Die Ausschreitungen beim Aufeinandertreffen der rechten Gruppierung Pro NRW mit radikalen Salafisten in Bonn waren heftig gewesen - jetzt warnen die Behörden vor einer ähnlichen Eskalation in Köln. Die Polizei hatte den Rechtsextremen untersagt, islamfeindliche Karikaturen zu zeigen. Mehrere Gerichte erklärten das Verbot nun für nichtig.
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Behörden werfen dem Islamischen Kulturzentrum Bremen vor, einen Gottesstaat errichten zu wollen. Im Gespräch mit der SZ verteidigt sich der Vorsitzende. Mohammad Omar Habibzada über Salafisten, warum man Demos mit Mohammed-Karikaturen verbieten sollte, den Umgang mit "Hasspredigern" - und warum Muslime in Deutschland niemanden wählen sollten.
Interview:
Roland Preußmehr...
Pro NRW provoziert mit einer Mohammed-Karikatur, gezeichnet hat sie Kurt Westergaard. Nun hat der dänische Karikaturist angekündigt, juristisch gegen die rechte Splitterpartei vorzugehen. Doch das wird nicht einfach.
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Die dänischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen Terroranschlag verhindert. Zwei dänische Brüder somalischer Herkunft seien wegen des Verdachts, einen "Terrorakt" begehen zu wollen, festgenommen worden, teilte die dänische Geheimpolizei mit.
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Sandra Maischberger möchte über Salafisten sprechen, doch Journalist Matussek und Politiker Bosbach halten sich nicht mit Feinheiten auf und tauschen lebhaft Islam-Vorurteile aus. Die Diskussion mit Imam Dabbagh wird zum Schlagabtausch über Opferideologie und Micky-Maus-Religionen. Es gibt nur eine leise Stimme der Vernunft.
Von
Sebastian Gierkemehr...
Brisante Entwicklung im Karikaturen-Streit: Dänische Zeitungen haben abermals eine umstrittene Karikatur des Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban veröffentlicht - aus Protest gegen Attentatspläne von Islamisten.
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Pünktlich zum fünften Jahrestag des Irakkriegs hat sich Osama Bin Laden offenbar zu Wort gemeldet. In einer Audio-Botschaft droht er der Europäischen Union wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen massive Rache an. Auch in Rom sitze einer der Schuldigen.
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Dem Mordanschlag auf den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard gingen jahrelange Drohungen voraus. Seine Zeichnung Mohammeds hält er für eine Verteidigung der Meinungsfreiheit.
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Die rechtspopulistische Splitterpartei Pro-NRW könnte den Landtagswahlkampf dafür missbrauchen, mit Karikaturen und Kundgebungen islamfeindliche Stimmungen zu schüren. Bundesinnenminister Friedrich befürchtet laut einem Medienbericht sogar gewaltsame Auseinandersetzungen mit Salafisten.
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Demonstranten und 1000 Polizisten verhinderten eine Aktion der extremen Pro NRW in Köln. Um einen friedlichen Ablauf zu gewährleisten, musste die Polizei mehrere Salafisten festnehmen. Sie hätten gefährliche Gegenstände dabei gehabt. Zu Zusammenstößen wie in Bonn kam es nicht - Bei den Ausschreitungen am Samstag hatten Salafisten 29 Polizisten verletzt.
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Die Solinger Polizei hat 44 Angehörige der salafistischen Szene vorübergehend festgenommen. Die radikalen Islamisten hatten sich durch eine Demonstration der rechtspopulistischen Partei Pro NRW provoziert gefühlt - und waren beim Versuch, eine Absperrung zu überwinden, mit Stöcken und Steinen auf Beamte losgegangen.
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Die Splitterpartei Pro NRW hat in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens islamfeindliche Karikaturen gezeigt. In Solingen reagierten radikale Salafisten gewaltsam auf die Provokation. Sie griffen Polizisten an, welche die Aktion der Rechtsextremen sichern sollten.
