Es könnte sich der größten Datenskandale im Medizinbereich auswachsen: Mehrere deutsche Rechenzentren stehen im Verdacht, illegal mit Daten aus Apothekenrezepten gehandelt zu haben- millionenfach.
Von
Sibylle Haas
Wenn Markus Söder zum "fränkischen Abszess" wird: Zweieinhalb Wochen nach dem letzten Konzert der "Biermösl Blosn" präsentieren sechs Well-Geschwister in München ihr neues Programm. Das Sextett rast im Eiltempo durch bayerische Geschichte, erfüllt CSU-Mann Thomas Goppel einen Wunsch - und klärt nebenbei noch jede Menge Großfamilienstreitigkeiten.
Von
Tobias Dorfer
Bisher legte die Pharmaindustrie einfach selbst fest, welchen Preis neue Medikamente haben. Das neue Arzneimittelgesetz bricht das Preismonopol: Die Konzerne müssen nun mit den Krankenkassen verhandeln, wie viel neue Pillen kosten werden. Jetzt treffen sich die Gegner zum ersten Mal - die Verhandlung wird zeigen, ob das Gesetz funktioniert.
Von
Guido Bohsem
Der Pharmakonzern Roche will Krankenhäusern künftig Geld erstatten, falls sein Krebsmedikament Avastin versagt. Das würde heißen: Wenn es dem Patienten schlecht ergeht, profitiert die Klinik. Als "Skandal" und "eindeutig gesetzeswidrig" beurteilen Kritiker das Geschäftsmodell mit einem Medikament, dessen Nutzen ohnehin als zweifelhaft gilt.
Von
Christina Berndt
Gestiftete Professuren und Institute sind im Trend: Angesichts klammer Kassen an den Hochschulen sind private Geldgeber gerne gesehen. Doch die Freizügigkeit der Sponsoren kommt immer wieder ins Gerede. Der Vorwurf: Unter dem Deckmantel des Stiftens werde bloße Auftragsforschung betrieben.
Von
Kim-Björn Becker und Johann Osel
Gesundheitsminister Rösler will Unternehmen, die Rabattzahlungen an die Krankenkassen umgehen, Millionen berappen lassen. Nach SZ-Informationen plant sein Ministerium eine Sonderabgabe.
Von
Guido Bohsem, Berlin
Die Opfer des größten deutschen Arzneimittelskandals sind inzwischen um die 50 Jahre alt - und ihre Probleme größer denn je: Der pflegerische Bedarf steigt, die finanziellen Mittel fehlen. Margit Hudelmaier, Vorsitzende des Bundesverbandes Contergangeschädigter, über den Kampf mit dem Pharmakonzern Grünenthal - und den erneuten Einsatz des gefährlichen Wirkstoffs Thalidomid.
Interview:
Johanna Bruckner
Behörden machen das Schmerzmittel Vioxx für zigtausende Herzinfarkte verantwortlich. Der US-Pharmakonzern Merck hat es schon vor Jahren vom Markt genommen. Die Auseinandersetzung um die Nebenwirkungen dauert bis heute an. Nun muss der Hersteller fast eine Milliarde Dollar bezahlen, weil er das Medikament ohne Zulassung verkauft hatte.
Kurzes Gastspiel: Nach nur vier Monaten gibt Stefan Mappus seinen Job beim Pharmakonzern Merck schon wieder auf. Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident ist reichlich genervt von Vorwürfen, die mit dem Kauf des Energieversorgers EnBW zusammenhängen.
Der weltgrößte Pharmakonzern will demnächst den Großteil seiner finanziellen Beziehungen zu Medizinern offenlegen. Ab 2010 sollen alle Honorare auf der Firmen-Webseite zu finden sein.
Von
Christina Berndt
Es ist ein kleiner Trost: Der Pharmakonzern Grünenthal zahlt 50 Millionen Euro an die Conterganopfer. Die Bundesregierung legt weitere 50 Millionen drauf.
