Die Haute Couture lässt sich von der Krise nicht irritieren: Zum Abschluss der Schauen wurde anständig gefeiert. Gaultier veranstaltete eine Fiesta Mexicana, Valentino entführte ins Paradies.
Das CIA-Entführungsopfer Khaled El-Masri will einem Medienbericht zufolge das Bundesjustizministerium verklagen. So will er die Bundesregierung zwingen, die Auslieferung von 13 CIA-Agenten aus den USA voranzutreiben.
Khaled El-Masri hat den Neu-Ulmer Oberbürgermeister Noerenberg durch Schläge ins Gesicht verletzt. Nach zweistündiger Flucht wurde er von der Polizei festgenommen.
Die USA haben nach einem Bericht der Washinghton Post einen deutschen Staatsbürger fünf Monate lang irrtümlich inhaftiert - und den ehemaligen Bundesinnenminister frühzeitig darüber informiert. Bisher schweigt sich Schily zu den Vorwürfen aus.
Innenminister Schäuble propagiert den Aufbau eines 007-Staats. Er ist kein bedachter Gegner des Terrors mehr, sondern dessen Getriebener.
Ein Kommentar von
Heribert Prantl
Die Mailänder Justiz ermittelt gegen etliche mutmaßliche CIA-Agenten wegen der Entführung eines Islamisten - doch große Chancen, die Amerikaner zu fassen, gibt es nicht. Anders sieht es da offenbar mit einheimischen Helfershelfern aus.
Nach monatelangem HIn und Her hat der Bundestag einen Untersuchungsausschuss zur Klärung deutscher Geheimdienstaktivitäten während des Irak-Krieges eingesetzt.
Sein Anwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen Ex-Innenminister Schily. Nun spricht el-Masris Betreuer. Der Deutsch-Libanese sei in einer schwierigen Lage: Einerseits brauche er Ruhe, andererseits müsse er um seine Rehabilitation kämpfen. Masri schweigt weiter beharrlich.
Der Tod eines deutschen Agenten in München gibt den Ermittlern Rätsel auf. Die Familie spricht von Mord, eine Zeitung zieht Parallelen zum Fall Litwinenko und der BND von einem ärztlichen Kunstfehler. Angeblich war der Tote ein wichtiger Zeuge im Untersuchungsausschuss zur Causa Kurnaz.
Ein Deutscher libanesischer Herkunft ist angeblich in Mazedonien festgenommen und nach Afghanistan in ein US-Gefängnis entführt worden. Unter dem Vorwurf des Terrorismus soll er fünf Monate ohne Verfahren und Kontakt zur Außenwelt inhaftiert gewesen sein.
Der monatelang von der CIA verschleppte Deutsch-Libanese ist sich fast sicher, seinen Vernehmer "Sam" als BKA-Mann identifiziert zu haben. Die Staatsanwälte sehen das anders.
Springer plant eine Kompakt-Version der Bild am Sonntag. Sie könnte billiger und dünner werden als die BamS. Die besten Leute des Konzerns sollen das Projekt vorantreiben - und schnell soll alles gehen.
Von
Caspar Busse und Christopher Keil
Der frühere BND-Präsident Hanning hat abgestritten, dass sein Dienst oder andere deutsche Behörden frühzeitig vom Fall el-Masri wussten. Gleichwohl räumte er vor dem Untersuchungsausschuss eine Panne ein.
Kurz bevor der Deutsch-Libanese Khaled el-Masri vor dem BND-Untersuchungsausschuss über seine Entführung durch die CIA berichtet, kommen neue Details ans Licht: So will ein Deutscher, der in Mazedonien tätig war, bereits 2004 die deutsche Vertretung in Skopje über die Festnahme eines Landsmannes informiert haben.
Von
Peter Blechschmidt
Zum Prozessauftakt in Memmingen hat CIA-Entführungsopfer el-Masri über seinen Anwalt zugegeben, in einem Großmarkt Feuer gelegt zu haben. Gleichzeitig versuchte er zu erklären, wie es dazu gekommen war.
Die Verschleppung des deutschen Staatsbürgers ist offenbar doch auf einen Fehler der US-Geheimdienste zurückzuführen. Deutsche Sicherheitsbehörden widersprechen Berichten, wonach das Opfer aufgrund einer Information der Bundesrepublik entführt wurde.
Von
Annette Ramelsberger und Nico Fried
Wie die Bild mit ihrer Berichterstattung zum Fall des Deutsch-Libanesen Khaled el-Masri Journalismus und nebenbei ihre Unternehmenskultur definiert.
Von
Hans Leyendecker
Die Aussage der Kanzlerin, wonach US-Außenministerin Rice die Verschleppung des Deutschen Khaled el-Masri als "Fehler" eingestanden habe, könnte juristische Folgen haben. Merkel habe so den Druck auf Washington "erheblich erhöht, endlich die Wahrheit über die CIA-Methoden raus zu lassen", so der Anwalt el-Masris.
Ein Berufungsgericht in den USA hat eine Klage des nach eigenen Angaben von der CIA verschleppten und misshandelten Deutschen Khaled el-Masri nicht zugelassen. Die Begründung: Der Fall gefährde die nationale Sicherheit.
Der Deutsche el-Masri sagt, er sei vom US-Geheimdienst entführt und vier Monate lang in Afghanistan gefangen gehalten worden. Doch klagen darf er nicht - sonst rührt er an "Staatsgeheimnisse".
Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Klage des Deutschen Khaled el-Masri wegen angeblicher Verschleppung und Folterung durch die CIA abgewiesen. Sein Anwalt kritisierte die Entscheidung scharf.
Der Anwalt des wegen Brandstiftung verhafteten el-Masri hat Ex-Innenminister Schily vorgeworfen, seinen Mandanten seit dessen Rückkehr nach Deutschland nie unterstützt zu haben. Auch deshalb sei aus el-Masri ein seelisches Wrack geworden.