Es ist der Gipfel, der den Euro retten soll - doch nicht einmal die Tagesordnung ist klar. Merkel und Sarkozy wollen Änderungen an den Verträgen debattieren, ihre Gegner lieber über mehr Feuerkraft und eine Banklizenz für den Rettungsfonds. Ein Überblick über die Themen des Gipfels, die politischen Fronten und mögliche Folgen eines Scheiterns.
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Johannes Aumüller und Thorsten Denklermehr...
Erste Fortschritte in Brüssel: Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf eine gesetzliche Schuldenbremse und automatische Strafen für Defizitsünder geeinigt. Die vertragliche Festsetzung der neuen Regeln bleibt aber weiterhin umstritten.
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Die Deutschen haben ihren Sparkurs durchgesetzt, die Deutschen sind Gewinner der Euro-Krise - deshalb sollen sie nun auch mehr zahlen. Italiens Premier Monti hat diese Forderung anklingen lassen, jetzt hört Kanzlerin Merkel sie immer häufiger. Frankreich und der Rettungsschirm EFSF ohne Top-Bonität, Griechenland am Abgrund: Die Euro-Rettung scheint noch einmal teurer zu werden.
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Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Der Euro soll gerettet werden - und es kostet unendlich viel Geld. Doch wer wird am Ende die Rechnung für die Rettung begleichen? Vier Lösungen gibt es. Und keine von ihnen ist schön.
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Catherine Hoffmannmehr...
Unruhe in Berlin: Vor dem Gipfel wächst bei der Bundesregierung die Sorge, dass es sich die EU-Partner bei der Lösung der Euro-Krise zu leicht machen könnten. Einzelne Akteure hätten "den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen". Euro-Gruppenchef Juncker plädiert in der SZ dafür, den Rettungsfonds als Bank zu organisieren.
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Die Unterscheide zwischen den Wirtschaftsmodellen in Europa sind groß - und mit ihnen die Ungleichgewichte. Die Gemeinschaftswährung wird gesprengt, wenn dieser fundamentale Unterschied zwischen Deutschland und den Südeuropäern bestehen bleibt. Selbst wenn die Notmaßnahmen wirken, die Europas Regierungschefs zur Lösung der Schuldenkrise beschließen wollen. Doch es gibt eine Lösung, die überraschen mag.
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Alexander Hagelükenmehr...
Niederschmetternde Nachricht für die Finanzbranche: Laut Banken-Stresstest brauchen Europas Institute mehr als 100 Milliarden Euro zusätzlich. Alleine sechs deutsche Finanzhäuser benötigen 13 Milliarden Euro - darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank. Und sie haben nur wenig Zeit, die Kapitallücke zu schließen.
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Harald Freibergermehr...
In der Krise gibt es ständig neue Ideen, wie man den Euro retten könnte. Dummerweise haftet vielen ein großer Makel an: Sie sind mit den existierenden Verträgen nicht vereinbar - würden also einen glatten Rechtsbruch bedeuten. Eine Übersicht.
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Helga Eineckemehr...
Berlin will dem Währungsfonds nur Geld bereitstellen, wenn auch Länder außerhalb Europas die Einlagen aufstocken. Derzeit spricht allerdings kaum etwas dafür, dass das der Fall sein wird.
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Claus Hulverscheidtmehr...
Griechenland am Scheideweg: Heute Abend stimmt das Parlament in Athen über die Vertrauensfrage von Regierungschef Papandreou ab. Sollten Papandreou und damit auch der drastische Sparkurs seiner Regierung scheitern, droht Griechenland womöglich als erstem Euro-Land die Staatspleite. Das Vertrauen vieler griechischer Bürger hat der Ministerpräsident indes bereits verloren - vor dem Parlament demonstrierten am Abend erneut Tausende Menschen gegen die Sparmaßnahmen.
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Die Aktie der Unicredit wurde am Dienstag zeitweise vom Handel ausgesetzt, italienische Bankaktien verloren in den letzten Tagen massiv: Genau heute musste sich der italienische Staat neues Geld leihen - und das hat überraschend gut geklappt.
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Trotz des irrlichternden Berlusconi ist die Lage in Italien zwar ernst, aber keineswegs katastrophal - und ein Vergleich mit Griechenland unsinnig. Gegen die ständigen Attacken von den Finanzmärkten gibt es nur eine Lösung: Die italienische Regierung muss sofort strikt sparen und die Euro-Zone dem Land viel Geld zur Verfügung stellen. Ansonsten ist die Gemeinschaftswährung in Gefahr.
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Alexander Hagelükenmehr...
Täglich wächst die Verwirrung um die Zukunft Europas und der gemeinsamen Währung. Es kursieren immer neue Sparprogramme, Rettungsschirme und Entschuldungsmodelle. Und Europas Spitzenpolitiker? Wirken ebenso ratlos wie ihre Bürger. Dabei ist der Euro noch nicht zum Untergang verurteilt - wenn die Politik endlich handelt.
