"Gigi" gilt als Held in der rechtsradikalen Szene. Der Sänger hatte in einem Lied, das bereist vor einigen Jahren entstanden ist, die Opfer der NSU-Mordserie verhöhnt. Wusste "Gigi" damals schon Bescheid?
Von Bastian Obermayermehr...
Alle Augen sind beim Auftakt zum NSU-Prozess auf Beate Zschäpe gerichtet. Welchen Eindruck macht die Hauptangeklagte? Wie ist die Stimmung im Gerichtssaal? Wie reagieren die Angehörigen auf die Unterbrechung? SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger über den ersten Prozesstag im Video.
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Die Botschaft von Bundesanwalt Diemer ist klar: Hier sitzt kein naives Frauchen, sondern eine Terroristin, eine bis ins Mark braun gefärbte Täterin. In der Anklageschrift beschreibt er Beate Zschäpe als eine Art Geschäftsführerin des NSU. Die zeigt sich von alledem unbeeindruckt - und schweigt.
Aus dem Gerichtssaal von Annette Ramelsbergermehr...
Sie ist still, in sich gekehrt und lächelt nicht: Am zweiten Prozesstag zeigt sich die NSU-Angeklagte Beate Zschäpe deutlich weniger forsch. Heftige Wortgefechte und Machtspielchen bestimmen dennoch das Verfahren.
SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger über den Prozesstag im Videomehr...
Meinung
Die Ermittler setzten Geisterbeschwörer ein, sie lagerten ihre Akten in der Rumpelkammer - oder schredderten sie gleich: Jedes Detail, das der NSU-Untersuchungsausschuss ans Licht brachte, steigerte das Entsetzen über die Behörden. Gerade weil der Ausschuss vorbildlich vorging, hat er das Vertrauen in den Staat erschüttert.
Ein Kommentar von Tanjev Schultzmehr...
Kanzlerin Merkel findet klare Worte: Bei der großen Gedenkfeier in Berlin zur Mordserie der Zwickauer Terrorzelle stellt sie sich an die Seite der Opfer, wie sie es zuvor noch nicht getan hat. "Wir alle können Ihnen heute zeigen: Sie stehen nicht länger allein mit Ihrer Trauer." Semiya Simsek konfrontiert die Kanzlerin mit harten Fragen: "Mein Vater wurde von Neonazis ermordet. Soll mich diese Erkenntnis nun beruhigen?"
Von der Gedenkveranstaltung in Berlin berichten Thorsten Denkler und Kathrin Haimerlmehr...
Nach Untersuchungen des Bundeskriminalamts handelt es sich um dieselbe Waffe, mit der Döner-Verkäufer in Rostock, ein Obsthändler in München, ein Gemüsehändler in Hamburg, ein Schneider in Nürnberg sowie ein Blumengroßhändler in Nürnberg erschossen worden waren.
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Neun Tote, mindestens drei Täter und Tausende Hinweise ohne konkreten Zusammenhang - in der Mordserie um die getöteten Migranten ist Aufklärung noch nicht in Sicht. Fahnder vermuten, dass hinter den Taten keine "braune RAF" steckt, sondern eine winzige Gruppe. Aber der Fall ist so abgründig, dass alles möglich scheint.
Von Joachim Käppner und Susi Wimmermehr...
Das Bundeskriminalamt soll sich bei der Suche nach den Mördern türkischer Imbiss-Betreiber eine weitere Panne geleistet haben - weil sie die falschen Verdächtigen im Visier hatten. Neue Details zur NSU-Terrorzelle kommen aus Niedersachsen: Eine Karte von Braunschweig weist auf weitere Anschlagsziele hin.
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Er bezweifelt, ob 20 BKA-Beamte die Ermittlungen besser geführt hätten als 200 Landesbeamte: Bayerns Ex-Innenminister Beckstein wird zur Neonazi-Mordserie befragt und verteidigt die bayerischen Behörden. Der CSU-Politiker war 2006 dagegen, dass die bayerische Soko den Fall abgibt - das wäre ein schwerer fachlicher Fehler gewesen.
