Alarmbereitschaft in Zypern: Bei der Öffnung der Banken am Mittag sollen Sicherheitskräfte Unruhen und Übergriffe verhindern. Um den Ansturm zu bewältigen, hat die Zentralbank in einem schwer bewachten Konvoi fünf Milliarden Euro Bargeld nach Nikosia liefern lassen.
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Banken auflösen, Budgets kürzen, Staatseigentum verkaufen: Die Regierung in Nikosia verhandelt, was sie machen muss, um zehn Milliarden Euro Notkredite zu bekommen. Der IWF zeigt sich bereits zufrieden. Der türkische Präsident sieht in der Krise gar eine Chance.
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Die Zeit wird knapp. Die zyprische Regierung sucht nach Lösungen, um das Land vor der Pleite zu bewahren. Die Ideen aus Nikosia begeistern deutsche Politiker jedoch wenig, eine Zustimmung im Bundestag ist fraglich.
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Meinung
Das Bild vom hässlichen Deutschen, der dem übrigen Europa sein Wirtschaftsmodell aufzwingt: In vielen Nachbarländern droht die Wut der Straße zur offiziellen Politik mit antideutschen Zügen zu werden. Die ständig geschürten Vorurteile gefährden das Fundament der EU.
Ein Kommentar von Martin Winter, Brüsselmehr...
Unmittelbar nach dem Abschluss der Gespräche über das EU-Hilfspaket ist Zyperns Finanzminister Michalis Sarris zurückgetreten. Ein Nachfolger steht bereits fest.
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Renten runter, Steuern rauf - die zyprische Regierung arbeitet an einem harten Sparprogramm. Doch während der Verhandlungen tritt der Finanzminister zurück. Und auch Präsident Anastasiadis gerät unter Druck. Einer seiner Schwiegersöhne soll Millionen ins Ausland geschafft haben.
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Ein Flugzeug voller Cash: Die Zentralbank in Nikosia hat mehrere Milliarden Euro Bargeld bekommen, kurz bevor die Banken öffneten. Das Geld kam offenbar aus Deutschland.
Die Entwicklungen im Newsblog von Bastian Brinkmann und Oliver Klasenmehr...
Die Arbeitslosigkeit steigt, viele verlieren den Großteil ihres Vermögens, erste Selbstmordversuche werden gemeldet: Für die Zyprer wird nichts mehr so sein, wie es einmal war. Aber auch für Europa bricht ein neues Zeitalter an - denn was in Zypern geschieht, hat es bisher in keinem anderen Land gegeben.
Von Christiane Schlötzer, Nikosiamehr...
Entlassungen, Lohnkürzungen, ruinierte Betriebe: Die Finanzkrise erreicht die Wirtschaft Zyperns schon wenige Tage nach der Verabschiedung des Rettungspakets. Und auch die Abgaben der Bankkunden sind noch höher als erwartet.
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Die EZB liefert Hunderte Millionen in bar, die Polizei bastelt an Einsatzplänen: Zypern stellt sich auf einen Ansturm bei Öffnung der Banken ein. Die soll am Donnerstag erfolgen. Wie viel Geld werden wohlhabende Kunden verlieren?
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Löhne, Bildung, Familie, Gleichstellung und Finanzmarktregulierung. Echte Schlager sind die jetzt vorgestellten Wahlkampfthemen der Sozialdemokraten nicht. Doch was bleibt? In der Euro-Politik sind sich Merkel und Steinbrück ziemlich einig.
Von Susanne Höll, Berlinmehr...
Die russische Regierung hat die mächtige Rolle genossen, die dem Land im Fall Zypern international attestiert wurde. In Wahrheit aber ist Moskaus Interesse an einem stabilen Euro größer als das Streben nach Einfluss. Und wer hätte den Russen erklärt, dass man mit ihren Steuern ein Land rettet, in dem der Lebensstandard weit über ihrem eigenen liegt?
Von Julian Hansmehr...
