Diese Einschätzung stammt nicht aus dem Argumentationsleitfaden einer radikalen Umweltgruppe, sondern von einem Max-Planck-Institut: Die Reaktoren, die noch 20 bis 25 Jahre am Netz bleiben, könnten in dieser Zeit zwei Kernschmelzen produzieren. Allerdings regt sich gegen diese Hochrechnung auch Widerspruch.
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Christopher Schradermehr...
Peter Altmaier legt im Bundestag seinen Amtseid ab - in der CDU grummeln manche weiter darüber, dass die Kanzlerin Röttgen gefeuert hat: nun mischt sich sogar CDU-Veteran und Merkel-Unterstützer Heiner Geißler mit deutlichen Worten ein.
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Sechs Wochen lang haben die Experten der Kommission für Reaktorsicherheit die deutschen Atomkraftwerke überprüft. Das Ergebnis: Zwar erfüllen sie die gesetzlichen Sicherheitsvorschriften, doch bei Flugzeugabstürzen sind die Meiler nicht ausreichend geschützt. Einen Grund für einen Ausstieg "Hals über Kopf" sieht Umweltminister Röttgen aber nicht.
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Atomkraftwerke wie Fukushima-1 müssen seit der Katastrophe von Kobe viel aushalten können - doch für ein Beben der Stärke 8,9 waren sie nicht gerüstet. Wieso haben die Kühlsysteme Notbatterien, deren Energie nur für wenige Stunden reicht?
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Marlene Weissmehr...
Dringend wollte EnBW das Kernkraftwerk Neckarwestheim modernisieren, um Sicherheitsbedenken zu zerstreuen. Doch das Interesse verpuffte schnell und passiert ist bis heute nichts.
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M. Bauchmüller und R. Deiningermehr...
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Deutsche Meiler sind im Großen und Ganzen "robust" - zu diesem Ergebnis kommt die Reaktorsicherheitskommission in ihrem Bericht. Allerdings schneiden die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke bei den Experten schlecht ab - und stehen womöglich vor dem Aus.
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Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Die Bilder waren aus weiter Ferne aufgenommen, unscharf. Die Meldungen überschlugen sich - wurden zunehmend prekärer. Vor einem Jahr hat die Welt gebannt nach Japan geblickt. Erdbeben, Tsunami, Atomkatastrophe - die dramatischen Ereignisse im Minutenprotokoll.
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1734 Brennstäbe liegen im Abklingbecken des Kernkraftwerks Isar 1. Knapp die Hälfte ist so weit abgekühlt, dass sie ins Zwischenlager gebracht werden könnten. Doch das geschieht nicht - weil Castor-Behälter fehlen. Die Freien Wähler sind alarmiert: Schließlich gilt das Abklingbecken von Isar 1 als große Schwachstelle.
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Christian Sebaldmehr...
Zehn Sievert pro Stunde hatte ein Arbeiter in der Atomruine Fukushima vor einigen Tagen gemessen - ein schockierender Rekordwert. Doch die Strahlung dürfte noch höher liegen: Die Skala des Messgeräts reichte gar nicht weiter.
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Von der Wunschkoalition zum Zweckbündnis: Seit vor zwei Jahren der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag unterzeichnet wurde, sitzen Routiniers und Novizen im Bundeskabinett Seite an Seite. Wer aus Merkels Kabinett hat gute Arbeit geleistet? Stimmen Sie ab.
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Angela Merkel krempelt die CDU um. Unter ihrer Führung haben die Christdemokraten Kinder in Krippen gebracht, die Wehrpflicht abgeschafft, den Papst kritisiert und sich von der Atomenergie verabschiedet. Jetzt lässt die Kanzlerin auf dem Parteitag sogar über Mindestlöhne diskutieren. Acht ehemalige Kernpositionen - und wie die CDU sich von ihnen verabschiedet.
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Jakob Kienzlemehr...
Dünne Hüllen, teure Nachrüstung: Die Kommission für Reaktorsicherheit will prüfen lassen, ob deutsche Meiler einen Flugzeugabsturz überstehen würden. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die sieben ältesten Meiler nach dem Moratorium endgültig vom Netz gehen.
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Die Strahlendosis, die ein Tepco-Arbeiter an einem Schornstein mitten im zerstörten Kraftwerk gemessen hat, war ein Schock: Zehn Sievert pro Stunde. Nun rätseln die Fachleute, wie sich die extrem hohe Zahl erklären lässt.
