In der italienischen Region Venetien sollen Bücher kritischer Autoren aus Bibliotheken entfernt werden. Vielleicht ist es an der Zeit, dass sich das Ausland Sorgen macht um die Bürgerrechte in Italien.
Von Henning Klüvermehr...
Er ist ein alter Weggefährte Silvio Berlusconis und einer der prominentesten Politiker Italiens: Umberto Bossi, bekannt für seine scharfen Worte gegen die Korruption in Rom und im Süden des Landes, ist von seinem Amt als Chef der rechtspopulistischen Lega Nord zurückgetreten - wegen eines Skandals um Veruntreuung und Betrug.
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Diesmal hat Silvio Berlusconi zwar nicht selbst mitgefeiert - peinlich ist der neue Party-Skandal für den italienischen Premier trotzdem: Sein Koalitionspartner Lega Nord hat in den Dolomiten ein Grillfest veranstaltet und unter Artenschutz stehende Tiere auf den Speiseplan gesetzt.
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Meinung
Gegen Europa, gegen Fremde, präsentiert in rüpelhafter Sprache: Zwei Jahrzehnte lang hat Umberto Bossi mit seiner Lega Nord der italienischen Politik einen hässlichen Anstrich verliehen. Bossi ist ein Populist wie Ex-Premier Silvio Berlusconi. Dass die Ära der beiden Männer jetzt endet, ist kein Zufall.
Ein Kommentar von Andrea Bachsteinmehr...
Ideen zur Abspaltung des florierenden italienischen Nordens hatte die Lega Nord schon immer. Nun präsentiert sie gar eine neue Landkarte. Mit der Schweiz, Österreich, Bayern und Savoyen soll der Staat Padanien gebildet werden. Reine Folklore ist das nicht. In Italien finden abstruse Vorschläge mehr Zuspruch, als man gemeinhin denkt.
Von Michele Brambilla ("La Stampa")mehr...
Wieder gibt es Ärger, wieder stellen sich viele Fragen: Rassistische Beleidigungen sind in Italiens Kurven leider häufig zu erleben. Neu ist, dass deshalb ein Spiel unterbrochen wird. Ausnahmsweise ist der Fußball mal Vorreiter - im Parlament gehört Hetze weiter zum politischen Umgangston.
Von Birgit Schönau, Rommehr...
Bürgerwehren durchstreifen Städte, illegale Einwanderer werden festgenommen: Wie die fremdenfeindliche Lega Nord Berlusconis Politik ihren Stempel aufdrückt - und das Land spaltet.
Von Julius Müller-Meiningen, Rommehr...
Video
Triumph bei den Regionalwahlen in Italien für die Lega Nord: Im Ausland ist ihr Bild von Populismus und Rassismus geprägt. Ihr Erfolg hat mehrere Gründe.
Eine Außenansicht von Francesco Jorimehr...
Wollen sie nicht gehen, oder können sie nicht? In Italien machen die immer gleichen Männer Politik. Inzwischen sind viele von ihnen ganz schön alt geworden. Das kann man Lebenserfahrung nennen, oder Parlamentsvergreisung. Der italienische Politikbeobachter Allesandro Amadori behauptet schlicht: "Sie müssen nur Freud lesen. Die italienische Politik ist die ewige Suche nach dem verlorenen Vater." Eine Bildergalerie von Männern, die es schaffen, immer wieder aufzutauchen.
Von Nadia Pantelmehr...
Dabei, aber nicht drin: Nach zweimonatigem Ringen steht die neue italienische Regierungskoalition. Drei Parteien stellen das künftige Kabinett, darunter Berlusconis rechte PdL-Partei. Für den ehemaligen Ministerpräsidenten gibt es aber keinen Posten.
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Italien steckt tief in der Staatskrise. Präsident Napolitano führte zwar den ganzen Tag Gespräche mit den Parteien - ein Ausweg ist jedoch nicht in Sicht. Ihre Positionen erwiesen sich als kaum vereinbar.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
Italiens Präsident Napolitano denkt keineswegs an Rücktritt, sondern will bis zum letzten Tag seiner Amtszeit "Initiativen ergreifen". So lässt er jetzt Expertengremien bilden, die Vorschläge für einen Ausweg aus der Staats- und Regierungskrise erarbeiten sollen.
