Die Isaf hat den höchsten Kommandeur des Hakkani-Netzwerks in Afghanistan gefangen genommen. Die radikalislamische Gruppierung gilt inzwischen als die größte Gefahr für die Stabilität im Land. Hakkani-Kämpfer sollen sich auch an den stundenlangen Taliban-Angriffen im Kabuler Diplomatenviertel vor zwei Wochen beteiligt haben.
In ihrem Bericht listen die internationalen Atomwächter in Wien detaillierte Belege auf, dass Teheran zumindest bis 2010 an der Entwicklung einer Atombombe gearbeitet hat - auch Tests seien durchgeführt worden. Hat Iran die Schwelle zur Atommacht bereits schon überschritten? Welchen Druck löst der Bericht aus? Und: Steigt die Gefahr eines israelischen Präventivschlags? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von
Kathrin Haimerl
Live
Die USA gedenken der fast 3000 Opfer der Terror-Anschläge von 9/11 mit Schweigeminuten und Gedenkfeiern. US-Präsident Obama hat die Gedenkstätte am Ground Zero eingeweiht. Voller Würde und Trauer nehmen die Angehörigen in New York Abschied von ihren Lieben. Auch in Washington und Shanksville fanden Zeremonien statt. Der Tag der Trauer in der Ticker-Nachlese.
Die Vorwürfe von US-Generalstabschef Mullen waren massiv: Der pakistanische Militärgeheimdienst sei der Arm eines berüchtigten Terrornetzwerks. Jetzt schießt Pakistan zurück. Die Außenministerin droht, durch solche Beschuldigungen würden die USA einen Alliierten verlieren.
Kritik an Libyen, Diplomatie bei Bahrain - Obama hat ein Problem: Wenn er Despoten stützt, verliert er seinen Nimbus. Wenn die USA die Aufstände begrüßen, brüskieren sie Verbündete.
Von
R. Klüver
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Das gab es noch nie: Als erstes Land überhaupt ist Libyen aus dem UN-Menschenrechtsrat ausgeschlossen worden. Das Votum fiel überraschend deutlich aus. Derweil nimmt das Kampfschiff "USS Kearsage" Kurs auf Libyen.
Gaddafi lässt Kampfjets auf libysche Zivilisten feuern - die Auswirkungen sind verheerend. Die Rebellen fordern eine Flugverbotszone, der Westen zögert. Warum? Und was sind die Alternativen? Wichtige Fragen und Antworten im Überblick.
Von
Michael König
Meinung
Wie soll dieser Krieg nur enden? Die Nato-Nationen verlängern den Konflikt in Libyen künstlich, halten das Patt zwischen Gaddafi und den Rebellen aufrecht - aus Furcht vor einer unpopulären Entscheidung. Doch Furcht ist ein schlechter Ratgeber.
Kommentar von
Stefan Kornelius
US-Präsident Obama und seine Generäle brauchen nicht noch eine schwierige Front - sie spielen ihre Rolle im Libyen-Krieg herunter, denn die meisten Amerikaner wollen keinen weiteren Kriegseinsatz. Schnellstmöglich soll darum Europa die Führung übernehmen.
Von
Reymer Klüver, Washington
Live
Es ist die zweite Nacht der Angriffe auf Libyen: In Tripolis hat es laute Explosionen gegeben, massives Luftabwehrfeuer ist zu hören. Das US-Militär hatte erklärt, Gaddafi selbst sei nicht Ziel der Angriffe. Zeugen berichten aber von Rauchschwaden, die aus Richtung des Bab al-Asisija-Stützpunktes kommen, wo der Diktator mit seiner Familie lebt. Offenbar wurde ein militärisches Kontrollzentrum getroffen.
Alle Entwicklungen im Newsticker
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Posthume Nachricht vom Terrorchef? Radikalislamische Webseiten haben eine Tonaufnahme veröffentlicht, die kurz vor der Tötung des Al-Qaida-Führers entstanden sein soll. Die Stimme lobt darin die Unruhen in der arabischen Welt. Die USA haben eingeräumt, dass sie keine Beweise dafür haben, dass Pakistan vom Unterschlupf des Terrorchefs wusste.
Die USA haben auf ihn ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar ausgesetzt: Der Ägypter Aiman al-Zawahiri will an der Spitze von al-Qaida den "Heiligen Krieg" fortsetzen, verkündete die Terrororganisation im Internet. Die Antwort des US-Militärs folgt prompt: Ihm drohe das gleiche Schicksal wie Osama bin Laden.
Libysche Aufständische haben ihre Bedingungen für einen Waffenstillstand genannt: Gaddafis Truppen sollen sich zurückziehen und friedliche Proteste möglich machen. Die USA kündigen an, am Sonntag ihre Luftangriffe einzustellen.
Gaddafis Truppen rücken weiter gegen die Aufständischen vor. Doch die Machtbasis des libyschen Despoten schwindet: Immer mehr Getreue desertieren. Die UN verweisen derweil auf die "verzweifelte Lage" der Zivilisten zwischen den Fronten.
Der Kampf um die libysche Ölstadt Brega wird immer chaotischer: Nun soll die Nato irrtümlich auch Rebellen getötet haben. Die Gaddafi-Regierung lehnte derweil das Angebot einer Waffenruhe als "verrückt" ab.
"Worte und Taten stimmen nicht immer überein:" Hillary Clinton äußert Zweifel an der Zuverlässigkeit Pakistans im Kampf gegen Extremisten. Die US-Außenministerin will jetzt US-Militärhilfen für das Land kürzen.
Mit dem Rauswurf von Nato-Kommandeur McChrystal rückt die Debatte um die US-Strategie am Hindukusch wieder in den Vordergrund. Der Einsatz in Afghanistan galt lange als "guter Krieg" - doch die Stimmung in den USA kippt.
Von
Christian Wernicke, Washington
Skeptisch beäugt der Westen das iranische Atomprogramm. Nun lässt Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erneut die Muskeln spielen - und macht einen ungewöhnlichen Vorschlag.
Nach einem Anschlag in Afghanistan gerät ein Marine-Angehöriger in die Hand der Aufständischen. Einen Austausch lehnten die Taliban ab, einen weiteren Soldaten töteten sie.
Von
Reymer Klüver, Washington
Vor 65 Jahren brannten Hiroshima und Nagasaki nach den Atom-Erstschlägen der Amerikaner. Seitdem prägt die Furcht vor der Bombe die internationale Politik.
Von
Oliver Das Gupta
Bilder
Die Raver der Loveparade, Duisburgs Bürgermeister, Kachelmann und die Soldaten in Afghanistan - sie alle würden sicher der Aussage von BP-Chef Tony Hayward recht geben: "Das Leben ist nicht fair."
Worte der Woche
Gewalt im Vorfeld der Wahl in Haiti: Ein möglicher Nachfolger des amtierenden haitianischen Präsidenten Préval ist in einen Hinterhalt geraten - ein Mensch kam ums Leben.
Meldungen
im Überblick.
"Doppeltes Spiel": Eine Studie wirft dem pakistanischen Militärgeheimdienst enge Verbindungen zu den afghanischen Taliban vor - sogar Pakistans Präsident Zardari soll militärische Unterstützung zugesagt haben.
Stanley McChrystal, der Oberbefehlshaber in Afghanistan, musste gehen, weil er unkontrolliert vor sich hin schwadroniert hatte. Künftig will das Pentagon die Pressekontakte seiner Offiziere kontrollieren.
Von
R. Klüver