Röttgens Rauswurf aus der Ministerriege durch Kanzlerin Merkel sorgt für Unruhe in der CDU. "In der Union kann jeder seine Meinung sagen", sagt Unionsfraktionschef Kauder - und fordert vom Ex-Umweltminister zugleich, eben das zu unterlassen. Rückendeckung bekommt Röttgen hingegen vom früheren Arbeitsminister Blüm.
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Scharfe Kritik aus den eigenen Reihen: Nach dem historisch schlechten Wahlergebnis der NRW-CDU gehen mehrere Unionspolitiker mit Norbert Röttgen hart ins Gericht. Von einem Desaster mit Ansage spricht CSU-Chef Horst Seehofer - und stellt nun auch Röttgens Entscheidungskraft als Umweltminister bei der Energiewende in Frage. Sondierungsgespräche gibt es auch bei den übrigen Parteien.
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Das Berliner Olympiastadion versinkt in Triumph-Gold - oder ist es doch eine Verneigung vor der Vereinsfarbe des DFB-Pokalsiegers? Die Stadt Dortmund präsentiert sich bei der Ankunft des Doublegewinners jedenfalls zweifelsfrei in schwarzgelb.
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Nordrhein-Westfalen hat über einen neuen Landtag abgestimmt. Die Sozialdemokraten jubeln: Den Prognosen zufolge hat Rot-Grün eine komfortabe Mehrheit eingefahren. Die Wahlbeteiligung war ähnlich niedrig wie vor zwei Jahren, was am Muttertag liegen kann oder der Double-Feier des BVB.
Der Wahltag
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Nach Lindners Sieg in NRW steigt der Druck auf FDP-Chef Rösler. Selbst Freunde sehen seine Schwächen und fragen sich, ob er sie in den Griff bekommt. Sich schön im Wind wiegen wird jedenfalls bei den Liberalen nicht mehr als Tugend wahrgenommen. Manche würden sich freuen, wenn er spätestens Anfang 2013 den Notausgang nehmen würde. Ein gute Gelegenheit gäbe es.
Eine Analyse von
Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Nun stehen schon zwei Altkanzler hinter ihm: Nach Helmut Schmidt hat sich auch Gerhard Schröder für den ehemaligen Finanzminister Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten der SPD bei der nächsten Bundestagswahl ausgesprochen. Schon zu Zeiten der großen Koalition sei Steinbrück, nicht Merkel, die führende Figur gewesen. Er habe alle Aussicht auf Erfolg.
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Ein typischer Piratenwahlkampf: Kurz vor dem Wahltag erlebt der Landesvorsitzende in NRW einen kleinen Shitstorm. Der Spitzenkandidat dagegen bekommt viel Lob. Dabei entspricht er nicht dem Durchschnittspiraten.
Von
Claudia Henzlermehr...
Meinung
Horst Seehofer hat mit seinem "Sie können das alles senden" den Kanon ewiger Politikersentenzen erweitert. In Zeiten feinjustierter Erklärungen war sein Statement eine Sensation. Doch hinter der Attacke steckt mehr als wahltaktisches Angstbeißen gegen die Schwesterpartei, von deren Abstieg sich Seehofer unbedingt distanzieren will. Aus der CDU ist eine echte Jein-Partei geworden.
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Robert Roßmannmehr...
Auch wenn es bislang nur wenige bemerkt haben: Peter Altmaier war schon lange vor seiner Berufung zum Bundesumweltminister ins Zentrum der Macht gerückt. Einst "junger Wilder", zog der Saarländer die Strippen im Hintergrund. Jetzt tritt der begeisterte Twitterer ins Rampenlicht.
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Sebastian Gierkemehr...
Der Islamist Abu Ibrahim rief im Internet zum Mord an Mitgliedern der rechtsextremen Partei Pro NRW auf. Jetzt ermittelt der Generalbundesanwalt gegen Ibrahim, der den Behörden seit längerem bekannt ist. Momentan soll er sich im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet aufhalten.
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"Der Norbert hat den Shitstorm der Kanzlerin abgekriegt": In Nordrhein-Westfalen wächst der Unmut über die Entlassung des ehemaligen Umweltministers Norbert Röttgen und die Kritik an Kanzlerin Merkel. Schockiert ist man dort über den "Affront gegen die NRW-Landesgruppe".
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Was ist wirklich vorgefallen zwischen Merkel und Röttgen? Darüber kursieren in Berlin mehrere Geschichten. Sie reichen von einem Kandidaten mit "partiellem Realitätsverlust" bis hin zu einer eiskalten Kanzlerin, die um ihren eigenen Kopf fürchtet. Der Fall Röttgen ist ein gutes Beispiel für den Kampf um die Deutungshoheit in der Politik.
Von
Michael Bauchmüller, Nico Fried und Robert Roßmann, Berlinmehr...
