Der UN-Sicherheitsrat hat den gescheiterten Raketenstart scharf verurteilt - die Reaktion aus Nordkorea folgt prompt: Pjöngjang fühlt sich nicht mehr an das mit den USA vereinbarte Atom-Moratorium gebunden - und droht mit "Vergeltungsmaßnahmen".
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Die Kanzlerin gerät in Erklärungsnot. Angela Merkel weicht im Bundestag jeder Festlegung aus, was ihr AKW-Moratorium genau bedeutet - gut möglich, dass in drei Monaten einige Altreaktoren wieder anlaufen.
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Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Der Streit um den Bau der zweiten Stammstrecke in München spitzt sich zu: Während Ministerpräsident Seehofer das Aus schon verkündet hat, sieht MVV-Chef Freitag keine Alternative. Warum die Stadt ohne das Projekt nicht wachsen kann und warum Geldsorgen keine Rolle spielen dürfen.
Interview:
Marco Völklein und Christian Krügelmehr...
Nordkoreas Führung rüstet rhetorisch gegen Südkorea auf, aber wie es um seine tatsächliche Schlagkraft steht, ist unklar. Analysten halten die vor kurzem vorgeführten Flugkörper für "hastig zusammengeschusterte Attrappen". Trotzdem warnt China vor einem baldigen Atomtest des Landes.
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Paul-Anton Krügermehr...
Deutsche Kernkraftwerke gehen aus taktischen Gründen vom Netz: Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hat nach SZ-Informationen vor der Spitze der deutschen Industrie gesagt, dass die anstehenden Landtagswahlen der Grund für den plötzlichen Sinneswandel der Regierung in der Atompolitik sind. Entscheidungen seien da "nicht immer ganz rational".
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Michael Bauchmüller und Klaus Ottmehr...
Italien wollte wieder Atomnation werden - wegen der Katastrophe in Japan werden die AKW-Pläne ein Jahr auf Eis gelegt. Auch in den USA wird der Bau von zwei Reaktoren gestoppt. Die Lage im japanischen Meiler Fukushima-1 bleibt unterdessen laut Internationaler Atombehörde "sehr ernst" - und Greenpeace wirft der IAEA "Vertuschung" vor.
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Kommende Woche endet das Akw-Moratorium, das neue Atomgesetz wird aber frühestens Mitte Juli in Kraft treten. Trotzdem verzichtet Eon als erster Akw-Betreiber auf das Wiederanfahren der beiden Altreaktoren Isar I und Unterweser.
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Es war ein Schnellschuss - als Reaktion auf Fukushima, eine Hauruck-Maßnahme zur Besänftigung der Kernkraftgegner: Das Moratorium für die ältesten deutschen Atommeiler, das Kanzlerin Merkel im März erließ, endet an diesem Mittwoch. Was als Übergangsphase gedacht war, wurde zur Zeit der großen Entscheidungen. Vier Lehren aus dem Atommoratorium.
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Michael Königmehr...
Der Energiekonzern RWE wehrt sich juristisch gegen die vorübergehende Stilllegung des Meilers Biblis A und reicht Klage ein. Sollte das Unternehmen recht bekommen, steht das Atom-Moratorium der Regierung auf der Kippe.
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Rainer Brüderles Dementis machen alles nur noch schlimmer: Die Regierung verliert mit den Aussagen des liberalen Wirtschaftsministers zu Moratorium und Wahlkampf ihre Glaubwürdigkeit. Opportunismus ist nicht mehr opportun, wenn es um politische Kernfragen geht.
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Heribert Prantlmehr...
"Die Kanzlerin hat mehr Angst vor Wahlen als vor Strahlen": Genüßlich schlachtet die Opposition Rainer Brüderles Moratoriums-Äußerungen aus. Die Linke legt Angela Merkel nahe, den FDP-Minister zu feuern. Und Merkels Sprecher liefert sich auf Twitter einen Schlagabtausch mit einem Grünenpolitiker.
