Auf ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth spricht sich die CSU-Landesgruppe für einen harten Kurs gegenüber notorischen Euro-Schuldenstaaten aus. Und auch zum TV-Auftritt des Bundespräsidenten bezieht die Landesgruppenchefin eine klare Position.
Markus Ferber, CSU-Spitzenkandidat bei der Europawahl, über den Wahlerfolg seiner Partei und warum das Tal der Tränen noch nicht durchschritten ist.
Interview:
Birgit Kruse
Er gilt als Talent der CSU, Parteiforderungen nennt er schon mal "Unfug": Der Querkopf Markus Ferber ist Horst Seehofers schärfster Widersacher in der Europapolitik.
Von
Katja Auer
Nach dem Wahldebakel im September bangt Markus Ferber, der überzeugteste Europäer der CSU, um seinen Job. Dabei gilt der Schwabe als blitzgescheit und polyglott.
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Mike Szymanski
Muss die CSU einen Sonderparteitag zu Euro-Bonds einberufen? Parteichef Seehofer denkt darüber nach - und erntet dafür Kritik aus den eigenen Reihen: Europapolitiker Markus Ferber hält ihm vor, die Finanzmärkte nervös zu machen.
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Mike Szymanski
"Die CSU ist in einer Nussschale in stürmischer See unterwegs - und ab und zu lässt sich Horst Seehofer blicken und gibt den Kurs vor": In der Schuldendebatte denkt der Ministerpräsident vor allem an das Überleben der eigenen Partei und sagt der Kanzlerin, was alles nicht geht. Nun wächst auch in den eigenen Reihen der Unmut.
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Mike Szymanski
Er wollte hart bleiben gegenüber Merkel und Sarkozy. Das ist David Cameron gelungen. Der britische Premier hat einen neuen EU-Vertrag aller 27 Mitgliedsstaaten verhindert. Doch nun steht Großbritannien alleine da.
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Michael König
Vor Angela Merkels Treffen mit Frankreichs Präsident Sarkozy nimmt die CSU die Kanzlerin in die Pflicht: Parteichef Seehofer fordert sie auf, keinesfalls von den deutschen Positionen bei der Euro-Rettung abzuweichen. Sollte sie zu Kompromissen gezwungen sein, werde er einen Sonderparteitag seiner Partei einberufen.
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Mike Szymanski
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer setzt sich selbst unter Zeitdruck: Bis Dienstag will er einen Nachfolger für seinen scheidenden Finanzminister Georg Fahrenschon präsentieren. Spekuliert wird viel. Doch Seehofer hat angeblich schon jemanden im Blick.
Von
Birgit Kruse
Braucht der Rettungsfonds EFSF für Europas Krisenstaaten noch mehr Milliarden? Soll der permanente Rettungsmechanismus ESM vorgezogen werden? Bundesfinanzminister Schäuble zeigt sich offen für solche Pläne - und bringt CSU-Chef Seehofer und die FDP gegen sich auf. Die Liberalen fordern gar ein Machtwort der Kanzlerin. Die Opposition wirft der Koalition Tricksereien vor.
Euro-Skeptiker Peter Gauweiler hat viele CSU-Mitglieder euphorisiert - andere jedoch sind für ein beherztes Eingreifen der Euroländer in der Schuldenkrise. Verzweifelt versuchen die Christsozialen, sich vor ihrem Parteitag auf eine gemeinsame Linie zu einigen. Doch die Bemühungen scheinen ins Leere zu laufen.
Von
Frank Müller und Mike Szymanski
Dämpfer für Horst Seehofer: Mit einem Lagerwahlkampf will der Ministerpräsident seine Partei aus dem Umfragetief holen - doch der Koalitionspartner zieht nicht mit. Bayerns FDP-Chefin Leutheusser-Schnarrenberger warnt vor einer Koalitionsaussage für die CSU.
Der Streit um die Zukunft Griechenlands und des Euro entzweit die CSU. Auf dem Parteitag werden Europabefürworter auf Gegner treffen - und sich Rededuelle liefern. Darunter einige Partei-Granden.
