Wieder was gelernt: Ken Loach zeigt auf der Berlinale einen faszinierenden Aspekt Großbritianniens auf - der Kapitalismus bedingte immer auch den Sozialismus. Schade nur, dass der große Regisseur eine differenzierte Diskussion verweigert.
Von Paul Katzenberger, Berlinmehr...Berlinaleblog
Jährlich verschwinden aus den schottischen Whisky-Fässern zwei Prozent des Alkohols, einfach so. "Angels' Share" wird das genannt. Im gleichnamigen Film bringt das den Protagonisten Robbie auf eine geniale Idee - nur ganz legal ist sie nicht.
Von Tobias Kniebemehr...
Während über Hiroshima die Atombombe detoniert, kommen Ginger und Rosa zur Welt. Es folgt eine Jugend in Zeiten des Kalten Krieges, die eine politisiert sich, die andere hofft auf die große Liebe. "Ginger & Rosa" klingt nach Lehrstück, doch so einfach ist dem sympathischen Film nicht beizukommen.
Von Martina Knobenmehr...
Das Beste vom Besten - das in etwa ist der Anspruch, den der Wettbewerb von Cannes hat. In diesem Jahr war die Zahl hochdekorierter Filmemacher besonders hoch, ob Michael Haneke, Ken Loach oder Cristian Mungiu. Die Siegerfilme und weitere wichtige Werke.
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht immer ernst: Mit "The Angels' Share" hat Ken Loach, der große Arbeiterführer des britischen Kinos, seinen bisher leichtesten und vergnüglichsten Film gedreht. Vier authentische Verlierer des Kapitalismus können hier wenigstens einmal das System überlisten - und kommen damit auch noch davon.
Von Susan Vahabzadehmehr...
Abgesehen von den alten Regie-Hasen Michael Haneke und Ken Loach zeichnete die Jury in Cannes vorwiegend junge Talente aus: Matteo Garrone, Thomas Vinterberg, Cristian Mungiu. Die Methode hat Tradition, ist aber noch lange keine Ruhmesgarantie.
Von Susan Vahabzadehmehr...
Michael Haneke ist wieder da und Ken Loach auch: Das Filmfestival in Cannes dominieren männliche Filmemacher über 60, während es kein einziger Film einer Frau in den Wettbewerb schaffte. Das ist politisch zwar nicht korrekt, doch die Chancen für ein hochkarätiges Festival stehen gut.
Die Bilder.mehr...
Zwei Parabeln vom Überleben im Kapitalismus, die in ihrem Fazit aber deutlich voneinander abweichen: Brad Pitt macht in "Killing Them Softly" einmal mehr klar, dass auf der Welt nur das Recht des Stärkeren gilt. Doch einer wie Ken Loach denkt weiter. In "The Angels' Share" liebt er alles nieder, was ihm nicht gefällt.
Von Susan Vahabzadeh, Cannesmehr...
Wer einmal dabei ist, kann drehen, was er will: Das größte Problem im Wettbewerb der 65. Filmfestspiele von Cannes war, dass sich das Festival in einen eingeschworenen Club verwandelt - mit viel zu wenig Neuzugängen.
Herausgekommen ist ein zu absehbarer Wettbewerb mit zu vielen schwachen Stücken.
Von Susan Vahabzadehmehr...
In dieser Kinowoche auf dem Kino-Menü: japanische Spezialitäten in Ostdeutschland, ausgezeichneter schottischer Whiskey von Ken Loach, aber auch Futter für eine Kannibalenfamilie.
Rezensionen ausgewählter Filme. Von den SZ-Kritikernmehr...
Seine erotischen, politisch subversiven Thriller machten ihn in den sechziger Jahren legendär, doch dann vollzog Koji Wakamatsu in den achtziger Jahren eine Wende. Fortan hatte er die großen Themen im Blick, die er für die Ewigkeit verfilmen wollte. Nun ist Japans großer Gewalt- und Politregisseur bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Von Fritz Göttlermehr...
Am 18. Oktober kommt die Komödie "Angels' Share - Ein Schluck für die Engel" in die deutschen Kinos. Sehen Sie hier bereits exklusiv den Trailer des Filmes, mit dem Ken Loach in diesem Jahr in Cannes überzeugte.