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Wer schützt uns vor dem Verfassungsschutz? Nach der Enttarnung der Zwickauer Neonazi-Zelle wollen Abgeordnete die Mordserie von einem Sonderermittler püfen lassen. Die Parlamentarier erwarten "schonungslose Berichte" der Sicherheitsbehörden, andernfalls drohe aus einer Vertrauens- eine Staatskrise zu werden.
Von Susanne Höll, Berlinmehr...
Der thüringische Verfassungsschutz gilt als Versager-Truppe, weil er die Mordserie der Zwickauer Neonazis nicht verhindern konnte. Es kursieren sogar Verschwörungstheorien über eine Komplizenschaft mit den rechten Terroristen. Doch dafür gibt es keinerlei Belege. Und andere Sicherheitsorgane agierten noch viel dilettantischer als die Behörde in Thüringen.
Von Hans Leyendeckermehr...
Der Bundesgerichtshof hat im NSU-Verfahren den Haftbefehl gegen einen Beschuldigten aufgehoben - er zweifelt daran, dass dieser das Bekennervideo der Terrorgruppe produziert hat. Derweil meldet sich ein ehemaliger Vize-Chef des Bundeskriminalamtes zu Wort: Er stellt den Ermittlern der Mordserie ein Armutszeugnis aus.
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Kein anderer Innenminister war so intensiv mit der Mordserie der Neonazis befasst wie Günther Beckstein. In seiner Nachbarschaft wurde ein türkischer Blumenhändler erschossen. Jetzt muss der CSU-Politiker im Untersuchungsausschuss des Bundestags aussagen. Die Opposition wirft ihm vor, Ermittlungen im rechten Milieu verzögert zu haben.
Von Tanjev Schultz, John Goetz und Mike Szymanskimehr...
Weil die Nürnberger Kripo die Bedingungen eines wichtigen Informanten nicht akzeptieren wollte, soll dieser den Kontakt zur Polizei abgebrochen haben. Auch die Tatwaffe der Döner-Mordserie bleibt weiter verschollen.
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Ein Staatsakt der Betroffenheit und Reue: Zum Gedenken an die Opfer der Neonazi-Mordserie kamen höchste Staatsdiener, Politiker der Türkei und Vertreter von Migrantenorganisationen in Berlin zusammen. Die Familien der Opfer waren als Ehrengäste geladen.
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Der Bundesrat gedenkt der Opfer der Neonazi-Mordserie. "Vollständige Aufklärung ist das Gebot der Stunde", erklärt Bundesratspräsident Seehofer. Die Länder kündigen an, Konsequenzen aus den Fehlern der Sicherheitsbehörden zu ziehen.
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"Ich will mithelfen, dass Ihr Leid wahrgenommen wird": Jahrelang litten die Familien der Opfer der NSU-Terroristen unter falschen Verdächtigungen der Polizei. Nun hat Bundespräsident Gauck Angehörige getroffen. Die Türkische Gemeinde würdigt den Schritt - erhebt aber Vorwürfe gegen Bundesregierung und Innenminister.
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Ein alter Bekannter des Trios des "Nationalsozialistischen Untergrunds" rückt offenbar erneut ins Visier der Ermittler: Andre K. verübte Gewalttaten, gilt in der Szene als Mann der Faust. Aber hatte er überhaupt Kenntnis vom NSU?
Von Tanjev Schultzmehr...
Wurden bei der Untersuchung der Mordserie an Migranten Fehler gemacht? Der frühere Ermittlungsleiter bestreitet dies vorm Bundestags-Untersuchungsausschuss. Spott ist ihm trotzdem sicher. Denn wie erst jetzt bekannt wurde, betrieben die Fahnder sogar einen eigenen Imbiss, um potentiellen Tätern auf die Spur zu kommen. Ganz zu Ende gedacht war die Sache jedoch offenbar nicht.
Von Joachim Käppner und Tanjev Schultzmehr...
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