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Lena Jakat und Oliver Das Guptamehr...
Die FDP bleibt ihrem Ruf als Umfallerpartei gerecht. Bis Sonntag waren die Wirtschaftsliberalen strikte Verfechter der Kernenergie. Nun läuten sie die Wende ein: Generalsekretär Lindner will nun die acht Meiler, die unter das Moratorium fallen, für immer abschalten. Der schwarze Koalitionspartner übt Kritik am Schwenk der Liberalen.
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Thorsten Denklermehr...
Niederlage vor Gericht: Der frühere Hamburger Senator Roger Kusch darf sein umstrittenes Geschäft mit der Sterbehilfe vorerst nicht weiter betreiben.
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Eine "Zäsur", ein "Einschnitt für die ganze Welt" - so hatte Kanzlerin Merkel noch Anfang der Woche getönt. Und nun? Sie redet über das Morgen und führt Debatten von gestern, Union und FDP ziehen sich in alte Gräben zurück. Ein verheerender Fehler.
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Michael Bauchmüllermehr...
Die Ankündigung der Kanzlerin, die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke auszusetzen, erinnert an Schröders Basta-Politik. Vom Altkanzler ist aber nicht bekannt, dass er sich so offensichtlich für eine Sache zum Rechtsbrecher gemacht hätte.
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Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Die Opposition und Parlamentspräsident Lammert halten die Aussetzung der Laufzeitverlängerungen für rechtlich inakzeptabel - es ist der zweite Konflikt des CDU-Politikers mit der Kanzlerin innerhalb weniger Tage.
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Wirtschaftsminister Brüderle bringt die Regierung in Bedrängnis. Zwar bestreitet er, die Atomwende als Wahlkampftaktik bezeichnet zu haben - doch ein Zeuge bestätigt die Zitate.
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Michael Bauchmüller, Peter Blechschmidt, Karl-Heinz Büschemann und Susanne Höllmehr...
Mit einem abgeschriebenen Meiler können die großen Energiekonzerne etwa eine Million Euro pro Tag verdienen. Nun sollen drei Meiler vom Netz.
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Markus Balsermehr...
Die Atomkonzerne schlagen zurück: Da die Bundesregierung die Laufzeitverlängerung für die Meiler vorerst auf Eis gelegt hat, drehen die Betreiber dem Öko-Fonds den Geldhahn zu. Es geht um viel Geld.
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Deutschland ist Exportland - normalerweise auch bei Strom. Regelmäßig fließt aus deutschen Kraftwerken und Windparks mehr Strom ins Ausland als umgekehrt. Nicht so in diesen Tagen. Doch vor Alarmismus sollte man sich hüten: Knapp wird Elektrizität nicht.
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Michael Bauchmüller, Berlinmehr...
Scheitern ist nicht vorgesehen, Nordkorea ist immer Sieger. Umso schlimmer ist für Kim Jong Un der Absturz des Satelliten "Heller Stern", der trotz massiver Proteste ins Weltall befördert werden sollte. Das Dogma der Unfehlbarkeit ist dahin, die Macht des jungen Diktators könnte darunter leiden. Beobachter warnen vor einer Trotzreaktion.
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Michael Königmehr...
Nordkorea hat für April einen Satellitenstart angekündigt. Im Ausland sind frühere Starts als Tests für militärische Langstreckenraketen gewertet worden.
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Erstmals seit drei Jahren wollen die USA wieder Lebensmittel nach Nordkorea liefern. Unterhändler beraten in Peking über die Details der Nothilfe. Die Gespräche sind durch eine Annäherung im Streit um Pjöngjangs Atomprogramm möglich geworden. Allerdings gehen von dem isolierten Land weiterhin bedrohliche Signale aus.
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Pjöngjang will wieder Kontrolleure der Internationalen Atomenergiebehörde ins Land lassen. Zugleich provoziert Nordkorea den Westen - und beharrt darauf, eine Langstreckenrakete ins All schießen zu wollen.
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