Von 20th Century Foxmehr...
Er ist der Meister des sozialen Dramas, doch in Cannes präsentierte Ken Loach nun einen Film, bei dem er seine Ideale in eine Komödie hinüberrettete. In "Angels' Share" geht es um vier Loser, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Chance bekommen - dem Whisky sei Dank. Sehen Sie hier exklusiv den offiziellen Trailer dieses schreiend komischen Meisterwerks.
Von Susan Vahabzadehmehr...
Er beweist ein Gespür für das Unausweichliche, für die leisen Grausamkeiten des Lebens. Bereits zum zweiten Mal nach 2009 wird der österreichische Regisseur Michael Haneke nun bei den Festspielen in Cannes mit der Goldenen Palme geehrt.
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Sie ist nervig, lebenslustig, verantwortungslos und bezaubert mit ihrer flirrenden Energie - Isabelle Huppert spielt den Paradiesvogel Babou in Marc Fitoussis neuem Film "Copacabana". In 107 Minuten verwandelt sie sich in eine gute, bürgerliche Mutter - zumindest fast.
Von Martina Knobenmehr...
Nach den Irrungen des blaß gebliebenen Da Vinci Codes rumpeln jetzt die Tumulte des Herzens, die Tumulte der Politik, die normalen Tumulte eines Film-Festivals also. Filme von Lou Ye und Ken Loach im Wettbewerb.
Von TOBIAS KNIEBEmehr...
Als Antwort auf die Ausschreitungen beschwört der britische Premierminister Cameron Moral und Zusammenhalt und verschleiert damit seine Politik. Denn staatliche Zuwendungen, die gekürzt werden, sind durch Gefühlsäußerungen nicht zu ersetzen. Und über die Exzesse des britischen Liberalismus halten Camerons Konservative weiterhin ihre schützende Hand.
Von Johan Schloemanmehr...
Und los: Bereits vor der offiziellen Eröffnung gelingt in Cannes der erste große PR-Stunt. Sacha Baron Cohen nimmt als Diktator Aladeen die Huldigungen der Paparazzi entgegen. Nicht gerade das, was das Festival eigentlich möchte. Schließlich soll es um die Filmkunst gehen, und hier darf man tatsächlich gespannt sein.
Erste Eindrücke und ein Ausblick auf das Festival von Tobias Kniebe, Cannesmehr...
Wenn am 16. Mai das Filmfestival von Cannes startet, wird ein großes Thema die Liebe sein - ob im Zusammenhang mit Demenz und Tod oder in abgründigen Konstellationen wie weiblichem Sextourismus. Zwei mit Spannung erwartete Filme wurden allerdings nicht rechtzeitig fertig. Ein erster Blick in das Programm.
Von Tobias Kniebemehr...
Der Film beginnt mit einem Paukenschlag .... um sich langsam zu steigern. Dabei wird doch eigentlich nur eine Liebesgeschichte verhandelt. Klar, dass einem so der Kopf verdreht wird.
Von MARTINA KNOBENmehr...
Horrorvision: leere Kinosäle. Filmemacher kämpfen um Originalität und das Überleben des Kinos. Michael Moore ist zurück mit "Sicko" und bei den Brüdern Coen bleibt den Zuschauern das Lachen im Hals stecken.
Von Susan Vahabzadehmehr...
Gnadenloser Höhepunkt: Während sich die Eltern ihrer Lust hingeben, stürzt sich der dreijährige Sohn aus dem Fenster. Eine Explosion aus Blut und Schnee - und ein Film über die eigenen Ängste.
Von T. Kniebemehr...
Eastwood, DeNiro, Rivette: Bei der Berlinale geben in diesem Jahr die cineastischen Schwergewichte den Ton an. Warum wir uns viel erwarten können - und welche Chancen der Nachwuchs dabei hat.
Von Susan Vahabzadehmehr...
394 Filme in elf Tagen - Berlin erwartet zum 54. Mal einen international hochkarätig besetzten Filmmarathon. Deutsche Produktionen muss man hier allerdings mit der Lupe suchen.
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