Exklusiv
Der Fiskalpakt soll aus Europa einen Kontinent der guten Haushälter machen. Für Schuldensünder bietet er keinen Notausstieg - allerdings auch für sonst niemanden: Deutschland kann den Vertrag, wenn er einmal beschlossen ist, nicht mehr kündigen. Die Linke sieht das als Verfassungsbruch.
Von
Daniel Brössler, Berlinmehr...
Der ältere Bruder von Mohamed Merah will nichts von den Attentatsplänen gewusst haben. Doch einem Medienbericht zufolge ist sein Handy in der Nähe der jüdischen Schule gefunden worden. Am Vorabend der Tat sollen die beiden Geschwister zusammen zu Abend gegessen haben. Der Salafist gibt zu, stolz auf seinen toten Bruder zu sein.
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Meinung
Die Franzosen sind so sehr von ihren gemeinsamen Werten und der Einzigartigkeit ihrer Republik überzeugt, dass der Terror von Toulouse sie bis ins Mark trifft. Ist die Gesellschaft am Ende mitschuld daran, dass ein junger Mann zum grausamen Mörder wurde? Es ist Zeit, dass die Nation versucht ihrem hohen Selbstbild wirklich gerecht zu werden.
Ein Kommentar von
Stefan Ulrichmehr...
Claude Guéant will die Wiederwahl Nicolas Sarkozys - er hat die Chance nach den Attentaten von Toulouse genutzt. Sofort ist er nach Südfrankreich gereist - seitdem hängt das Volk an seinen Lippen. Er kann über Terrorbekämpfung und innere Sicherheit reden, ohne den Waffenstillstand im Wahlkampf zu brechen. Bisher fiel er vor allem mit Sticheleien gegen Muslime auf.
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Michael Kläsgenmehr...
Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy möchte künftig Internet-Nutzer bestrafen, die terrorverherrlichende Videos im Netz konsumieren. Der populistische Vorschlag wäre nur durch Überwachung umzusetzen - und passt bestens zur internetfeindlichen Grundhaltung des Staatsoberhaupts.
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Johannes Kuhnmehr...
Fast 33 Stunden hatte sich der Serienmörder Mohamed Merah in seiner Wohnung in Toulouse verschanzt, bevor Mitglieder eines Spezialkommandos ihn durch einen Kopfschuss töteten. Doch nicht einmal einen Tag danach entflammen in Frankreich die Diskussionen - über die Länge und das Ende des Einsatzes, die Polizei-Eliteeinheit RAID an sich und das Versagen der Geheimdienste.
Die wichtigsten Fragen und Antworten von
Melanie Staudinger und Lena Jakat.mehr...
Die Wahlkampfpause nach den Attentaten von Toulouse währt nicht lange: Die Präsidentschaftskandidaten in Frankreich fallen erneut in Hetzreden und polemische Vorwürfe zurück. Auch Nicolas Sarkozy, der sich in den vergangenen Tagen sehr versöhnlich gezeigt hatte - und in Umfragen seinen Rückstand gegen Widersacher Hollande fast wettgemacht hat.
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Stefan Ulrich, Parismehr...
Unerwartete Ereignisse können Wahlen beeinflussen - nun möglicherweise auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich: Nach der Terrorserie in Toulouse holt der französische Staatschef Sarkozy in Umfragen gegenüber seinem schärfsten Rivalen Hollande deutlich auf.
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Warum diese Morde? Warum haben Polizei und Geheimdienste Mohamed Merah nicht stoppen können - obwohl er vorbestraft war und beobachtet wurde? Eine al-Qaida-nahe Organisation bekennt sich, aber vieles spricht dafür, dass der Todesschütze alleine gehandelt hat. Der Terrorist von Toulouse könnte für ein neues Problem stehen: den terroristischen Einzeller.
Von
Stefan Ulrich, Parismehr...
Meinung
Seit fünf Jahren versucht Frankreich, die parlamentarischen Elemente der Republik zu stärken. Fast wäre das Unterfangen geglückt. Doch der Schock von Toulouse hat das Land schlagartig in alte Muster zurückgeworfen - und das Verlangen nach einem besonderen, starken Mann verstärkt.
Ein Kommentar von
Joseph Hanimannmehr...
Frankreichs Präsident Sarkozy hat den Mord an drei Fallschirmjägern als "terroristische Exekution" verurteilt. Der Täter habe die Nation getroffen, es gelte aber nun, auf jegliche Rache zu verzichten. Die Tatsache, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen Islamisten handelt, hatte zuvor unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.
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Erst soll sie ihn im Wahlkampf unterstützen, dann sagt Frankreichs Präsident der deutschen Kanzlerin wieder ab - und das per Radiointerview. Angela Merkel ist verärgert.
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Einen Tag vor Ablauf der Frist verkündet Sarkozys Erzrivale Dominique de Villepin, nicht genügend Unterstützerstimmen für die Zulassung zur Präsidentschaftswahl in Frankreich zu haben. Der ehemalige Premierminister muss auf einen Endspurt hoffen - und facht die Debatte über das Wahlsystem an.
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Lilith Volkertmehr...
Meinung
Die inneren Grenzen abzuschaffen, war einer der größten Erfolge der europäischen Einigung. Deshalb könnte man das Unbehagen des französischen Präsidenten Sarkozy über den Schengen-Vertrag als Wahlkampf-Getöse abtun. Doch das wäre leichtsinnig.
Ein Kommentar von
Martin Wintermehr...
Es geht aufwärts für Nicolas Sarkozy: In einer neuen Umfrage liegt Frankreichs amtierender Präsident erstmals vor seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande. Die gerade erst zur Wahl zugelassene rechtsextreme Kandidatin Le Pen folgt auf Platz drei.
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"Säbelrasseln in höchster Potenz": Scharf reagieren die französische Opposition und das Nachbarland Luxemburg auf die Drohung von Präsident Sarkozy, wieder Grenzkontrollen zu EU-Ländern einzuführen. Nicht einmal die extreme Rechte um Marine Le Pen stellt sich in diesem Punkt hinter den Wahlkämpfer. Brüssel zeigt sich wortkarg.
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Im Ringen um seine Wiederwahl scheut der französische Präsident auch vor populistischen Themen nicht zurück. Es gebe einfach "zu viele Ausländer" in Frankreich, sagte Sarkozy in einem Interview. Er wolle daher die Aufnahme von Zuwanderern stark begrenzen und Sozialleistungen an striktere Bedingungen knüpfen.
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Meinung
Sie nannten ihn Pudding: Frankreichs sozialistischer Präsidentschaftskandidat Hollande galt bis vor kurzem als zu weich. Heute macht er halb Europa Angst. Ist Monsieur Hollande wirklich so gefährlich?
Ein Kommentar von
Stefan Ulrich, Parismehr...
Sorge um die deutsch-französischen Beziehungen? Papperlapapp! Kanzlerin Merkel lässt über ihren Sprecher erklären, warum sie Frankreichs sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Hollande nicht empfangen will.
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Angela Merkel soll den Präsidentschaftskandidaten der französischen Sozialisten, François Hollande, nicht empfangen wollen - und erzeugt damit Unmut beim Koalitionspartner FDP. Man habe große Sorge, dass der "Eindruck eines Boykotts" die Beziehungen zum Nachbarland belasten könne, heißt es aus Guido Westerwelles Außenministerium. Hollande selbst gibt sich unbeeindruckt.
Von
Robert Roßmann und Daniel Brössler, Berlinmehr...
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