Entführungen haben die palästinensische Autonomiebehörde in eine schwere Krise gestürzt. Achmed Kurei reichte seinen Rücktritt ein, Präsident Jassir Arafat lehnte jedoch ab. Dann löste er mit der Ankündigung einer eigentlich seit langem geforderten Reform der Geheimdienste heftige Proteste aus.
Wenige Stunden nach dem Tod ihres Führers haben die Palästinenser dessen Nachfolge geregelt. Die Macht verteilt sich künftig auf mehrere Personen. Im Gazastreifen und dem Westjordanland strömten zehntausende Palästinenser zu Trauerkundgebungen auf die Straßen.
Sein gesamtes Leben wurde vom Kampf für einen palästinensischen Staat bestimmt. Und was immer sich noch über den Ex-Terroristen und Friedensnobelpreisträger Jassir Arafat sagen lässt - für das palästinensische Volk war er lange Zeit der größte Führer auf dem Weg in die Unabhängigkeit.
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Von Birgit Lutz-Temsch und Markus C. Schulte v. Drach
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Angela Merkel, Tom Cruise, Hugh Jackman und der Dalai Lama - sie alle haben begeistert von München geschwärmt. Zuletzt äußerte sich Zettl-Regisseur Helmut Dietl. Was gefällt Prominenten an der Stadt? Die schönsten Liebeserklärungen.
Gesetzte Kühle in Kairo, leidenschaftliches Trauern in Ramallah - die Palästinenser ließen die Heimkehr ihres Führers zur Demonstration werden.
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Von Tomas Avenarius, Heiko Flottau und Peter Münch
Die Angaben zum Gesundheitszustand des Plo-Chefs bleiben widersprüchlich. Frühestens am Montag soll Klarheit herrschen. Unterdessen kam das Exekutivkomitee der Palästinensischen Befreiungsorganisation in Ramallah erstmals ohne den Präsidenten zusammen.
Im Vatikan gegen Mutter Teresa argumentieren, als Linker für den Irak-Krieg sein, als Atheist Amerika lieben? Nichts leichter als das! Christopher Hitchens war immer dagegen und hatte meistens recht. Das betrunkene, wütende und aufregende Leben des britisch-amerikanischen Intellektuellen ist zu Ende.
Von
Jannis Brühl
Mehr als 100 Anschläge soll "Carlos" verübt haben, jetzt wird dem einst meistgesuchten Terroristen in Paris der Prozess gemacht. Den Gerichtsaal nutzt er als Bühne für seine Agitationen. Mit der Aufklärung der Attentate ließ sich die französische Justiz viel Zeit - fast 30 Jahre mussten die Angehörigen der Opfer warten.
Von
Stefan Ulrich, Paris
Gaddafi ist tot, verscharrt in der Wüste. Er war der letzte große Befreiungstheologe und in seiner Bedeutung mit Che Guevara vergleichbar. Der sogenannte Revolutionsführer finanzierte die Eta, die IRA, Carlos, palästinensische Splittergruppen und über Umwege auch die RAF. Niemand hat so massiv in die Weltpolitik eingegriffen wie der Impresario des Terrors aus Libyen. Trotzdem pilgerten erst Schily und Kreisky, später dann Schröder, Blair, Putin, Sarkozy, Berlusconi und Condoleezza Rice zu ihm. Jetzt geht auch ein Kapitel des Staatsterrorismus zu Ende - Zeit, die Archive zu öffnen.
Von
Willi Winkler
Hat Syriens Präsident Baschar al-Assad in Zukunft ein offenes Ohr für seine politischen Gegner? Erneut kündigt er an, mit der Opposition sprechen zu wollen - doch im selben Atemzug tut er den Volksaufstand als Angriff "bewaffneter Banden" ab. Die Nato schließt einen Einsatz in Syrien aus.
Meldungen im Überblick
Trunken vor Glück: Mit Liedern und Glockengeläut bejubeln die Menschen in Ramallah die Rede von Palästinenser-Präsidenten Abbas vor den Vereinten Nationen in New York und den Antrag auf UN-Vollmitgliedschaft. Der oft kritisierte Präsident ist der Held des Tages. An den Kater von morgen will hier noch keiner denken.
Von
Peter Münch, Ramallah
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Nur ein Papst amtierte länger als Johannes Paul II., kein Pontifex reiste öfter als der Pole. Nun wird Karol Woityla nach dem schnellsten Verfahren der Kirchengeschichte seliggesprochen - nur sechs Jahre nach seinem Tod.
Sein Leben
in Bildern.
Der israelische Ministerpräsident Netanjahu gilt als ein Mann, der kaum etwas hält, was er verspricht. Nun hat der Umbruch in der arabischen Welt selbst Syrien erreicht - doch Israel droht aus eigener Schuld in die Isolation zu geraten.
Ein Gastbeitrag von
Avi Primor
Der Nahost-Konflikt kommt wieder vor die Vereinten Nationen. Es drohen Polarisierung, Emotionen und Parteinahme. In den schlimmsten Szenarien ist schon von einer neuen Intifada, von Gewalt und Toten die Rede.
Von
Stefan Kornelius
Er war ein Mann des Friedens: Der frühere US-Außenminister Warren Christopher hat sich beim Kriegsende in Bosnien-Herzegowina und im Nahost-Konflikt verdient gemacht. Nun ist er im Alter von 85 Jahren gestorben.
Der Tod des Mohammed Jassir Arafat und der bewaffnete Kampf gegen Israel. Flüchtling, Revolutionär, Despot und Opportunist — der Palästinenserführer hat in seinem abenteuerlichen Leben seine Hauptziele nicht erreicht.
Von
Von Heiko Flottau
Margaret Thatcher, berühmt-berüchtigte erste britische Premierministerin, hat ihr Land wie keine andere Frau geprägt. Inzwischen lebt sie zurückgezogen. Zu ihrem 85. Geburtstag kehrt sie noch einmal zurück in die Downing Street.
Ihr Leben in Bildern. Von
Hannah Beitzer
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Vor der Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo werden Chinas Proteste immer wütender. Es ist nicht das erste Mal, dass die Entscheidung des Nobel-Komitees heftiger Kritik ausgesetzt ist. Umstrittene Preisträger im Überblick.
Was für eine Gipfelei: Seit 40 Jahren kommt die Elite zum Weltwirtschaftsforum nach Davos - und wird von aller Welt beobachtet. Wichtige Momente in Bildern.
Von
Caspar Busse