Seit einem Jahr gehört Anshu Jain zum Führungsduo der Deutschen Bank. Genauso lange fragen Kritiker: Ist ein englisch sprechender Investmentbanker der Richtige an der Spitze einer Bank, die in viele Skandale verstrickt ist, deren Ursache hauptsächlich im Investmentbanking liegt? Einem Vorwurf begegnet Jain nun offensiv: bei der Hauptversammlung will er mehr Deutsch sprechen.
Harald Freibergermehr...
Der Chef der Deutschen Bank fühlt sich ungerecht behandelt. In Interviews wehrt sich Jürgen Fitschen gegen den Verdacht der Staatsanwaltschaft, an Umsatzsteuerhinterziehung beteiligt gewesen zu sein - und ist "erschüttert" über das Vorgehen der Ermittler.
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Jürgen Fitschen hat seit vergangenem September den Auftrag, dem Auftritt der Deutschen Bank auf ihrem Heimatmarkt Schwung zu verleihen. Der 56-jährige Niedersachse muss sich dabei gegen die Angelsachsen in der Führungsebene der Bank durchsetzen.
Von Von Lothar Griesmehr...
Einbuße trotz Aufstieg: Deutsche-Bank-Boss Anshu Jain verdiente 2012 wie sein Co-Chef Fitschen 4,8 Millionen Euro - mehr als vier Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Der Geschäftsbericht des Geldhauses zeigt auch, wie viel mehr Kasse Investmentbanker im Vergleich zu Angestellten am Schalter machen.
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Auf Hauptversammlungen wird eigentlich das Management hart angegangen. Nicht so heute bei der Deutschen Bank: Die Aktionäre schimpften auf die "Privatfehde der Kirch-Anwälte", die die Veranstaltung nötig gemacht hatte. Die eine oder andere Frage nach Steueroasen und der geschönten Bilanz stellten sie dann doch noch.
Von Andrea Rexer, Frankfurtmehr...
Die Investmentbank geht in Berlin ein und aus: Auch nach der Finanzkrise lässt sich die Bundesregierung intensiv von Goldman Sachs beraten. Die Deutsche Bank ist ebenfalls oft Gast in den Ministerien. Und ein paar Banker bekamen sogar Vier-Augen-Gespräche mit der Kanzlerin.
Von Benjamin Rombergmehr...
"Erdrückende Dominanz": Die Bankenwelt ist eine Männerwelt. Auf Führungsebene sind kaum Frauen zu finden. Das liegt auch am dort herrschenden Ton.
Von Andrea Rexermehr...
Millionen-Boni für Top-Manager ärgern die EU. Bei der Deutschen Bank wurden schon Konsequenzen gezogen - das neue Führungsduo verdient zusammen in etwa das, was Vorgänger Josef Ackermann zuvor allein bekommen hat. Doch die Bank will den Bossen nicht allzu wehtun.
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Beide Co-Chefs der Deutschen Bank sind gleich viel wert, daran will Deutschlands größtes Geldhaus keine Zweifel aufkommen lassen. Deshalb sollen Jürgen Fitschen und Anshu Jain auch gleich viel verdienen. Auch wenn der Investmentbanker dafür auf seinen Bonus verzichten muss.
Von Andrea Rexermehr...
Gestank in Fitschens Küche: Die Chefs der größten Bank Deutschlands, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, wollen die Kultur ihres Hauses ändern - doch ein halbes Jahr nach Ackermanns Abgang müssen sie sich noch immer um Altlasten kümmern. Zum Beispiel um die Kosten für zahlreiche Rechtsangelegenheiten.
Von Bastian Brinkmannmehr...
Rund um den Globus reden Banker plötzlich davon, der Allgemeinheit dienen zu wollen. Auch die Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Seit sie die Geschicke des Geldhauses übernommen haben, bringen sie ein Thema immer wieder auf die Agenda: die Kultur der Bankbranche, die für die meisten Menschen eine Unkultur ist. Nur: Wer sagt eigentlich, dass die beiden die richtigen Männer sind, um etwas zu ändern?
Von Alexander Hagelüken und Andrea Rexermehr...
Streit um die Aufsicht: Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon und Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen liefern sich einen heftigen Schlagabtausch über die Zukunft der Geldhäuser in Europa. Und nebenbei geht es mal wieder um das Renditeziel der Deutschen Bank.
Von Andrea Rexer, Frankfurtmehr...
