Vor einem Jahr startete Google Street View in Deutschland - von der damaligen Aufregung ist heute wenig übrig geblieben. Der Dienst ist längst zum nützlichen Werkzeug geworden, einige Bürger wollen ihr Haus sogar wieder entpixeln lassen. Doch Google hat aus der deutschen Skepsis seine Lehren gezogen - eine Aktualisierung wird es vorerst nicht geben.
Von
Johannes Kuhn
Facebook hatte deswegen einigen Ärger mit Datenschützern - jetzt startet auch Google in seinem Online-Netzwerk Google+ die Gesichtserkennung für Fotos. Der Internet-Riese beteuert, aus den Fehlern des Konkurrenten gelernt zu haben.
Facebooks Like-Button ist nicht nur deutschen Datenschützern suspekt: Auch in anderen Ländern prüfen Behörden und Politiker, was die Software des Unternehmens speichert. Können sie Facebook zähmen, wird dies das Internet verändern.
Von
Niklas Hofmann
Webseiten-Betreiber haben endlich Klarheit: Hamburgs oberster Datenschützer genehmigt die Einbindung des Internet-Statistikdienstes Google Analytics in deutsche Internetseiten. Wer die Software verwenden möchte, muss jedoch künftig einige Dinge beachten.
Die Geduld von Hamburgs oberstem Datenschützer ist am Ende: Johannes Caspar gibt Facebook nur noch wenige Wochen, seine automatische Gesichtserkennung deutschen Regeln anzupassen. Im Streit des sozialen Netzwerks mit Schleswig-Holstein gibt es hingegen Fortschritte.
Was hat es mit den Daten auf sich, die Facebook auch von Nicht-Mitgliedern speichert? Dem Unternehmen zufolge hat die Sammlung der Informationen technische Gründe - Hamburgs Datenschützer zweifelt dies nach einer neuen Analyse allerdings an.
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner unterstützt die Datenschützer der Länder auf ihrem Anti-Facebook-Kurs - und drängt darauf, Gesichtserkennung und Übermittlung von Nutzerdaten auf europäischer Ebene zu regeln. Auch Facebook will offenbar keine Ausnahmen für einzelne Bundesländer zulassen.
Datenschützer Thomas Kranig fordert von Apple bis zum 10. Mai eine Erklärung zu der Sammlung von Bewegungsprofilen - und droht mit einem Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro.
Interview:
Varinia Bernau
Ist Facebooks automatische Fotomarkierung wirklich so harmlos, wie das Unternehmen behauptet? Hamburgs Datenschutzbeauftragter glaubt dem US-Konzern nicht - und droht rechtliche Schritte an.
Bundesweit einmalig: Die Polizei Hannover nutzt bei Ermittlungen ein eigenes Facebook-Profil. Hier zeigen die Beamten Fotos von Verdächtigen und sammeln nützliche Hinweise, zuweilen sind ihre Facebook-Freunde kriminell. Die Plattform ist längst eine wichtige Informationsquelle - doch Behörden verwenden sie meist nur verdeckt.
Von
Sebastian Beck
Streit um Google Analytics: Die Hamburger Datenschutzbehörde bricht Verhandlungen mit dem US-Konzern über dessen Dienst ab. Einmal mehr prallen unterschiedliche Datenschutz-Vorstellungen aufeinander.
Von
Helmut Martin-Jung
Sind die neuesten Geodaten-Technologien im Internet "Einzelphänomene" oder führen sie ein veraltetes Bundesdatenschutzgesetz vor? Hamburg fordert eine dringende, strikte Regelung für Google-Projekte.
Von
Daniela Kuhr
Eine Easycash-Tochter soll nach einem NDR-Bericht Profile über Kunden, die mit der EC-Karte bezahlen, anlegen. Das Unternehmen widerspricht vehement.
Von
Bastian Brinkmann
Die Fed und andere Wertpapierkäufer verklagen die Bank of America. Die Mietrechtreform steht in der Kritik. Und: Die EU-Kommission will ein Insolvenzrecht für Großbanken. Das Wichtigste in Kürze.
Google erneut im Visier von Datenschützern: Mit dem Street-View-Wagen knipst die Firma nicht nur Bilder von Deutschlands Straßen, sondern sammelt auch Daten über private Funknetze.
Von
H. Martin-Jung
Weil Facebook die iPhone-Telefonbücher seiner Nutzer ausgelesen hat, droht nun ein juristisches Nachspiel: Hamburgs oberster Datenschützer hat ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Facebook setzt künftig Software zur Gesichtserkennung ein, um Freunde auf Fotos einfacher zu identifizieren. Das ruft in Deutschland Datenschützer auf den Plan.
Noch in diesem Jahr will Google Online-Straßenansichten der 20 größten deutschen Städte freigeben. Doch das Street-View-Comeback sorgt gleich für neuen Ärger.
Von
Johannes Kuhn
Bei Googles Panoramaprojekt stoßen die amerikanische und die deutsche Vorstellung von Privatsphäre aufeinander - und das ausgerechnet in einer rechtlichen Grauzone.
Von
Johannes Kuhn
Kleinlautes Eingeständnis: Google hat für seinen Dienst Street View persönliche Nutzerdaten aus WLAN-Netzen aufgezeichnet - auch in Deutschland. Die Panne fiel erst durch einen Zufall auf.
Im SZ-Interview warnte die Verbraucherschutzministerin vor der Macht der Branchenriesen, nun bezeichnet der Bitkom-Chef Politiker als "Spielverderber".
Ein kleiner Trick erlaubt es, über Facebook E-Mail-Kontakte von Fremden auszuschnüffeln. Die Lücke ist kein neuer Skandal - sie beweist jedoch einmal mehr, dass mangelnder Datenschutz Teil des Firmenkonzepts ist.
Von
J. Kuhn