Vernichtete Akten Ermittlungen zu Neonazi-Morden Wenn der Verfassungsschutz zweimal schreddert

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat nicht nur am 11. November 2011 NSU-Akten geschreddert, sondern auch noch einige Tage danach. Und anders als im ersten Durchgang vernichtete man dabei auch Dokumente, die noch nicht genauer gesichtet worden waren. Von Tanjev Schultz mehr...

Bundestag Commission Investigates NSU Murders Pannen bei NSU-Ermittlungen Wenn der Umgang mit Akten zum Glücksspiel wird

Meinung Das Bundesamt für Verfassungsschutz, kaum verlässlicher als eine Lotterie: Ein Geheimdienst, der Akten schreddert, wenn es einem Referatsleiter gefällt, ist gemeingefährlich. Wenn derartige Fehler in Serie passieren, darf sich eine Behörde nicht wundern, dass viele Bürger dem Apparat zutiefst misstrauen. Doch der Verfassungsschutz hat nicht als Einziger versagt. Ein Kommentar von Hans Leyendecker mehr...

Neonazi-Untersuchungsausschuss NSU-Terroristen arbeiteten nicht für Geheimdienst

Die acht V-Leute des Bundesverfassungsschutzes in der Thüringer Neonazi-Szene zählten nicht zur Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund. Das geht aus ungeschwärzten Unterlagen hervor, die der Verfassungsschutz zur Verfügung stellte. Die Preisgabe von Akten mit Klarnamen gilt als einmaliger Vorgang. mehr...

NSU-Untersuchungsausschuss Pannen bei der NSU-Ermittlung Geheimdienst-Kontrolleure begehren auf

Der Präsident ist weg, die NSU-Aktenschredder-Affäre geht weiter: Nach dem Rücktritt von Verfassungsschutz-Chef Fromm fordern Innenpolitiker aus allen Parteien weitere Konsequenzen. Der Grüne Ströbele fordert den Rücktritt von BKA-Chef Ziercke. Die Linken wollen den Verfassungsschutz ganz abschaffen. Von Thorsten Denkler, Berlin mehr...

Neonazi-Mordserie Mutmaßlicher NSU-Helfer André E. kommt frei

Der Bundesgerichtshof hat im NSU-Verfahren den Haftbefehl gegen einen Beschuldigten aufgehoben - er zweifelt daran, dass dieser das Bekennervideo der Terrorgruppe produziert hat. Derweil meldet sich ein ehemaliger Vize-Chef des Bundeskriminalamtes zu Wort: Er stellt den Ermittlern der Mordserie ein Armutszeugnis aus. mehr...

Rechter Terror in Deutschland Bundesgerichtshof hebt Haftbefehl gegen mutmaßlichen NSU-Unterstützer auf

Weil er dem NSU-Trio Pistolen und Papiere besorgt haben soll, wurde Holger G. im November 2011 inhaftiert. Nun hat der Bundesgerichtshof den Haftbefehl aufgehoben - ein dringender Tatverdacht zur Beihilfe zu den Neonazi-Morden bestehe nicht. mehr...

Fuenf Jahre nach dem Neonazi-Mord an Heilbronner Polizistin Zwickauer Neonazi-Terrorzelle Chaos und Streit bei Ermittlungen zu NSU-Morden

Von "Familienkrach" unter Fahndern ist in den Unterlagen die Rede, das BKA schied zeitweise sogar aus einer Steuerungsgruppe aus, es mussten Versöhnungstreffen organisiert werden: Bei den Ermittlungen zu den Morden der Zwickauer Terrorzelle ist offensichtlich vieles schiefgelaufen. Selbst auffälligen Hinweisen auf Täter aus dem rechtsextremen Milieu folgte die Soko nur halbherzig. mehr...

Verbrechen des Neonazi-Trios Sicherheitsbehörden haben bei Ermittlungen versagt

Auf der Spur der Terrorzelle: Die Fahnder der Soko "Bosporus" hatten oft die richtige Witterung - und doch keine Ahnung, dass die Mörder Neonazis waren. Die Untersuchungen zeigen eine neue Dimension des Versagens von Sicherheitsbehörden auf - statt der Ermittler hatte offenbar nur eine Zeugin das richtige Gespür. Von John Goetz und Hans Leyendecker mehr...

Saechsischer Landtag NSU-Ausschuss in Sachsen Die NPD ermittelt mit

In Sachsen sitzt ein NPD-Politiker in dem parlamentarischen Ausschuss, der sich mit der Zwickauer Terrorzelle beschäftigen soll. Geschafft hat er das mit Hilfe der anderen Fraktionen - denn ohne den rechtsextremen Parlamentarier Arne Schimmer wäre das Gremium nicht zustande gekommen. Von Antonie Rietzschel mehr...