Verstärkung aus Übersee: Duch die Übername des US-Anbieters Millipore baut Merck seine Biotech-Aktivitäten erheblich aus. Die Darmstäder müssen dafür allerdings tief in die Tasche greifen.
Missachtung des Parlaments oder gebotene Geheimhaltung: Stefan Mappus steht wegen des Rückkaufs der Anteile am Energiekonzern EnBW in der Kritik. Nun schlägt Baden-Württembergs CDU vor, dass der frühere Ministerpräsident an einem runden Tisch seine Sicht der Dinge erklärt - und wirft Grün-Rot eine "Verschleppungstaktik" vor.
Von
Roman Deininger, Stuttgart
Die etwa 100.000 Beschäftigten des weltweit größten Pharmakonzerns müssen sich auf raue Zeiten einstellen. Tausende Mitarbeiter sollen gehen. Davon ist auch das Werk bei Nürnberg betroffen.
Die Geschichte, die sich derzeit um die "Basler Zeitung" entspinnt, könnte aus einem Krimi stammen: Es gibt Strohmänner, Politiker, einen Multimilliardär, Bürgerprotest und großes Aufbegehren. Die Liste der Aktionäre und Verantwortlichen um den Käufer Tito Tettamanti liest sich wie ein Gegenentwurf zum linksliberalen Bürgertum am Rhein. Mittendrin: der Schweizer Rechtspopulist Christoph Blocher.
Von
Hans Leyendecker und Claudia Tieschky
Kaum jemand kennt den Medizinbetrieb so gut wie die amerikanische Ärztin Marcia Angell. Jetzt rechnet die ehemalige Chefredakteurin der einflussreichsten internationalen Ärztezeitschrift NEJM mit der Pharmaindustrie ab.
Interview:
Hubertus Breuer
Sie versprechen "Karriere mit Zukunft" und nennen Mitarbeiter ihr "wertvollstes Kapital": Im Wettbewerb um Nachwuchstalente setzen Konzerne auf flotte Slogans ohne Inhalte. Experten halten das für völlig verfehlt - und empfehlen etwas anderes.
Von
Christine Demmer
Von der Wunschkoalition zum Zweckbündnis: Seit vor zwei Jahren der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag unterzeichnet wurde, sitzen Routiniers und Novizen im Bundeskabinett Seite an Seite. Wer aus Merkels Kabinett hat gute Arbeit geleistet? Stimmen Sie ab.
Wiki-Watch sollte Wikipedia transparenter machen, jetzt steht der Leiter des Projekts im Verdacht, unsauber gearbeitet zu haben. Er soll unter mehreren Pseudonymen Wikipedia-Artikel umgeschrieben haben - zugunsten eines Pharmakonzerns.
Das Müller & Söhne hat, was dem Westend bisher fehlte: ambitioniertes Speisen in preislicher Mittellage. Hier weht der Geist des Glockenbachviertels.
Von
Helene Töttchen
Mitten im Kampf gegen die Schuldenkrise erlahmt das Wirtschaftswachstum der Euro-Staaten. Daran ist auch das Ende des deutschen Booms Schuld. Die Angst vor einer neuerlichen Rezession lässt den Aktienmarkt weiter zittern.
Erst dauert es ewig, bis ein Dokument hochgeladen ist, dann stürzt das System wieder ab: Online-Bewerbungen kosten oft Nerven. Und trotz feiner Raster warten Jobsuchende wochenlang auf eine Reaktion der Firmen. Warum eigentlich?
Von
Petra-Alexandra Buhl
Tages- und ein Wochenblatt in einem: In Basel geht im Oktober eine Zeitung mit einem neuen Konzept an den Start. Die "Tageswoche" erscheint täglich online und einmal in der Woche als Druckausgabe. Die Macher des neuen Blattes betrachten das Meinungsspektrum in Basel als gefährdet und wollen es wieder verbreitern.
Von
Wolfgang Koydl