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Und jetzt? Auch nach zwei Wahlgängen hat Italien keinen neuen Staatspräsidenten. Dabei hatten sich die Parteiführer Pier Luigi Bersani und Silvio Berlusoni auf Franco Marini als Kandidaten geeinigt. Aber viele Wahlmänner wollten ihnen dann doch nicht folgen: Sie sehen in Marini einen Vertreter des alten Establishments, dessen Zeiten vorbei sind.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
Silvio Berlusconi war zuletzt in einige Finanz- und Sexskandale verwickelt. Nun will er Wirtschaftsminister werden, der in einer Koalition mit der Regionalpartei Lega Nord im Hintergrund die Fäden zieht. Doch in den Umfragen liegt ein ganz anderer vorne.
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In Großbritannien wird heftig über Nutzen und Kosten der EU-Mitgliedschaft diskutiert. Stramm Konservative wie Nigel Farage, Chef der UK Independence Party, machen sich für einen EU-Austritt ihres Landes stark. Mit ihrer Europa-Skepsis stehen sie nicht allein. Auch in anderen Ländern versuchen Politiker, mit Angriffen auf Brüssel zu punkten.
Von Barbara Galaktionow und Eileen Splittmehr...
Hoffentlich nicht noch einmal Berlusconi - so lautete vor der Wahl in Italien die bange Hoffnung vieler Beobachter aus dem Ausland. Jetzt ist klar: Regierungschef wird ihm ein wichtiger Teilerfolg gelungen. Der ewige Cavaliere dürfte auch künftig eine wichtige Rolle in Rom spielen. Die wichtigsten Stationen seiner politischen Karriere.
Ein Portrait des "Cavaliere" in Bildern.mehr...
Gott sei Dank nicht Berlusconi - so denken vermutlich einige Italiener und viele Beobachter im Ausland. Die Wähler haben entschieden - zu Gunsten des Mitte-links-Lagers. Welche Politiker spielen künftig eine wichtige Rolle in Italien? Wer zählt zu den Verlierern? Ein Überblick.
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Der gebürtige Berliner Kevin-Prince Boateng erhält nach seinem Abgang in einem Testspiel seines AC Mailand nach Schmährufen viel Zuspruch. Rassismus ist gerade in Italiens Stadien seit langem ein Problem. Selbst die Uefa steht in der Kritik, viel zu wenig gegen Rassisten auf den Tribünen zu tun.
Von Thomas Hummelmehr...
Vier Stunden dauerten die Beratungen mit Politikern und Verbandsvertretern, dann trat Mario Monti in einer improvisierten Pressekonferenz vor die Journalisten. Der bisherige italienische Ministerpräsident will an der Spitze einer Koalition der Mitte in den Wahlkampf ziehen. Die Eckpunkte seines Reformprogramms stehen bereits.
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Italien wählt, doch eine stabile Regierung ist danach keineswegs garantiert. Möglicherweise kann Silvio Berlusconi den Premierminister im Senat blockieren.
Doch das umstrittene italienische Wahlrecht wird das Ergebnis im Abgeordnetenhaus in diesem Jahr besonders stark verfälschen.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
Obwohl in Italien recht oft Wahlen anstehen, findet derzeit zum ersten Mal ein Wahlkampf im Winter statt. Die Kandidaten Bersani und Berlusconi treten daher in Kongresshallen auf - und als Gradmesser für die Stimmung der Wähler dienen Twitter und Blogs.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
Wüste Beschimpfungen, Spott und Populismus: Komiker Beppe Grillo trifft den Nerv vieler politikverdrossener Italiener. Seine Protestbewegung Cinque Stelle lag in Umfragen schon bei 20 Prozent - genug, dass sogar Berlusconi nun gegen Grillo keift. Dabei haben die beiden mehr gemeinsam, als den Italienern lieb sein kann.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
Bersani gewinnt das Abgeordnetenhaus, Berlusconi den Senat, die Anti-Parteien-Bewegung des Komikers Grillo erhält aus dem Stand 25 Prozent - dümmer kann es nicht laufen. Was alle befürchtet haben, ist nun Wirklichkeit: Italien hat das Patt gewählt, die Blockade, die Unregierbarkeit.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
Die italienischen Wähler haben ihrem Land eine Pattsituation zwischen Parlament und Senat beschert. Wie es nun weitergeht, ob gar Neuwahlen folgen werden, ist noch vollkommen offen. Fest steht aber: Der Ausgang der Wahl sorgt für Irritationen. Dies zeigt ein Blick in die nationale und internationale Presse.
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Müde und deprimiert wirkte Silvio Berlusconi vor einem halben Jahr. Jetzt ist Italiens Ex-Premier wieder da und wundersam aufgeblüht. Berlusconi zeigt sich als Fighter und Märchenerzähler. Bei den Wählern kommt das gut an.
Von Andrea Bachstein, Rommehr...
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