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Christopher Schradermehr...
Früher Atom-Manager, heute Gorleben-Gutachter: Die Karriere von Bruno Thomauskes als Leiter der Kernkraftsparte von Vattenfall endete mit Pannen in Atomkraftwerken. Jetzt spielt er eine nicht unwichtige Rolle bei der Sicherheitsanalyse des Salzstocks in Gorleben.
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Michael Bauchmüllermehr...
In deutschen Atomkraftwerken werden Tausende Leiharbeiter für gefährliche Aufgaben eingesetzt. Die SPD ist ebenso empört wie die Grünen - und warnt davor, die Gesundheit der Arbeitssuchenden zu gefährden. In der Union wittert man hingegen ein "populistisches Spiel" der Linken.
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Oliver Das Guptamehr...
Deutschlands größter Energieversorger Eon hat eine Klage gegen die Brennelementesteuer angekündigt. Doch wie aussichtsreich ist ein solcher Schritt? sueddeutsche.de untersucht einige mögliche juristische Argumente.
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Johannes Aumüllermehr...
Der EU-Kommission zufolge muss keines der Atomkraftwerke in Europa geschlossen werden. Allerdings sind in einigen Ländern weitere Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Auch müssen die Ergebnisse nun noch einmal überprüft werden.
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Die FDP kommt nicht aus dem Umfragetief - FDP-Veteranen daran Außenminister Westerwelle die Schuld und fordern seinen Rücktritt. Er habe die FDP "zu unsympathischen Partei gemacht" und verhalte sich in der Libyen-Frage "rechthaberisch", kritisieren sie.
Kurzmeldungen
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Bei einer Explosion in der südfranzösischen Atomanlage Marcoule ist ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen wurden nach Angaben der französischen Atomaufsicht verletzt. Die Behörden geben Entwarnung, es sei bislang außerhalb der Anlage keine Radioaktivität gemessen worden.
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Der Castor ist noch gar nicht da, doch die Proteste gegen den Atommüll-Transport eskalieren: Im Wendland setzt die Polizei Tränengas, Wasserwerfer und Schlagstöcke gegen Demonstranten ein. Die Aktivisten hatten eine Kreuzung besetzt - und offenbar mit Feuerwerkskörpern geworfen.
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Der Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll ist wieder in Deutschland unterwegs. Tausende Atomkraftgegner bereiten sich im Wendland auf seine Ankunft vor. Bereits jetzt setzt die Polizei Wasserwerfer gegen gewaltbereite Demonstranten ein, Steine und Molotowcocktails fliegen. Nur mit einem Großaufgebot kann sie eine Besetzung der Gleise verhindern.
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Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei im Atomkraftwerk Fukushima-1 erneut eine bedrohliche Situation entstanden: Es gibt deutliche Hinweise auf Kernspaltungen im Reaktorblock 2 und niemand weiß, was tatsächlich im Reaktor geschieht. Eine fatale Kettenreaktion ist aber unwahrscheinlich.
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Markus C. Schulte von Drachmehr...
Live
Im Kraftwerk Fukushima-1 wurden fast 1,5 Kilometer Kabel verlegt, um die Kühlaggregate wieder mit Strom versorgen zu können. Im Eingangsbereich des AKW gibt es bereits wieder Elektrizität, noch am Samstag sollen vier Reaktoren wieder ans Stromnetz angeschlossen werden.
Alle Entwicklungen im Newsticker.mehr...
Ausgelagerte Kompetenz: Im öffentlich-rechtlichen wie kommerziellen Fernsehen schlägt nach dem Atom-Unglück in Japan die Stunde der Experten. Wer sind die Männer, die im TV die Katastrophe einordnen? Für welche Positionen und Institute stehen sie? Ein Fragebogen.
Von
Barbara Gärtner und Kathrin Hartmannmehr...
Nach Fukushima stellt sich die Frage: Kann es überhaupt ein sicheres Atomkraftwerk geben? Nein, sagen Experten, die Wahrscheinlichkeit eines GAUs lässt sich allenfalls verringern. Eine Katastrophe unter Kontrolle zu bringen, ist keine Frage kluger Planung - sondern eine des Glücks, der menschlichen Erfindungsgabe und Opferbereitschaft.
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Christopher Schradermehr...
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