Sie wurde von der Polizei abgeholt und aus Peking weggebracht: Jetzt durfte die Ehefrau des Nobelpreisträgers offenbar ihren Mann Liu Xiaobo im Gefängnis besuchen.
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Das Nobel-Komitee hat sich dem Druck aus China nicht gebeugt: Trotz Warnungen zeichnet es den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis aus. Pekings Reaktion lässt nicht lange auf sich warten.
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Ein seltenes Lebenszeichen von der Frau des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo: Reportern ist gelungen, was seit fast zwei Jahren niemand geschafft hat. Sie schmuggelten sich in die Pekinger Wohnung, die Liu Xia zum Gefängnis geworden ist.
Von Kai Strittmatter, Pekingmehr...
Menschenrechtsaktivisten schimpfen den neuen Literaturnobelpreisträger Mo Yan einen Opportunisten. Doch seine Ehrung könnte zum Anlass werden, das Schicksal eines anderen chinesischen Preisträgers wieder ins Bewusstsein zu rücken: Liu Xiaobo erhielt den Friedensnobelpreis 2010. Er sitzt immer noch im Gefängnis.
Ein Kommentar von Kai Strittmattermehr...
Schuldig der "Subversion": Der Bürgerrechtler Liu Xiaobo muss für elf Jahre ins Gefängnis. Kanzlerin Merkel reagiert so entsetzt wie Oppositionelle in China. Die Frau des Autors zeigt sich dagegen gefasst.
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Große Geste in Oslo: Der Mann des Tages hat gefehlt, doch das hat die Wirkung des Friedesnobelpreises für Liu Xiaobo nur noch verstärkt. Die Verleihung in der Live-Ticker-Nachlese.
Von M. König und W. Jaschenskymehr...
Statt in Oslo den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen, sitzt Liu Xiaobo im Gefängnis in China. Das ist aber kein Sieg für Peking: Lius leerer Stuhl steht für weit mehr als nur für einen abwesenden Preisträger.
Ein Gastbeitrag von Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty Internationalmehr...
Der inhaftierte chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo weiß nun offenbar, dass er den Friedensnobelpreis erhält - und widmet die Auszeichnung sogleich den Toten des Tiananmen-Massakers. Seine Frau Liu Xia soll inzwischen unter Hausarrest stehen.
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Für Liu Xiaobo ist der Friedensnobelpreis ein Zeichen der Menschlichkeit. Für die 10.000 Unterzeichner seiner Charta 08 kommt er genau zur richtigen Zeit.
Ein Kommentar von Henrik Borkmehr...
Die chinesische Literatur wird bis heute von der Zensurbehörde beobachtet, gegängelt und kontrolliert. Die Schriftsteller lässt man dabei oftmals unbehelligt - man beraubt sie stattdessen ihrer Kanäle.
Von Alex Rühlemehr...
Nach den eher opportunen Entscheidungen der vergangenen Jahre besinnt sich das Nobelpreis-Komitee auf seine kontroverse Tradition: Trotz chinesischer Drohungen fällt die Jury die umstrittene Entscheidung für Liu Xiaobo. Für das Gremium ist es nicht immer leicht, seine Unabhängigkeit zu wahren.
Von Gunnar Herrmann, Stockholmmehr...
Der Dissident Liu Xiaobo erhält den Friedensnobelpreis - Peking ist empört. Seit langem setzt sich der inhaftierte Intellektuelle für mehr Demokratie in China ein. Das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens veränderte sein Denken.
Von Barbara Vorsamermehr...
Vor der Vergabe des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo zeigt China seine Verachtung für die Osloer Auszeichnung. Jetzt hat das Land einen eigenen Friedenspreis ausgelobt - den das Nobel-Komitee einfach weglächelt.
Von Lena Jakatmehr...
Vom Plädoyer für die Gewaltlosigkeit bis hin zu Liebeserklärungen an seine Frau: Auch im Gefängnis von Jinzho schreibt Liu Xiaobo täglich. Viele Texte des Nobelpreisträgers wurden konfisziert, doch einige konnten herausgeschmuggelt werden.
Von Henrik Bork, Pekingmehr...
Zehntausende trotzen ihrer Angst vor dem Regime: In China wächst der Widerstand gegen Staatswillkür - ein maßloses Urteil kann da nicht abschrecken.
Ein Kommentar von Henrik Borkmehr...
Mutige Entscheidung in Oslo: Der Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo ist eine deutliche Kritik an der chinesischen Regierung. Peking kann der Diskussion um Demokratie und Menschenrechte nun nicht mehr aus dem Weg gehen.
Ein Kommentar von Stefan Korneliusmehr...
Liu Xiaobo sitzt im Gefängnis, weil die Machthaber in China seine Gedanken fürchten. Lesen Sie auf sueddeutsche.de erstmals die Kurzversion eines der Essays, für die Liu Xiaobo verfolgt und verhaftet wurde.
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Die Auszeichnung für ihn ist kontrovers, nun hat der Chinese Mo Yan seinen Kritikern kurz vor Entgegennahme des Literaturnobelpreises neue Angriffsflächen geliefert. Nach seiner Ankunft in Stockholm wollte er weder Kritik an der heimischen Zensur äußern noch den inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo unterstützen.
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Die Europäische Union erhält den Friedensnobelpreis - doch ist das für die Zukunft der Gemeinschaft ein gutes oder schlechtese Omen? Immerhin gibt es viele Preisträger, die nach der Auszeichnung ihre politischen Ziele erreichten. Was aus Friedensnobelpreisträgern wurde.
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Der Literaturnobelpreis für Mo Yan hat bei manchen Jubel, bei anderen Empörung ausgelöst: Denn die Haltung des chinesischen Schriftstellers zum Regime in Peking ist Kritikern wie Ai Weiwei ein Dorn im Auge.
Wie die Kontroverse verlief.mehr...
Im Oktober fürchtete er noch die Frage "Wie kann ich nicht glücklich sein, wo ich doch soeben den Nobelpreis gewonnen habe?". Der Schriftsteller Mo Yan ist seither abgetaucht. Raus aus dem Wirbel. Wie geht es dem Chinesen jetzt, kurz vor der feierlichen Verleihung am 10. Dezember?
Von Kai Strittmattermehr...
Noch bevor der chinesische Schriftsteller Mo Yan seine Nobelvorlesung in Stockholm hält, attackieren ihn oppositionelle Künstler wie Ai Weiwei. Besonders massiv fällt die Kritik aus wegen Aussagen, die Mo Yan jüngst zum Thema Zensur gemacht hat.
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Kritiker werfen Literaturnobelpreisträger Mo Yan eine unkritische Haltung zu den Machthabern in Peking vor. Jetzt nutzt er seine Nobelvorlesung, um sich zu wehren. "Dreckwasser" und "Steinewerfen" ließen ihn unbeeindruckt. Das Thema Zivilcourage scheut er dennoch nicht.
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