Die bayerische Staatsregierung zieht Konsequenzen aus dem Organspende-Skandal: Das Klinikum rechts der Isar in München und die Uni-Klinik in Erlangen dürfen künftig keine Lebern mehr verpflanzen. Eine Untersuchungskommission sieht in drei Fällen "kriminelle Potenz" bei den verantwortlichen Ärzten.
Von Sebastian Krassmehr...
Das Klinikum rechts der Isar in München darf keine Lebern mehr verpflanzen. Das ist die Konsequenz, die der Freistaat aus dem Organspendeskandal gezogen hat. Aus medizinischer Sicht sei das aber nicht so einfach, kritisieren die Ärzte. Sie stellen auch die Frage, was mit ihrem Chef passieren soll.
Von Christina Berndt und Sebastian Krassmehr...
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Kein Interesse an Aufklärung? Der Bericht über 36 Verstöße bei Lebertransplantationen bringt die Verantwortlichen des Münchner Uni-Klinik Rechts der Isar in Bedrängnis. Vor allem der Ärztliche Direktor des Krankenhauses der TU steht in der Kritik.
Von Christina Berndtmehr...
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Fünf Monate nach dem Transplantationsskandal zieht das Klinikum rechts der Isar in München eine erste einschneidende personelle Konsequenz: Der Chirurgie-Chef muss gehen. In seinem Fall selbst geht es inzwischen nicht mehr nur um Manipulationen - eine Patientin soll nach unnötigen OPs gestorben sein.
Von Christina Berndtmehr...
Mäuse auf 700 Quadratmetern: Die Technische Universität plant ein 50 Millionen Euro teures Forschungszentrum mitten in Haidhausen. Hier sollen neue Verfahren für die Krebsheilung an Tieren erprobt werden. Die Anwohner haben Bedenken - weil es zu sehr stinken könnte.
Von Thomas Anlaufmehr...
Die Mediziner am Klinikum rechts der Isar sind erzürnt, weil der Transplantationsskandal nur schleppend aufgeklärt wird. Sie fordern, dass endlich strukturelle und personelle Konsequenzen gezogen werden. Der Ärztliche Direktor ist weiterhin im Amt, die früheren Verantwortlichen haben ihre Führungspositionen weiter inne.
Von Christina Berndtmehr...
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Der Organspendeskandal am Klinikum rechts der Isar weitet sich aus. In knapp 30 Fällen hat es Unregelmäßigkeiten bei Leberverpflanzungen gegeben. So wurde Patienten offenbar Urin ins Blut gemischt, um sie kränker erscheinen zu lassen. Das Klinikum soll die Öffentlichkeit auf Veranlassung des Ärztlichen Direktors getäuscht haben.
Von Christina Berndtmehr...
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Im Münchner Klinikum rechts der Isar wurden offenbar Patienten für ein Spenderorgan vorgesehen, die nicht unter die strengen Richtlinien fallen - zum Beispiel Alkoholiker. In Fachkreisen wurde das Krankenhaus offenbar schon länger kritisch beäugt.
Von Christina Berndtmehr...
Unregelmäßigkeiten bereits im Januar 2010: Im Klinikum rechts der Isar wusste die Verantwortlichen schon vor mehr als zwei Jahren von Abweichungen bei der Erstellung der Warteliste für Lebertransplantationen. Man ging aber nicht von Manipulation sondern nur von Verwechslung aus.
Von Christina Berndtmehr...
Meinung
Machtspiele, Intrigen, eigene Vorteile: Am Transplantationszentrum im Münchner Klinikum rechts der Isar ging es in der Vergangenheit um vieles - aber nur nachrangig um das Wohl des Patienten. Die Maßnahmen des Aufsichtsrats, den bisher Zuständigen ihre Aufgaben zu entreißen, sind daher klug. Doch bestätigen sich die Vorwürfe, muss mehr passieren.
Ein Kommentar von Christina Berndtmehr...
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Die Vorwürfe gegen das Klinikum rechts der Isar sind heftig - und seit mehr als zwei Jahren bekannt: Ein Abteilungsdirektor wusste offenbar schon seit langem von den kriminellen Machenschaften in Zusammenhang mit einer Lebertransplantation, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen.
Von Christina Berndtmehr...
Der Aufsichtsrat des Klinikums rechts der Isar zieht Konsequenzen aus den Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spenderorganen: Das Münchner Uni-Krankenhaus soll ein selbstständiges Zentrum für Transplantationsmedizin bekommen.