Der Plan B nimmt Gestalt an: Nach stundenlangen Verhandlungen haben sich Zyperns Politiker auf einen Rettungsplan verständigt. Wichtigster Punkt: Ein neuer Fonds, der mit Kapital von Kirche, Rentenkasse und anderen Einrichtungen gefüllt wird. Doch egal, was in Nikosia beschlossen wird, die Troika der Geldgeber muss erst zustimmen - und das ist höchst ungewiss.
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Langsam werden die Unterhändler nervös: Die Regierung in Nikosia muss irgendwie sieben Milliarden Euro auf den Tisch legen - "praktisch sofort", wie EU-Diplomaten sagen. Eine unvorstellbare Summe. Ist es also denkbar, dass Zypern den Euro zurückgibt?
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Abgeschmettert: Ohne eine einzige Ja-Stimme lässt das Parlament in Nikosia die Zwangsabgabe für Sparer scheitern. Dabei ist das eine Bedingung für Notkredite aus dem Euro-Rettungsfonds. Zyperns Finanzminister Sarris verhandelt in Moskau über neue Milliardenhilfen für den Inselstaat.
Von Christiane Schlötzer, Nikosia, und Claus Hulverscheidt, Berlinmehr...
Das Parlament in Nikosia hat die Pläne zu einer Zwangsabgabe auf zyprische Bankkonten abgeschmettert. Doch die Pläne haben schon Schaden angerichtet, sagt der zyprische Anwalt Angelos Exadaktylos, der ausländische Investmentfirmen berät. Ein Gespräch über Profiteure und das Vertrauen von Investoren in die EU.
Von Vanessa Steinmetzmehr...
Erst verworfen, jetzt wird sie wohl doch kommen: Laut Medienberichten hat sich Zypern mit der Euro-Gruppe auf eine Sonderabgabe auf Bankguthaben geeinigt. Die Kunden der Bank of Cyprus sollen demnach 20 Prozent ihres dort lagernden Vermögens abtreten müssen. Die Gespräche zur Rettung des Landes sind nach Angaben der Regierung in Nikosia in einer "heiklen Phase".
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Die Abstimmung hat begonnen: Das zyprische Parlament hat sich mehrheitlich für einen Solidaritätsfonds ausgesprochen und will außerdem mit einer Kapitalverkehr-Begrenzung verhindern, dass Geld von der Insel abgezogen werden kann. Die Zeit für weitere Entscheidungen drängt - am Montag könnte die EZB die Banken des Landes kollabieren lassen.
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Jetzt ist es offiziell: Angesichts der drohenden Staatspleite Zyperns bleiben die Banken des Landes noch bis Dienstag geschlossen. Gleichzeitig wird weiter nach Lösungen gesucht, um den Bankrott des Inselstaates doch noch abzuwenden.
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Juweliere, Luxushotels, Spielcasinos: Der türkische Teil Zyperns profitierte stets vom Geld der Gäste aus dem reichen Süden. Jetzt steht der Norden mit seiner Lira plötzlich stärker da - doch die Kunden bleiben aus.
Von Christiane Schlötzer, Nikosiamehr...
Gazprom ist an Gasvorkommen interessiert, die russische Regierung ist hinter Steuerflüchtlingen her. Die Kirche mischt auch mit, und die EU will den Bankensektor zurückstutzen. Zypern ist zum Schauplatz eines gigantischen Geschacheres geworden. Um das Wohl der Kleinsparer geht es dabei schon lange nicht mehr.
Von Christiane Schlötzer, Nikosiamehr...
Zyperns Präsident Anastasiades ringt in Brüssel um die Zukunft seines Landes. Gelingt keine Einigung über das Hilfspaket, dann droht Zypern am Dienstag der Bankrott. Das entscheidende Treffen mit den Finanzministern der Euro-Länder verzögert sich bis in die Nacht. Besonders umstritten ist die Frage, wie Zypern den Eigenanteil an den notwendigen Rettungsmilliarden aufbringen kann.
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