Benedikt XVI. wird am 19. April 2005 Papst und Oberhaupt der katholischen Kirche. Geboren wurde er als Joseph Ratzinger am 16. April 1927. Er war Professor an der Universität Regensburg, Erzbischof von München und Freising und wechselte am 1. März 1982 als Präfekt der Glaubenskongregation in den Vatikan nach Rom. Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. wurde Joseph Ratzinger sein Nachfolger und wählte den Namen Benedikt XVI. Am 11. Februar 2013 kündigte Benedikt aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt vom Amt des Papstes an.
Als Benedikt XVI. im September 2006 heimkehrte, flackerte die alte bayerische Volksfrömmigkeit noch einmal auf. Doch was übrig bleibt von diesem Papst-Besuch in Bayern, sind nicht die großen Reden, sondern die kleinen Momente.
Von Katja Auermehr...
Meinung
Dieser Rücktritt sprengt eine zweitausendjährige Tradition, er sprengt das Selbstverständnis des katholischen Papsttums. Überall sonst aber hat Benedikt XVI. an den Ketten der Tradition nicht gerührt, da und dort hat er diese Ketten sogar verstärkt. Die Kirche war selten so reformbedürftig wie am Ende des Pontifikats von Papst Benedikt.
Ein Kommentar von Heribert Prantlmehr...
Der Papst hat viele Menschen in seiner bayerischen Heimat bewegt. Politiker wie Horst Seehofer und andere Wegbegleiter äußern ihren Respekt angesichts des Rückzugs und würdigen den Kirchenvater als große bayerische Persönlichkeit. Zwischen den Zeilen klingt bei manchen aber auch Kritik durch.
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Papst Benedikt XVI. war der erste deutsche Papst seit 500 Jahren. Die Skandale um sexuellen Missbrauch in katholischen Einrichtungen prägten seine Amtszeit genauso wie seine historische Begegnungen mit Fidel Castro oder dem Internet. Sein Wirken
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Er war ein Missverstandener, ein Konservativer - und er hat die Chance, in die Geschichte einzugehen. Die Entscheidung von Papst Benedikt XVI., sein Amt niederzulegen, sorgt für gemischte Gefühle. Eine Presseschau.
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Am 28. Februar, Punkt 20 Uhr, wird Benedikt XVI. aus dem Amt scheiden. Er fühlt sich zu alt und zu schwach, um die katholische Kirche zu führen. Selbst engste Vertraute im Vatikan waren nicht eingeweiht in die Entscheidung von Joseph Ratzinger. Auf dem Petersplatz sind die Menschen fassungslos - doch viele äußern auch Verständnis.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
Historische Ankündigung: Erstmals seit fast 600 Jahren tritt ein Papst zurück. Die überraschende Entscheidung Benedikt XVI. löst Bestürzung aus, sorgt aber auch für Anerkennung.
Der Tag in der Ticker-Nachlese.mehr...
Den Rücktritt eines Papstes erlebt man nur einmal, dachten sich offenbar viele Twitterer. Stundenlang dominierten deshalb Witz und Spott die Nachrichten des Internetdienstes. Eine Auswahl.
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Meinung
Vieles von dem, was Benedikt XVI. in seinem Pontifikat zu verantworten hat, ist zu kritisieren. Mit seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen verlässt er seine konservative Grundlinie: Der deutsche Papst handelt vernünftig und verantwortungsbewusst. Dafür gebührt ihm Anerkennung.
Ein Kommentar von Oliver Das Guptamehr...
2005 stand Marktl am Inn plötzlich im Mittelpunkt des Weltinteresses. Ein Sohn des Ortes war gerade zum Papst gewählt worden. Jetzt tritt Benedikt XVI. zurück - und im Ort ist die Überraschung groß. Viele schwelgen in Erinnerung, doch einige Bewohner quälen jetzt durchaus irdische Sorgen.
Von Sarah Ehrmann, Anna Fischhaber, Thierry Backes und Sebastian Gierkemehr...
Vom Plausch mit Fidel Castro bis zum Skandal um Holocaust-Leugner Williamson, vom Lehrschreiben über die Liebe bis zu Kondomen für männliche Prostituierte. Die wichtigsten Stationen des Pontifikats von Papst Benedikt XVI.
Von Martin Mühlfenzl und Oliver Das Guptamehr...
Betroffenheit, Verwunderung - und Respekt für sein Wirken als Oberhaupt der katholischen Kirche: Nach der Erklärung von Papst Benedikt XVI., sein Amt aufzugeben, äußern sich Politiker im In- und Ausland.
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Wie ist der Rücktritt eines Papstes geregelt? Gibt es für Benedikt eine Alternative zum Kloster? Wer ist Favorit für die Nachfolge als Kirchenoberhaupt? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von Johannes Kuhnmehr...
Er ist zur Gewissheit gelangt, dass seine Kräfte nicht mehr ausreichend sind. Bei seiner Rücktrittserklärung erklärt Papst Benedikt XVI. dass er sein Unvermögen erkennen musste, den ihm anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.
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"Ich habe nicht mehr genug Kraft für mein Amt": Papst Benedikt XVI. gibt am 28. Februar sein Pontifikat ab. Das teilte er am Montag überraschend während einer Vollversammlung der Kardinäle in Rom mit.
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Vor Studenten eines römischen Priesterseminars beklagte der Papst die Ausgrenzung vieler Gläubiger auch in christlichen Ländern: "Als Christen sind wir überall verirrt und fremd". Auch in Deutschland sehen sich Vertreter der katholischen Kirche zunehmend ins gesellschaftliche Abseits gedrängt.
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Der Papst mahnt zum Frieden: Frieden im Nahen Osten, in Mali und vor allem in Syrien. Bei seinem traditionellen Weihnachtssegen auf dem Petersplatz in Rom fordert das Oberhaupt der katholischen Kirche eine politische Lösung für das Bürgerkriegsland - und setzt auf das Prinzip Hoffnung.
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