Untersuchungsausschuss zur Zwickauer Neonazi-Zelle Ombudsfrau der NSU-Opfer fordert unbürokratische Hilfen

Barbara John, die Ombudsfrau der Neonazi-Opfer, hat vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages von der schwierigen Situation der Hinterbliebenen berichtet - und weitere finanzielle Hilfen gefordert. Die Übermittlung ermittlungsrelevanter Akten durch die Länder geht unterdessen schleppend voran. mehr...

Rechte Gewalt Polizei bei Gedenkfeier für NSU-Opfer angegriffen

Es hätte eine friedliche Kundgebung für ein Opfer der Neonazi-Terrorzelle werden sollen. Doch bei der Gedenkfeier in Rostock störten Rechtsradikale und griffen sogar Polizisten an. mehr...

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Gedenkfeier für Neonazi-Opfer Merkel warnt vor Verrohung des Geistes

"Nicht nur Extremisten sind gefährlich": Angela Merkel warnt bei der Gedenkfeier für die Opfer der Zwickauer Terrorzelle in Berlin vor Gleichgültigkeit und Unachtsamkeit gegenüber Intoleranz und Rassismus. Sie entschuldigt sich bei den Hinterbliebenen der Neonazi-Morde für falsche Verdächtigungen. Mehrere Angehörige rufen in bewegenden Ansprachen zum Einsatz gegen Hass und Gewalt auf. mehr...

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Gedenken an die Neonazi-Opfer Wie Integration endlich gelingen kann

Meinung Trauer, Scham und Schande: Angela Merkel entschuldigt sich in ihrer Gedenkrede bei den Angehörigen der Opfer der Zwickauer Terrorzelle. Von schädlichen Vorurteilen spricht die Kanzlerin, die zu einem "Klima der Verachtung" geführt hätten. Für die Integrationsdebatte kann es nur eine Konsequenz geben: Respekt von Alt- und Neubürgern voreinander und füreinander. Ein Kommentar von Heribert Prantl mehr...

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Gedenken an Neonazi-Opfer Große Geste eines bescheidenen Mannes

Die Gedenkstunde für die Opfer der Zwickauer Terrorzelle wird zu einem Akt gemeinsamer Trauer. Kanzlerin Angela Merkel ringt um Erklärungen für die Morde der Neonazis. Sie entschuldigt sich bei den Hinterbliebenen. Doch es ist Ismail Yozgat, der in seiner unfassbaren Bescheidenheit die Türen zur Versöhnung öffnet. Er hat seinen Sohn verloren. Nun wird ihm zugehört. Endlich. Von Thorsten Denkler, Berlin mehr...

Federal Prosecutor's Office Press Conference About Neo-Nazi Investigations Zwickauer Terrorzelle Anklage wegen Neonazi-Morden im Herbst

Exklusiv "Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen": Generalbundesanwalt Range kündigt im SZ-Interview an, bis Herbst genügend Beweise für eine Anklage in der Neonazi-Mordserie zu haben. Die Befugnisse seiner Ermittler bei länderübergreifenden Verbrechen hält er dennoch für unzureichend. Von Wolfgang Janisch, Heribert Prantl und Tanjev Schultz mehr...

Andre E. NSU Zwickauer Terrorzelle Neonazi Zwickauer Neonazi-Zelle Hilfe von der Hassfamilie

Immer donnerstags kamen sie zu Besuch: Der 32 Jahre alte André E. und seine Familie waren enge Vertraute des Zwickauer Terrortrios. Jetzt bekommen die Ermittler über E. immer mehr Einblick in die Gespenster-Welt der braunen Zelle. Auf einem Computer fanden sich Bilder von Opfern der NSU-Mörder und im Ordner "bildermix" Fotos von Gerhard Schröder - mit Judenstern. Von Hans Leyendecker mehr...

Die vom NSU für ihre Morde verwendete Waffe, eine Ceska 83 7.65mm Browning Unterstützer der Zwickauer Terrorzelle Pistole aus dem Berner Oberland

In den Ermittlungen zu den Neonazi-Morden ist in der Schweiz ein weiterer Mann festgenommen worden. Er soll den NSU-Mitgliedern eben jene Waffe beschafft haben, mit der später neun Migranten getötet wurden. Ob der Verdächtige die Pistole selbst weitergereicht hat oder nur ein Glied in einer langen Kette war, ist noch unklar. Von Hans Leyendecker mehr...

