Kim Jong Un übernahm im Dezember 2011 die Führung Nordkoreas von seinem verstorbenen Vater Kim Jong Il. In dem diktatorisch geführten, kommunistischen Land leben etwa 24 Millionen Menschen. Schätzungen der UN zufolge sind viele von ihnen verarmt und von Hunger bedroht. Trotzdem unterhält das Regime eine Armee mit mehr als einer Million Soldaten und investiert viel Geld in sein Raketen- und Atomprogramm.
"Atomwaffen sind kein Spielzeug": UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnt eindringlich davor, dass der Nordkorea-Konflikt außer Kontrolle geraten könnte. Während die Drohgebärden weitergehen, wollen die USA nun offenbar hinter den Kulissen auf Kim Jong Un Einfluss nehmen.
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Kim Jong Un bändigen können nur die Machthaber in Peking: Nordkoreas Wirtschaft hängt nahezu komplett von China ab. Doch einen Niedergang des Landes will die chinesische Regierung unbedingt vermeiden - nicht nur aus ökonomischen Gründen.
Von Christoph Giesenmehr...
Ein Atomschlag Nordkoreas gegen die USA erscheint Experten unrealistisch. Trotzdem geht von dem Land eine reale Bedrohung aus - vor allem für den Nachbarn Südkorea. Nun hat Pjöngjang eine Mittelstreckenrakete "mit beträchtlicher Reichweite" an seine Ostküste verlegt, wie Seoul mitteilt.
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Die Macht in der Hand der Familie: Viele Länder Nordostasiens werden von Potentaten der zweiten und dritten Generation regiert. Keiner der Väter und Großväter war Demokrat. Nicht der Vater von Kim Jong Un und auch nicht der von Park Geun Hye. Von der Präsidentin Südkoreas hängt nun einiges ab.
Von Christoph Neidhart, Tokiomehr...
Schrille Töne aus Nordkorea: Die Führung in Pjöngjang droht den USA offiziell mit einem Atomschlag. "Operationen ohne jede Rücksicht" seien bewilligt. Washington verlangt von Nordkorea, seine "provokativen Drohungen" einzustellen.
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Warten an der Grenze: Nordkorea verweigert Hunderten südkoreanischen Arbeitern erneut den Zugang zum gemeinsam betriebenen Industriepark Kaesong. Auch die Drohungen aus Pjöngjang an die USA werden schärfer - US-Verteidigungsminister Hagel will nun ein Raketenabwehrsystem auf die Pazifikinsel Guam verlegen.
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Die Idee war hochfliegend: Der Industriepark Kaesong sollte Nordkorea sanft in Richtung Umschwung lenken. Tatsächlich wird in der Sonderwirtschaftszone genäht und geschraubt, Auto- und Textilindustrie lassen billig produzieren. Das stärkt das Regime, aber längst gibt es wirtschaftlich wichtigere Alternativen.
Von Stefan Korneliusmehr...
Kim Jong Un droht, beleidigt und hat in seiner kurzen Zeit als neuer Diktator Nordkoreas bereits einen erfolgreichen Raketen- und einen Atomtest absolviert. Er treibt damit die konfrontative Politik seines Vaters und Vorgängers Kim Jong Il auf die Spitze. Dennoch glauben Experten nicht an einen Krieg.
Eine Chronologie von Martin Anetzbergermehr...
Kim Jong Un verweigert südkoreanischen Arbeitern den Zugang zu einem Industriepark im Grenzgebiet. Der Machthaber Nordkoreas will damit Druck auf die Regierung Südkoreas ausüben - doch die ist die falsche Adresse für derlei Drohungen.
Eine Analyse von Christoph Neidhart, Tokiomehr...
Nordkorea provoziert weiter - und macht die Grenzen zum Nachbarland vollständig dicht. Arbeiter haben keinen Zugang mehr zum Industriekomplex Kaesong. Dort befinden sich noch mehrere Hundert Südkoreaner.
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Vom Schweizer Schulbuben zum Diktator einer Atommacht: Als Kim Jong Un 2011 die Macht in Nordkorea übernahm, erhoffte sich der Westen eine Öffnung des bettelarmen, aber hochgerüsteten Landes. Doch stattdessen provoziert Kim die internationale Gemeinschaft mit Kriegsdrohungen und Raketentests.
Ein Porträt in Bildernmehr...
Und noch ein Piekser von Kim Jong Un: Nordkorea reaktiviert einen Atomreaktor, der waffenfähiges Plutonium produzieren kann. Südkorea und die USA reagieren darauf relativ gelassen. Das Regime in Pjöngjang sei für einen Krieg ohnehin nicht gewappnet, heißt es. Elementare Fehler in Angriffsplänen nähren diesen Verdacht.
Von Michael Königmehr...
Nordkorea will einen Atomreaktor wieder hochfahren und droht dem südlichen Nachbarn. Die USA haben trotz der aggressiven Rhetorik keine Hinweise auf größere Truppenbewegungen - und schicken dennoch ein Kriegsschiff in die Region.
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Meinung
Das Schauspiel hat schon fast Tradition: Südkorea und die USA ziehen ins Manöver, Nordkorea reagiert mit wüsten Drohungen. Diesmal klingt das Säbelrasseln jedoch besonders gefährlich, weil das Motiv des Diktators Kim Jong Un rätselhaft ist. Will er die Anerkennung als Atommacht? Oder wird er ein Opfer der eigenen Propaganda?
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Das verbale Säbelrasseln wird lauter: Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye droht Nordkorea mit einem massiven militärischen Gegenschlag - auch direkte Angriffe auf Nordkoreas Machthaber schließt Seoul nicht aus. Kim Jong Un baut derweil die Regierung seines Landes um.
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Die Rhetorik auf der koreanischen Halbinsel wird immer aggresiver - Pjöngjang hat den Kriegszustand verkündet. Russland ruft nun alle Parteien zu "maximaler Verantwortung" auf. Niemand dürfe die rote Linie überschreiten.
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Die Zeit zwischen Krieg und Frieden sei vorüber: Nordkorea ruft den "Kriegszustand" aus. "Keine wirklich neue Drohung", heißt es aus Südkorea - die beiden Länder befinden sich formal betrachtet ohnehin noch immer im Krieg. Die USA nehmen die Ankündigung dennoch ernst.
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Nordkorea verschärft die Kriegsrhetorik: Nach der Entsendung von zwei US-Tarnkappenbombern nach Südkorea hat Pjöngjang nach eigenen Angaben seine Raketen für mögliche Angriffe in Bereitschaft versetzt. Diese sollen angeblich Ziele auf dem US-Festland treffen können. Russland ist in Sorge und warnt vor "militärischen Muskelspielen" auf der Halbinsel.
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Ein 10.000-Kilometer-Flug als Demonstration der Stärke: Nach einer Reihe von massiven Drohungen aus Nordkorea haben die USA an südkoreanischen Militärübungen teilgenommen. Die zwei atomwaffenfähigen Tarnkappenbomber sollen der Abschreckung dienen.
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