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Der Zentralrat der Muslime zeigt die rechte Organisation Pro NRW wegen Volksverhetzung an. Auch gegen Salafisten liegen Anzeigen vor - sie sollen mit Steinen auf Polizisten geworfen haben.
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Ausweisung, Aberkennung der Staatsbürgerschaft, Verbot der islamistischen Gruppierung: Nach den gewalttätigen Attacken von Salafisten auf Polizisten fordern Innenminister Friedrich und andere Politiker aus Union und FDP ein hartes Vorgehen gegen die Religionsgemeinschaft.
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Meinung
Populistische Rechtsradikale und randalierende Islamisten: Der Konflikt zwischen Pro NRW und den Salafisten fordert den Rechtsstaat heraus. Dass mehrere Gerichte nun Kundgebungen trotz Gewaltpotential erlauben, ist richtig. Der Staat darf sich nicht zu Überreaktionen hinreißen lassen.
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Tanjev Schultzmehr...
Meinung
Der Islam gehört zu Deutschland, der Salafismus auch. Doch die Freiheit der Religion endet, wo die Gewalt beginnt. Niemand darf aus vermeintlich religiösen Gründen Steine werfen, Polizisten attackieren und zur Gewalt gegen Andersgläubige aufrufen. Ein verbrecherischer Salafismus gehört daher nicht zu Deutschland - der radikale Anti-Islamismus aber auch nicht. Die beiden Strömungen sind sich ähnlicher, als sie wahrhaben wollen.
Ein Kommentar von
Heribert Prantlmehr...
Die Polizei in Bielefeld hatte der rechten Splitterpartei Pro NRW zunächst untersagt, bei ihren Demonstrationen weiterhin Mohammed-Karikaturen zu zeigen, jetzt hat ein Gericht das Verbot aufgehoben. Bei dem Aufeinandertreffen der rechten Gruppierung mit radikalislamischen Salafisten waren 29 Polizisten verletzt worden, ein 25-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft.
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Mehrere Landesinnenminister wollen die Salafisten-Szene stärker beobachten lassen und damit "islamistische Selbstjustiz" verhindern. Schon jetzt erreicht das Misstrauen gegenüber den Salafisten einen Höhepunkt: Die Duisburger Polizei will einen Kommissar loswerden, weil er der radikalen islamischen Strömung angehört.
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Der Streit um die Karikaturen des Propheten spitzt sich zu: Palästinenser entführten kurzzeitig einen Deutschen, in Jakarta attackierten Demonstranten die dänische Botschaft. UN-Generalsekretär Annan hat nun "einen friedvollen Dialog und gegenseitigen Respekt" gefordert.
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Hunderttausende aufgebrachte Gläubige demonstrieren gegen die westliche Welt. Berlin befürchtet, der Zorn könnte Konsequenzen für die deutschen Geiseln im Irak haben.
Von
Annette Ramelsberger und Manuela Kesslermehr...
Dänische Zeitungen haben aus Protest erneut Mohammed-Karikaturen abgedruckt - weil ein Mordkomplott gegen den Zeichner aufgedeckt worden war. Nun folgen Massendemonstrationen der Hamas im Gazastreifen.
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"Was darf die Satire? Alles." Meinte Tucholsky. Das ist jedoch nicht überall akzeptiert. So sorgt eine Karikaturen-Serie zum Islam, die inzwischen in einigen europäischen Zeitungen veröffentlicht wurde, gerade in Teilen der arabischen Welt für massiven Aufruhr und Boykott-Aufrufe.
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bgrmehr...
Aus Protest gegen die umstrittenen Mohammed-Zeichnungen haben Demonstranten in Teheran versucht, die Vertretung Österreichs in Brand zu setzen. Unterdessen forderten die USA die Europäer zu einem intensiveren Dialog mit der muslimischen Welt auf.
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Die Serie der Übergriffe auf ausländische Einrichtungen in der islamischen Welt reißt nicht ab: Tausende Demonstranten haben die dänische Botschaft in Libanon in Brand gesteckt. Die US-Regierung wirft unterdessen Syrien vor, die Angriffe auf europäische Botschaften tags zuvor geduldet zu haben.
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