Innenminister Friedrich nennt Arbeit mit V-Leuten 'sehr professionell' Ermittlungen zu Neonazi-Trio Ließ BKA Handy-Daten von Verdächtigen löschen?

Im Fall der Zwickauer Neonazi-Zelle ließ das Bundeskriminalamt angeblich wichtige Ermittlungsdaten löschen - die Behörde bestätigt den Vorgang, widerspricht aber dem Vorwurf, Beweise zu unterdrücken. Bundesinnenminister Friedrich verlangt genaue Aufklärung Außerdem soll die US-Justiz helfen, die Internetaktivitäten der Terrorgruppe aufzuschlüsseln. mehr...

Zwickauer Terrorzelle Weitere Festnahme in der Schweiz

Nach der Heimkehr klickten die Handschellen: In der Schweiz ist ein Mann festgenommen worden, der möglicherweise der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle eine Waffe gegeben hat. Mit der Pistole der tschechischen Marke Ceska sollen die NSU-Mitglieder später mehrere Morde verübt haben. mehr...

Bund-Länder-Kommission Rechtsterrorismus Zwickauer Terrorzelle Bundeskabinett setzt Kommission zur Aufklärung von Nazi-Morden ein

Den Untersuchungsausschüssen zur Aufklärung der Verbrechen der Terrorgruppe NSU wird eine Bund-Länder-Kommission zur Seite gestellt. Das Gremium aus Innenpolitik- und Rechtsexperten soll einen eigenen Stab im Bundesinnenministerium erhalten. Kritik an der Aufarbeitung kommt unterdessen von der Polizeigewerkschaft. mehr...

Neonazi-Terrorgruppe NSU Weitere Verdächtige im Visier der Fahnder

Immer mehr Details werden zu dem Zwickauer Neonazi-Trio bekannt. Auch die Festnahme vom Sonntag dürfte nicht die letzte gewesen sein. Die Ermittler haben weitere Beschuldigte im Blick. mehr...

Vorschau: Pressekonferenz zu Terror von rechts Kampf gegen rechten Terror "Mörder zündeln nicht, die fackeln ab"

Mit einem Großaufgebot von bald 500 Kriminalbeamten sollen die Morde, Anschläge und Überfälle der Zwickauer Terrorzelle und deren Helfer aufgeklärt werden. Tatsächlich gibt es bei weiteren ungesühnten Verbrechen noch große Rätsel. Von Hans Leyendecker mehr...

Federal Prosecutor's Office Press Conference About Neo-Nazi Investigations BKA bittet in Terror-Ermittlungen um Hinweise Neonazi-Ermittler setzen auf die Schwarmintelligenz

Wer ist den Zwickauer Terroristen begegnet, hat sie zufällig im Urlaub getroffen oder ihr Wohnmobil gesehen? Das Bundeskriminalamt bittet die Bevölkerung um Informationen. Entsprechende Plakate werden aufgehängt, eine Hotline ist eingerichtet. Es gebe noch zu viele "Lücken", sagt BKA-Chef Ziercke. Einen weiteren Verdächtigen haben seine Ermittler aber dennoch im Visier. Von Michael König mehr...

rechter Terror Rechter Terror in Deutschland Rechter Terror in Deutschland Ein widerlicher Film wird zur Staatsaffäre

Die Geschichte des Terrorismus ist voller Wirrköpfe und Amokläufer. Aber solche Fanatiker wie die Zwickauer Gewalttäter hat die Welt selten gesehen. In ihrem Bekennervideo dokumentieren die Neonazis ihre Gräueltaten - und machen eine Comicfigur zum Führer durch das Grauen. Die Bilder bringen den Thüringer Verfassungsschutz in Erklärungsnot. Wie konnten die Verdächtigen, die schon in den neunziger Jahren als stramme Neonazis bekannt waren, einfach untertauchen? Von Hans Leyendecker und Christiane Kohl mehr...

rechter Terror Leutheusser-Schnarrenberger und Friedrich gegen Rechtsterror Leutheusser-Schnarrenberger und Friedrich gegen Rechtsterror Wir wollen so viel, aber wir wissen nicht was

"Mit aller Kraft" ins Ungefähre: Innenminister Friedrich und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger wollen gezielter gegen Rechtsterror in Deutschland vorgehen. Aber wie? Ihre Pressekonferenz nach dem Krisengipfel der Sicherheitspolitiker und -behörden zur Zwickauer Neonazi-Zelle lässt viele Fragen offen. Nicht einmal eine Entschuldigung bei den Angehörigen der Opfer will gelingen. Von Thorsten Denkler, Berlin mehr...