Dass sich die Umbruchstaaten in der arabischen Welt so schwer tun mit Mitbestimmung und Meinungsvielfalt, liegt nicht an ihren Bürgern. Schuld sind die Hinterlassenschaften der alten Machthaber.
Ein Kommentar von Tomas Avenariusmehr...
Letztes Geleit für "Märtyrer" Chokri Belaïd: In Tunis trauern Tausende um den ermordeten Oppositionspolitiker und schreien ihre Wut auf die islamistische Regierung heraus. Die Polizei geht mit Tränengas gegen Plünderer vor. In anderen Städten scheint die Lage angespannter.
Die Entwicklung zum Nachlesen im Newsblog. Von Vanessa Steinmetz und Michael Königmehr...
Tunesiens ehemaliger Präsident Ben Ali ist wegen des Todes von 43 Demonstranten in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
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"Guckt, ich habe eine Universitätsausbildung, aber diese Gesellschaft lässt mir keine Wahl als zu rebellieren": Die Unruhen in den arabischen Staaten kamen unvermittelt - allerdings nicht für Demographen. Sie sind Ausdruck einer Jugend, die längst in der Moderne angekommen ist.
Von Jéronimo Louis Samuel Barbinmehr...
Drogen- und Waffendelikte, Veruntreuung von Staatsvermögen: In Tunesien starten heute eine Reihe von Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Ben Ali. Der gestürzte Diktator lässt über seine Anwälte in deutlichen Worten mitteilen, was er von der Justiz nach der Revolution in seinem Land hält.
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Kämpfer gegen Korruption oder Vehikel der Fanatiker? Der Erfolg der En-Nahda-Partei in Tunesien sorgt weltweit für Aufsehen. Während Kritiker vor Radikalisierung warnen und um Frauenrechte fürchten, wollen die moderaten Islamisten Arbeitsplätze schaffen und freie Religionsausübung garantieren. Die Zusammensetzung der Regierungsmannschaft zeigt die Cleverness des Wahlsiegers.
Von Matthias Kolb, Tunismehr...
Tunesien wählt, und dabei geht es um mehr als die demokratische Neuordnung des Landes: Wenn das säkulare Prinzip in der arabischen Welt eine Chance haben sollte, dann in dem gesellschaftlich beispiellos liberalen Land. Doch die Gefahr, dass Tunesien in die Hände radikaler Muslime fällt, ist lange nicht gebannt.
Von Sonja Zekri, Tunismehr...
Freie Demokratie oder die Macht der Scharia? Vor den Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung am Sonntag blickt die Welt gespannt nach Tunesien - dem ersten Land des Arabischen Frühlings. Die beliebteste und umstrittenste Partei ist die islamistische Nahda. Sie verspricht einen säkularen Staat nach türkischem Vorbild, doch Experten warnen vor ihrer Radikalität.
Von Lydia Bentschemehr...
Die Niederlage des libyschen Despoten Gaddafi belebt den arabischen Frühling - doch der wirklich schwere Teil des Umsturzes beginnt erst nach dem Fall der Tyrannen. In Libyen genauso wie in Ägypten oder Syrien.
Ein Gastbeitrag von Mansura Eseddinmehr...
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