Fragen und Antworten zur Lage des Euro von
Cerstin Gammelin und Martin Hessemehr...
Griechenland darf nicht pleitegehen - das wollten die Euro-Länder mit dem neuen Rettungspaket vermeiden. Doch die erste Ratingagentur sagt: Der Zahlungsausfall kommt. Dabei kommen die Banken bei den Beschlüssen besser weg, als Merkel und Sarkozy beteuern. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Brüsseler Einigung und ihren Folgen.
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Johannes Aumüller, Lutz Knappmann und Hans von der Hagenmehr...
Viel Geld fließt nach Griechenland. Ist nun alles gut? Nein - der Wirtschaftsweise Lars Feld geht jedenfalls davon aus, dass es im Herbst "neue Nervositäten" geben könnte.
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Wer als Grieche jetzt die Welt bereist, muss sich viel anhören - doch selbst im ärmsten Afrika erntet man noch Spott und Mitgefühl. Milde Gaben aus Malawi, Skepsis in Sambia, absurde Szenen beim Visumsantrag: Das alles hatte unsere Autorin nicht erwartet.
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Elena Beis, Kapstadtmehr...
Die griechische Regierung plant weitere Einsparungen: Im Kampf gegen die drohende Staatspleite will sie Renten drastisch kürzen und den Steuerfreibetrag senken. Außerdem werden 30.000 Angestellte des öffentlichen Dienstes zum Jahresende vermutlich ihren Job verlieren.
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Meinung
Auch wenn Schäuble das Gegenteil behauptet: Schwarz-Gelb muss bei der Abstimmung zum Euro-Rettungsschirm geschlossen auftreten. Eine Koalition, die für den Rest der Legislaturperiode noch eine Rechtfertigung haben möchte, muss beim wichtigsten Thema der nächsten Jahre zusammenfinden. Denn wer sollte noch einer Regierung vertrauen, die selbst nicht mehr an sich glaubt?
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Stefan Braunmehr...
Geradezu hysterisch diskutieren die Deutschen das Für und Wider von Euro-Bonds. Doch bei der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank an diesem Wochenende wird hinter den Kulissen eine andere Neuerung diskutiert, deren Sprengkraft die einer europäischen Gemeinschaftsanleihe weit übersteigt.
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Claus Hulverscheidtmehr...
Pessimismus und Schuldzuweisungen: Bei der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank geißeln die Vereinigten Staaten das Krisenmanagement der Europäer. Es solle endlich etwas passieren - und zwar sofort.
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Claus Hulverscheidt und Nikolaus Pipermehr...
Erstmals könnte bei dem anstehenden EU-Gipfel mit Griechenland ein Mitgliedsstaat in die Pleite geschickt werden. Unklar ist allerdings, ob sich die Minister tatsächlich zu einem harten Schuldenschnitt durchringen - oder doch am Ende auf eine freiwillige Lösung setzen. Nach einer Hängepartie haben die Euro-Finanzminister am Freitagabend offenbar die sechste Kreditrate für Griechenland freigegeben.
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Hans von der Hagenmehr...
Griechenland kürzt die Kredite - und das befürchtete Chaos bleibt aus. Dabei hatten Banken eindringlich vor dem Schuldenschnitt gewarnt und den Lehman-Kollaps als Fanal benutzt. Die Politik hat lange gebraucht, um sich zu einer Lösung durchringen - was sich jetzt allerdings als hilfreich erweist.
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Hans von der Hagenmehr...
Lange dachten Italiens Manager, sie würden gut fahren mit Silvio Berlusconi als Regierungschef. Doch die Hoffnung ging nicht auf - er regierte vor allem für sich selbst. Große, international gut verdienende gibt es kaum noch - aber erfolgreiche kleinere Unternehmen. Eine Übersicht über die starken und schwachen Branchen.
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In den Euro-Krisen-Staaten übernehmen jetzt Ökonomen die Führung, sie sollen die unheimliche Macht der Märkte eindämmen. Doch so sehr Europa auf Griechenlands Papademos und hoffentlich Italiens Monti setzen kann - sie allein werden die Krise nicht lösen. Vielmehr steht die EU vor der Frage: Verteidigt sie den Euro - oder gibt sie ihn auf?
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Alexander Hagelükenmehr...
Die Warnung des Internationalen Währungsfonds IWF ist deutlich: Paris verfehlt seine Schuldenziele und könnte die beste Bonitätsnote der Ratingagenturen verlieren - nötig ist mehr Sparen. Doch die zweitgrößte Volkswirtschaft der europäischen Währungsunion ist kein Griechenland 2 oder Portugal 3.
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Alexander Hagelükenmehr...
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