Von
Mike Szymanski
Vehement tritt die CSU-Führung auf ihrem Parteitag in Nürnberg allen Eindrücken entgegen, sie sei zu einer europa-skeptischen oder gar EU-feindlichen Partei geworden. Und reagiert damit auf Befürchtungen aus der Wirtschaft. Mit Spannung wird nun das Wahlergebnis von Parteichef Seehofer erwartet.
Von
Stefan Braun und Daniel Brössler
Die Union steuert auf einen Krach über die künftige Ausgestaltung Europas zu. Die CDU will die Gemeinschaft stärken, die CSU gibt sich EU-kritisch. Für die Christsozialen ist der Streit angenehm und unangenehm zugleich.
Von
Stefan Braun
Kontrahenten mit Beißhemmung: Auf dem CSU-Parteitag umgarnen sich Eurobefürworter und Eurokritiker, auch Kanzlerin Merkel vermeidet jedes Wort, das Widerspruch erregen könnte. Nur einer will bei diesem Spiel nicht mitmachen - und bekommt donnernden Applaus.
Von
Tobias Dorfer, Nürnberg
Mit seiner Kampfkandidatur als Parteivize scheiterte Peter Gauweiler beim Nürnberger CSU-Parteitag knapp. Dennoch will Horst Seehofer den euroskeptischen Rebellen künftig in die Parteiarbeit einbinden. Die Frage ist nur wie?
Von
Frank Müller und Mike Szymanski
Sie haben exklusiven Zugang zu höchsten Politikerzirkeln - auch beim Gipfel, der über die Zukunft der Euro-Zone entscheidet. Sie schreiben Abgeordneten Gesetzestexte vor. Und wenn alles nichts hilft, brüllen sie schon mal Notenbankchefs zusammen. Wenige Lobbyisten kommen so nah an die Schaltstellen der Macht wie die der Finanzbranche. Aufseher wollen die Märkte regulieren, aber Banken und andere Finanzfirmen kämpfen um ihre Freiheit - eine Freiheit, die viele als Gefahr für die Gesellschaft empfinden.
Von
Jannis Brühl
Nach der Finanzkrise soll nicht vor der Finanzkrise sein: Das Europaparlament verbietet Wetten mit Leerverkäufen und Kreditversicherungen auf den Finanzmärkten. Doch viele Regierungen wehren sich. Sie haben Angst vor ausbleibenden Investitionen.
Von
Alexander Hagelüken
Die Kanzlerin preist Karl-Theodor zu Guttenberg und verteidigt ihr Verhalten in der Plagiatsaffäre. In der CSU wächst derweil der Groll über Guttenberg-Kritiker in der CDU - und es gibt leise Zweifel an der Rolle Merkels. Guttenbergs offenkundiges Lieblingsmedium berichtet von einer neuen Wohltat des Franken.
Freunde? Das war einmal. Bayerns Ministerpräsident Seehofer will die Zusammenarbeit mit dem grün-roten Baden-Württemberg aufkündigen. Das erzürnt in Stuttgart nicht nur die SPD. Auch die CDU ist sauer - ziemlich sauer sogar.
Von
Annette Ramelsberger
Ministerpräsident Horst Seehofer provoziert beim Atomausstieg wieder einmal den Koalitionspartner FDP. Doch auch Uweltminister Markus Söder muss Kritik einstecken - aus den eigenen Reihen.
Von
Mike Szymanski
Bilder
Die Posten der zehn Bezirkschefs gehören in der CSU zu den wichtigsten Positionen. Nun verschiebt sich einiges: Erstmals wird nach Frauenquote besetzt - und auch Guttenberg muss ersetzt werden.
Der EU-Gipfel beginnt heute, doch die Staatengemeinschaft muss weiter auf ein umfassendes Regelwerk warten, mit dem sie dramatische Situationen meistern kann. Das große Krisen-Paket ist trotz Griechenland-Misere damit vorläufig gescheitert.
Von
Cerstin Gammelin und Martin Winter, Brüssel