Kim Jong Un übernahm im Dezember 2011 die Führung Nordkoreas von seinem verstorbenen Vater Kim Jong Il. In dem diktatorisch geführten, kommunistischen Land leben etwa 24 Millionen Menschen. Schätzungen der UN zufolge sind viele von ihnen verarmt und von Hunger bedroht. Trotzdem unterhält das Regime eine Armee mit mehr als einer Million Soldaten und investiert viel Geld in sein Raketen- und Atomprogramm.
Eigentlich galten die Nordkorea-Dokumente als geheim: Bei einer Anhörung im US-Kongress hat ein Abgeordneter aus Geheimdienstpapieren zitiert. Die behaupten, Pjöngjang sei in der Lage, seine Raketen mit Atomsprengköpfen zu bestücken. Das Pentagon warnt vor voreiligen Schlüssen, US-Präsident Obama spricht eine deutliche Warnung aus.
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Kim Jong Uns militärische Kraftmeiereien sind gar nicht so irrational, sagen Nordkorea-Experten. Denn Pjöngjang wolle gar nicht, dass sein Militär auf die Probe gestellt werde. Stattdessen versuche sich Nordkoreas Machthaber im Konflikt mit den USA und Südkorea als großer Stratege - und halte sich dabei an die Rezepte seines Vaters.
Von Christoph Neidhart, Tokiomehr...
Pjöngjang bereitet nach Einschätzung des südkoreanischen Militärs möglicherweise einen Raketenabschuss vor. Die USA warnen Nordkorea eindringlich - das Land balanciere nahe an einer gefährlichen Linie. Washington sei auf alles vorbereitet.
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Meinung
Atomtest, Raketenverlegung, bluttriefende Rhetorik: Das Regime in Nordkorea schwelgt in Gewaltphantasien, von denen es sich allein nicht befreien kann. Es wird Zeit, Kim Jong Un aus der Falle zu holen, die er sich selbst gestellt hat. Am besten könnte das China gelingen.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
"Lebensbedrohliche Situation": Die USA und Südkorea haben ihre Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Wachsamkeitsstufe für die Armee wurde von drei auf zwei hochgestuft - eins bedeutet Krieg.
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Fast 50.000 Computer und Bankautomaten waren von einem massiven Hackerangriff auf Südkorea im März betroffen. Die Regierung in Seoul glaubt, den Schuldigen dafür nun gefunden zu haben: Nachbar Nordkorea soll die Attacke über Monate geplant haben.
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Nordkoreas Machthaber fordert die USA heraus. Ist das Irrsinn? Nein, das Land folgt vielmehr seiner eigenen Logik. Kim Jong Un erwirbt sich gerade den Respekt seines Volkes und der Elite. Fehlen nur noch: ein Ende der Spannungen, ein Friedensvertrag mit den USA - und Geduld.
Ein Gastbeitrag von Nordkorea-Experte Rüdiger Frankmehr...
Jede Rakete, die japanisches Territorium bedroht, soll abgeschossen werden: Japan hat auf die Drohungen aus Nordkorea reagiert und mitten in Tokio Raketenabwehrsysteme installiert. Derweil reagieren europäische Diplomaten in Pjöngjang gelassen auf die brisante Lage in der nordkoreanischen Hauptstadt.
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Bisher war es so: Kim Jong Un drohte mit einem Atomkrieg - und die USA reagierten zurückhaltend. Nun deutet sich ein Strategiewechsel an: Amerika könnte nordkoreanische Angriffe in Zukunft direkt und mit gleicher Härte vergelten. Heißt das Atomkrieg? Nein. Möglicherweise wollen die USA so vor allem China unter Druck setzen.
Von Nakissa Salavatimehr...
Zur Zeit promotet der süd-koreanische Musiker sein neues Album. Aueßrdem erzählt er aus erster Hand wie die Menschen in Südkorea mit der Krise umgehen.
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Nordkorea will seine 53.000 Arbeiter aus der gemeinsam mit Südkorea betriebenen Sonderwirtschaftszone Kaesong abziehen. Zuvor hatte der südkoreanische Vereinigungsminister von Anzeichen für einen neuen Atomtest Pjöngjangs gesprochen - doch das Verteidigungsministerium in Seoul beschwichtigt.
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Kein Start in Kalifornien: Angesichts der Spannungen mit Nordkorea verschieben die USA einen lange geplanten Raketentest. Pjöngjang reiht seit Wochen immer neue militärische Drohungen aneinander.
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Meinung
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un ist der große Unbekannte: Blufft er nach außen, um im Inneren reformieren zu können? Hat er die Lage unter Kontrolle? Wer weiß das schon. Fest steht: Sein Regime kann nur in der durch die Atombombe abgesicherten Isolation überleben.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Es ist nur ein Bürogebäude in der besten Straße von Auckland in Neuseeland. Doch hier zieht ein Familienclan die Strippen im internationalen Geschäft mit Briefkastenfirmen. Ihre Kunden sind Geschäftspartner von Drogenbossen, Waffenschmugglern - und in den größten Steuerbetrug der russischen Geschichte verwickelt.
Von Bastian Brinkmann, Christoph Giesen und Frederik Obermaiermehr...
Die Regierung in Pjöngjang rät der Bundesregierung nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa, die deutsche Botschaft in Nordkorea zu räumen. Zuvor hatten auch andere diplomatische Vertretungen ähnliche Warnungen bekommen.
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In der Grenzregion von Nordkorea, Russland und China ist es laut Angaben der US-Erdbebenwarte USGS zu einer Erschütterung der Stärke 6,2 gekommen. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Erdbeben.
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Er baut Atombomben, veranstaltet Militärparaden, plant Kriege: Kim Jong Un präsentiert sich als gefährlicher Staatsführer. Doch in den USA nimmt Kims Kampftruppe kaum jemand ernst. Warum eigentlich nicht?
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