Von Christina Berndtmehr...
Wurde am Klinikum rechts der Isar bei Transplantationen getrickst? An dem Münchner Krankenhaus hat man diesen Verdacht anfangs empört zurückgewiesen - doch nun gerät auch der Ärztliche Direktor unter Druck. Eine Chronik der Ereignisse.
Von Christina Berndtmehr...
Göttingen, Regensburg - und nun München? Auch im Klinikum rechts der Isar habe es "Auffälligkeiten" bei der Vergabe von Spenderorganen gegeben, erklärt Ärztepräsident Montgomery. Die Prüfung läuft noch und trotzdem fährt Montgomery die erste Attacke: gegen die bayerische Staatsregierung.
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Nach den Skandalen in Göttingen und Regensburg gerät nun München in die Schlagzeilen: Auch im Klinikum rechts der Isar hat es Auffälligkeiten bei der Vergabe von Spenderorganen gegeben. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Wissenschaftsministerium lässt sich der Verdacht auf Manipulationen jedoch bislang nicht erhärten.
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Die Transplantationsmedizin muss besser kontrolliert werden. Diese Einsicht hat nach den Skandalen von Göttingen und Regensburg immerhin dazu geführt, dass mehr Überprüfungen stattfinden. In Bayern wird künftig besonders genau hingeschaut.
Von Christina Berndtmehr...
Im besten Fall schlampig, im schlimmsten Fall regelwidrig? In der Affäre um Unregelmäßigkeiten bei der Organvergabe gibt es neue Anschuldigungen der Ärztekammer: Demnach erhielten auch Schwerkranke Spenderorgane. Das Münchner Klinikum rechts der Isar sieht sich zu Unrecht verunglimpft.
Von Nina Bovensiepenmehr...
Fehler aber kein Vorsatz: Der Leiter des Transplantationszentrums am Klinikum rechts der Isar geht fest davon aus, dass es keine absichtlichen Manipulationen in dem Krankenhaus gab, um Patienten bei der Organzuteilung zu bevorzugen.
Interview: Christina Berndtmehr...
Im Organspende-Skandal richtet sich nun auch ein Verdacht gegen ein Münchner Krankenhaus. Bei neun Leber-Transplantationen sollen im Klinikum rechts der Isar falsche Patientendaten angegeben worden sein.
Von Christina Berndtmehr...
Der Präsident der Bundesärztekammer verschärft seine Kritik an den Zuständen im Klinikum rechts der Isar. Das Klinikum habe nicht alle Auffälligkeiten bei der Vergabe von Spenderorganen selbst gemeldet, sagt Frank Ulrich Montgomery.
Von Christina Berndtmehr...
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Erst ging man am Klinikum rechts der Isar von einem Versehen aus, nun zeigt ein klinikintern vorliegendes Gedächtnisprotokoll: In mindestens einem Fall wurde wohl doch ein Blutwert vorsätzlich manipuliert - und so einem Patienten vorzeitig eine Spenderleber verschafft. Jetzt ermittelt auch die Münchner Staatsanwaltschaft.
Von Christina Berndtmehr...
Waren die Auffälligkeiten bei der Transplantation von Lebern am Klinikum rechts der Isar nur ein Versehen? Offenbar nicht. Denn nach SZ-Informationen könnten Laborwerte von Patienten vorsätzlich manipuliert worden sein.
Von Christina Berndtmehr...
Im Klinikum rechts der Isar gibt es weitere Ungereimtheiten bei Lebertransplantationen: Trotz Metastasen hatten zwei Krebspatienten eine Leber erhalten - und die Organvermittlungsstelle widerspricht in den beiden Fällen jetzt der Darstellung des Klinikums.
Von Christina Berndtmehr...
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Er sei "mehr als irritiert, dass so ein Fehler passiert ist": TU-Präsident Wolfgang Herrmann hat sich zu den möglichen Unregelmäßigkeiten bei Transplantationen am Klinikum rechts der Isar geäußert - und über mögliche Konsequenzen gesprochen.
Von Sebastian Krass und Christina Berndtmehr...
Eine Paralympics-Siegerin klagt gegen das Uniklinikum rechts der Isar: Speerwerferin Birgit Kober kämpft um eine Entschädigung für ihre Behinderung - und gegen ein Gutachten. Das zieht in Zweifel, ob die fehlerhaft verabreichten Medikamente die alleinige Ursache für ihre Behinderung sind.
Von Ekkehard Müller-Jentschmehr...
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