Offiziell befindet sich die Bayern-SPD zwar noch nicht im Wahlkampf, doch die Genossen haben nun schon die Ude-Kampagne festgezurrt. Der ehemalige Gerhard-Schröder-Berater Kajo Wasserhövel wird Wahlkampfleiter und die Partei stellt zwei Millionen Euro Etat bereit.
Von
Frank Müllermehr...
Meinung
Umweltminister Röttgen und Wirtschaftsminister Rösler kasperten ohne Rücksicht auf Widerstände der ostdeutschen Bundesländer eine Kürzung der Solarförderung aus, gegen die eine Vollbremsung noch sanft ist. Das Nein zu den Plänen kommt nun alles andere als überraschend. Die renitenten Länder geben der Bundesregierung die Quittung für schlechtes Handwerk.
Ein Kommentar von
Michael Bauchmüllermehr...
Über den Triumph von Hannelore Kraft sind sich die Medien einig. Mit ihrem Kuschelkurs könnte es die SPD-Frau manchen Kommentatoren zufolge auch bald mit der Kanzlerin aufnehmen. Als tragische Figur kürt die Presse hingegen einstimmig CDU-Spitzenmann Norbert Röttgen - der die Wahl völlig "verkorkst" hat.
Von
Carolin Gasteigermehr...
Der Bundesrat lehnt die Pläne der Bundesregierung ab, die Solarförderung massiv zu kürzen. Nicht nur die rot-grün regierten Bundesländer sind dagegen, sondern auch CDU-Regierungschefs aus dem Osten. Vor allem für Bundesumweltminister Röttgen ist die Entscheidung eine Niederlage, die ihn im NRW-Wahlkampf zusätzlich schwächen könnte.
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Peer Steinbrück bläst zur Charmeoffensive. In München will der Ex-Minister seine Bierzelttauglichkeit beweisen. Dabei zeigt sich: Zum SPD-Knuddelbären taugt er nicht. Zum Merkel-Herausforderer aber durchaus.
Von
Tobias Dorfermehr...
Meinung
Hannelore Kraft hat sich in NRW zum Sieg gemerkelt. Genau wie die Kanzlerin ist sie beliebter als ihre Partei. Sie ist beweglich, ein bisschen Sowohl-als-auch, nie polarisierend. Die drei möglichen Kanzlerkandidaten aus der SPD werden sich argumentativ ziemlich verrenken müssen, wenn sie erklären wollen, warum die natürliche Gegenkandidatin der Kanzlerin bei der Bundestagswahl nicht antreten soll.
Ein Kommentar von
Nico Friedmehr...
Exklusiv
"Wenn die Partei will, dass ich das mache, dann mache ich das": Oskar Lafontaine erklärt sich bereit, noch einmal Linken-Chef zu werden, stellt im SZ-Gespräch dafür aber Bedingungen. Mit seinen Vorstellungen stößt Lafontaine auf massiven Widerstand in der Partei.
Von
Daniel Brössler, Berlin und Heribert Prantlmehr...
"Ich hab's mir sehr gut überlegt": Der langjährige SPD-Fraktionschef Franz Maget kandidiert nicht wieder für den Landtag. Lieber zu früh als zu spät - so ist seine Devise.
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Frank Müllermehr...
Wer kann mit wem bei den Linken? Lafontaine will die Partei aus der Krise führen. Doch Gysi rückt von Lafontaine ab. Doch Lafontaine und Bartsch, das geht nicht. Jetzt hat mit Sabine Zimmermann die erste Frau ihre Kandidatur angekündigt. Doch sie und Bartsch, das geht auch nicht. Was geht überhaupt? Stimmen Sie ab!
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Kritik am Neoliberalismus, Lob für Christian Lindner: Im SZ-Gespräch warnt der linksliberale Ex-Innenminister Gerhart Baum davor, zur Politik der Westerwelle-Jahre zurückzukehren - und beklagt die Attacken auf Parteichef Philipp Rösler: Kritik dürfe nicht in "diskriminierender Weise" geübt werden.
Interview:
Oliver Das Guptamehr...
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Einst galt er als Hoffnung der Partei, als Kronprinz von Kanzlerin Merkel. Doch Norbert Röttgen hat die CDU in Nordrhein-Westfalen in eine herbe Niederlage geführt. Der Bundesumweltminister haderte von Anfang an mit dem Wahlkampf in NRW.
Ein Überblick
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Sie ist die klare Gewinnerin: Die Leute mögen sie eben, diese Hannelore Kraft. Kann sie da nicht auch Kanzlerin? Kraft will nicht nach Berlin, aber ihr Wahlkampf könnte für die Bundestagswahl zum Modell werden.
Von
Ralf Wiegand, Düsseldorfmehr...
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