Hilfe in einer bleiernen Zeit: Olivier Assayas schildert in "Après Mai" seine Jugend in Paris nach 1968 und erzählt, wie er von Filmemacher Guy Debord errettet wurde. Es ist ein Film über die Bitterkeit des Lebens nach der Revolution und die Bedeutung abgesägter Baumstümpfe.
Von Fritz Göttlermehr...
Als Terrorist bleibt man undercover, doch "Carlos" wollte ein Star sein: Filmemacher Olivier Assayas spricht über Terror-Rockstars als Spielbälle der Weltwirtschaft.
Interview: Susan Vahabzadeh und Fritz Göttlermehr...
Wenders, Herzog, Haneke - die Franzosen lieben das deutsche Kino und die Deutschen lieben das französische: "The Artist" und "Ziemlich beste Freunde" waren Kassenschlager. Warum mögen die deutschen Kinobesuchern Filme aus Paris so gerne - und die Pariser die Kinofilme aus Berlin?
Von Susan Vahabzadehmehr...50 Jahre Élysée-Vertrag
Nicht nur dabei, sondern mittendrin: Die französische Filmemacherin Mia Hansen-Løve erzählt in "Un amour de jeunesse" von den Qualen der ersten großen Liebe. Camille steigert sich in ihre Gefühle hinein, bis sie fast den Verstand verliert.
Von Susan Vahabzadehmehr...
Löwen für die besten Filme: Bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig bekam der südkoreanische Regisseur Kim Ki Duk den Hauptpreis für das Drama "Pieta". Zwei Auszeichnungen gingen an das Sekten-Drama "The Master" von US-Regisseur Paul Thomas Anderson.
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Venedig zeichnete in diesem Jahr Werke aus, die sich mit Fragen der Religion abquälen. Der Wettbewerb hat Buh-Rufe für einen angeblich reaktionären Film und eine Blasphemie-Anzeige provoziert - gegen einen Film, in dem eine Nonne mit einem Kruzifix ins Bett geht.
Von Tobias Kniebe und Susan Vahabzadeh, Venedigmehr...
Gut, dass Robert Redford mit seinem Film "The Company You Keep" die Filmfestspiele Venedig am Ende doch noch aus der Melancholie aufweckt: Der politische Film im Kostüm eines Thrillers mit Susan Sarandon und Shia LaBeouf erinnert an den linken Terrorismus in den USA.
Von Susan Vahabzadehmehr...
Religion und Rebellion sind in Venedig untrennbar. Olivier Assayas widmet sich der militanten Politisierung der Jugendlichen in den Siebzigern und Susanne Biers romantische Komödie verzichtet auf Mainstream-Schnörkel. Ein Genuss für den Kino-Gott.
Von Susan Vahabzadeh, Venedigmehr...
Zu seinem 70. Geburtstag beschenkt Rosa von Praunheim sich und das Publikum mit sage und schreibe siebzig neuen Filmen. Sie stellen einen Großteil des Programms bei den 46. Hofer Filmtagen, und so ist die Leistungsschau des deutschen Films in diesem Jahr umfangreicher denn je zuvor.
Von Josef Grüblmehr...
Traditionsgemäß präsentieren die Hofer Filmtage die Herbstkollektion des deutschen Films. Dieses Jahr ist das Authentische in Mode - oft allerdings als bloße Behauptung oder Effekt. Das "Familiäre" des Festivals, vor einigen Jahren noch belächelt, wird derweil wieder zum Qualitätsmerkmal.
Von Rainer Ganseramehr...
Gaddafi ist tot, verscharrt in der Wüste. Er war der letzte große Befreiungstheologe und in seiner Bedeutung mit Che Guevara vergleichbar. Der sogenannte Revolutionsführer finanzierte die Eta, die IRA, Carlos, palästinensische Splittergruppen und über Umwege auch die RAF. Niemand hat so massiv in die Weltpolitik eingegriffen wie der Impresario des Terrors aus Libyen. Trotzdem pilgerten erst Schily und Kreisky, später dann Schröder, Blair, Putin, Sarkozy, Berlusconi und Condoleezza Rice zu ihm. Jetzt geht auch ein Kapitel des Staatsterrorismus zu Ende - Zeit, die Archive zu öffnen.
Von Willi Winklermehr...
Jenseits der Kassenerfolge: Die SZ-Filmkritiker erzählen von ihren magischen Momenten des Kinojahres. Momenten, die auf der Leinwand aufblitzen und in der Erinnerung dann erst wirklich geschaffen werden.
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Vom Revolutionär zum Geschäftsmann: Der großartige Film "Carlos" mit Nora von Waldstätten als deutsche Frau des venezuelischen Terroristen Carlos zeigt einen Kämpfer, dem seine Geschichte gar nicht mehr gehört.
Von Willi Winklermehr...
Zur Revolutionärin taugt sie nicht, Adel verpflichtet eben doch: Schauspielerin Nora von Waldstätten verrät, was ihre Wurzeln ihr bedeuten - und was sie von zu Guttenberg hält.
Interview: Antje Wewermehr...
Sex, Lügen und Macht: Olivier Assayas liefert dem Festival mit dem Terroristen Carlos großes Kino, Doug Limans ist mit Fair Game doch weniger politisch, als erwartet.
Von Susan Vahabzadehmehr...
Horrorvision: leere Kinosäle. Filmemacher kämpfen um Originalität und das Überleben des Kinos. Michael Moore ist zurück mit "Sicko" und bei den Brüdern Coen bleibt den Zuschauern das Lachen im Hals stecken.
Von Susan Vahabzadehmehr...
US-Regisseur Michael Moore hat am Samstagabend die Goldene Palme des 57. Internationalen Filmfestivals von Cannes für seine Anti-Bush-Dokumentation "Fahrenheit 9/11" erhalten. Die Jury um US-Regisseur Quentin Tarantino setzte damit im Wahljahr der USA ein politisches Zeichen.
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