Abgehackte Glieder, ungesühnte Morde und ein Land, in dem zwei Drittel aller Frauen Opfer sexueller Gewalt werden: Liberias Präsidentin Johnson-Sirleaf erhält den Friedensnobelpreis für ihren Kampf für Frauenrechte. Ebenfalls geehrt wird die Aktivistin Leymah Gbowee. Den Frauen gelingt, wozu die Männer in dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land unfähig sind: Frieden schaffen ohne Waffen.
Von Oliver Das Gupta und Kathrin Haimerlmehr...
Akis Tsochatzopoulos war einer der mächtigsten Männer Griechenlands. Nun muss er sich mit seinem Clan vor Gericht verantworten. Der Ex-Verteidigungsminister soll beim Kauf deutscher U-Boote Schmiergeld kassiert und dabei Steuern hinterzogen haben.
Von Klaus Ott und Tasos Tellogloumehr...
Charles Taylor, liberianischer Kriegsfürst und Noch-Präsident, hatte schon immer eine Vorliebe fürs Visionäre: Als er sich 1990 durch den westafrikanischen Busch kämpfte, um die Macht in Monrovia zu erobern, verblüffte er einen Reporter mit dem Satz: "Ich möchte Liberia zum Hongkong Westafrikas machen."
Von Von Arne Perrasmehr...
In Liberia wird die Lage für die Zivilbevölkerung immer dramatischer. Hilfsorganisationen berichten, dass es in der seit Wochen umkämpften Hauptstadt Monrovia kaum noch Lebensmittel für die 1,3 Millionen Einwohner gibt.
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Das US-Verteidigungsministerium hat die Verlegung von 4500 Soldaten in den Mittelmeerraum angeordnet, wo sie für einen möglichen Einsatz im westafrikanischen Liberia bereit stehen sollen. Bei schweren Gefechten in der Hauptstadt kamen unterdessen bis zu einhundert Menschen ums Leben.
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Der UN-Sicherheitsrat hat eine Resolution zur Entsendung einer Friedenstruppe nach Liberia verabschiedet. Wegen einer Klausel, die US-Soldaten vor strafrechtlicher Verfolgung vor dem Internationalen Strafgerichtshof ausnimmt, enthielten sich Deutschland, Frankreich und Mexiko ihrer Stimme.
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Gute Nachrichten für Ex-Fußballstar George Weah: Die Wahlkommission hat ihn offiziell als Kandidaten für die Wahl zum Präsidenten von Liberia bestätigt. Dabei sah es lange nicht gut aus.
Von Jürgen Schmiedermehr...
Nahe der Hauptstadt Monrovia ist es erneut zu schweren Gefechten zwischen Regierungsarmee und der LURD gekommen. Die USA arbeiten an einer UN-Resolution für Friedenstruppen - doch ob die Amerikaner eigene Truppen schicken, ist weiterhin unklar.
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Die Rebellen treiben Präsident Taylor weiter in die Enge. Am Montag brachten sie die Hafenstadt Buchanan unter ihre Kontrolle - damit hat die Regierung keinen Zugang zum Meer. UN-Generalsekretär Annan will die Rebellen für ihre Kriegsverbrechen zur Rechenschaft ziehen.
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US-Präsident Bush hat die Stationierung von sechs bis zehn US-Soldaten in Monrovia genehmigt. Die Soldaten sollen zur logistischen Unterstützung der westafrikanischen Friedenstruppe dienen.
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Einen Tag vor der Ankunft von US-Präsident George W. Bush in Afrika sind die ersten amerikanischen Soldaten in dem Bürgerkriegsland eingetroffen. Sie gelten als Vorhut einer möglichen US-Friedenstruppe.
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Meinung
50 Jahre Haft für Charles Taylor. Ein drastisches Urteil, obwohl die Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei beweisen konnte, dass Taylor der üble Kriegsverbrecher war, den das Gericht in ihm gesehen hat. Hinzu kommt ein fader Beigeschmack.
Ein Kommentar von Stefan Kleinmehr...
"Verantwortlich für einige der abscheulichsten und brutalsten Verbrechen in der Geschichte": Das UN-Sondertribunal für Sierra Leone hat den früheren liberianischen Diktator Charles Taylor zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt. Das kommt für den 64-Jährigen einer lebenslangen Haft gleich. Taylor kann jedoch in Berufung gehen.
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Nach dem Eintreffen nigerianischer Soldaten haben sich Rebellen und Regierungstruppen in Monrovia erneut Gefechte geliefert. UN-Mitarbeiter berichten weiterhin von Menschenrechtsverletzungen, Plünderungen und Vergewaltigungen.
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Sie ist die erste Staatschefin Afrikas. Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf muss ein zerrüttetes Land wieder aufbauen, die Korruption bekämpfen und neue Jobs für Kindersoldaten finden - und gibt dennoch einer Krisenregion die Zuversicht zurück.
Von Arne Perrasmehr...
Die liberianische Präsidentschaftswahl wird wahrscheinlich erst in der zweiten Runde entschieden: Die amtierende Präsidentin Sirleaf liegt noch knapp in Führung - die Opposition wirft der 72-Jährigen, die in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhalten soll, "massive Wahlfälschungen" vor.
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Alle Bemühungen, Charles Taylor vor Gericht zu stellen, sind bislang gescheitert - der ehemalige Präsident von Liberia bleibt auch ohne Immunität unbehelligt.
Von Von Arne Perrasmehr...
Nach erbitterten Straßenkämpfen haben die Rebellen Teile der Hauptstadt in ihre Gewalt gebracht. Die USA wollen Soldaten in das Bürgerkriegsgebiet schicken, um ihre Botschaft zu schützen. Eine Entscheidung über US-Friedenstruppen steht weiterhin aus.
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Mord, Vergewaltigung, Plünderung - der Sondergerichtshof für Sierra Leone befindet den früheren liberianischen Präsidenten Charles Taylor in allen ihm zur Last gelegten Punkten für schuldig. Taylor ist als erstes afrikanisches Staatsoberhaupt von einem internationalen Tribunal wegen Kriegsverbrechen verurteilt worden. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.
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Gyude Bryant hat kaum politische Erfahrung, doch ihm ist die Unterstützung der Menschen in Liberia sicher. Sein größter Trumpf könnte sein, dass er zu den Führern einer der größten Glaubensgemeinschaften in Liberia zählt.
Von Michael Bitalamehr...
Bei Kämpfen in der liberianischen Hauptstadt Monrovia wurden allein am Montag bis zu 100 Menschen getötet. Nach dem Beschuss der US-Botschaft hat das Pentagon 4500 Soldaten für einen möglichen Einsatz in Liberia bereitgestellt.
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Sie ist das einzige weibliche Staatsoberhaupt Afrikas. Am liebsten würde Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf nur mit Ministerinnen regieren.
Interview: J. Rauppmehr...
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