Steuerhinterziehung und Vernichtung von Beweisstücken: Die Vorwürfe richten sich nicht nur gegen die Manager der Deutschen Bank, sondern treffen auch viele normale Mitarbeiter. Manche schämen sich inzwischen für ihren Arbeitgeber. Die Konzernspitze will deshalb umso entschlossener den Kulturwandel vorantreiben. Doch schon ereilt die Bank die nächste Hiobsbotschaft.
Von Andrea Rexer, Frankfurtmehr...
Meinung
500 Fahnder haben die Deutsche Bank wegen des Verdachts auf Steuerbetrug durchsucht - ausgerechnet jene Bank, die sich gerade erst einen Kulturwandel verordnet hat. Die Ermittlungen häufen sich in der Geldbranche, das Netz der Justiz zieht sich zu. Der Politik sollte das eine Mahnung sein, nun scharfe Regeln durchzusetzen.
Ein Kommentar von Alexander Hagelükenmehr...
Meinung
Die Wut über "die da oben" wächst - selbst unter Bankangestellten. Die Manager der Deutschen Bank haben das alte Vertrauen verspielt, dass auch im Finanzsektor Verantwortung und Anstand herrschen. Jetzt soll ausgerechnet derjenige das Vertrauen wiederherstellen, der für den Schaden mitverantwortlich ist.
Ein Kommentar von Marc Beisemehr...
Die neuen Vorstandschefs Jain und Fitschen hatten schon vorher vor Sonderbelastungen gewarnt, jetzt ist klar: Die Deutsche Bank hat in den Monaten Oktober bis Dezember einen Verlust von mehr als zwei Milliarden Euro gemacht. Die Neuausrichtung und Rechtsstreits belasten die Bilanz enorm.
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Keine Fluchtgefahr: Eine Woche nach der Razzia in der Deutschen Bank ist ein Mitarbeiter wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Drei weitere sitzen noch ein.
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Exklusiv
Es war eine "Untersuchung mit Ansage". Nach SZ-Informationen verweigerte die Deutsche Bank in der Steueraffäre die Herausgabe von Dokumenten an die Staatsanwaltschaft. Die Strafverfolger drohten, sich die Unterlagen zu holen, doch die Bank blieb stur. Am Ende kam die Razzia.
Von Klaus Ottmehr...
In ihrem Weihnachtsschreiben an die Mitarbeiter gelobt die Doppelspitze der Deutschen Bank Besserung: "Wir werden alles daran setzen, die Vergangenheit aufzuarbeiten."
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Angriff auf die Großbanken: 2012 dürfte in die Geschichte eingehen, als Jahr, in dem Ermittler ernst machten - wegen Zinsmanipulation, Geldwäsche oder zu geschwätzigen Analysten. Die Liste der Skandale ist lang. Zu einem guten Teil ist dafür die Deutsche Bank verantwortlich.
Von Pia Ratzesbergermehr...
Exklusiv
Es könnte heute alles ganz anders aussehen: Denn gegen den Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, wird schon seit August 2011 wegen Steuerbetrugs ermittelt - vor seiner Berufung auf den Chefposten. Dass er Vorstandsvorsitzender auch dann geworden wäre, wenn die Ermittlungen bekannt gewesen wären, erscheint zumindest fraglich.
Von Klaus Ott, München, und Andrea Rexer, Frankfurtmehr...
Meinung
Jürgen Fitschen sollte als Deutsche-Bank-Chef den traditionellen, ehrlichen Banker verkörpern. Deswegen wäre er wohl kaum auf den Posten berufen worden, hätte man gewusst, dass bereits Ermittlungen gegen ihn liefen. Doch die Zurückhaltung der Staatsanwaltschaft war möglicherweise gerechtfertigt.
Ein Kommentar von Andrea Rexer, Frankfurtmehr...
Die Deutsche Bank trotzt aller Kritik: Umstrittene Geldanlagen, die auf Nahrungsmitteln beruhen, bleiben im Angebot. Auf der Grünen Woche erklärte Vorstandschef Fitschen, man habe keinen Nachweis gefunden, dass die Spekulation für steigene Preise verantwortlich sei.
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Die Deutsche Bank hat nach eigener Aussage keinen Nachweis für negative Auswirkungen von Spekulationen mit Nahrungsmitteln gefunden. Sie will das umstrittene Geschäft weiter betreiben. Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, über den Sinn solcher Anlagen und die Folgen für die Menschen in ärmeren Regionen.
Von Hans von der Hagenmehr...
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