Wenn der Lohn so niedrig ist, dass ein Anspruch an den Staat entsteht: Viele Beschäftigte haben einer Studie zufolge Anrecht auf Hartz IV, nutzen es aber nicht. Viele wissen wohl gar nicht, dass sie das Geld bekommen könnten.
Von Thomas Öchsnermehr...
Meinung
Unternehmen halten zunehmend die Löhne mit Absicht niedrig. Der Staat zahlt dann zusätzlich Hartz IV und subventioniert so indirekt Lohndumping - auf Kosten von Firmen, die ihre Leute ordentlich bezahlen. Das spricht für einen allgemeinen, gesetzlichen Mindestlohn.
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Die Daten dürften die aktuelle Mindestlohn-Debatte befeuern: Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten in Voll- oder Teilzeit und sind sozialversichert - und benötigen dennoch Hilfe aus öffentlichen Kassen. Die neueste Statistik, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt, zeigt auch: Verstärkt trifft es Singles.
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
Unbeschränkt arbeiten dürfen Bulgaren und Rumänen in Deutschland erst von 2014 an. Haben sie hier ihren Wohnsitz, dürfen sie aber bereits Kindergeld in Anspruch nehmen - und in Ausnahmefällen auch Hartz IV. Das machen immer mehr Armutsmigranten, oft mit der Hilfe von Schleppern.
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
Seit 20 Jahren gibt es in Deutschland Lebensmittel-Tafeln für Bedürftige - und jedes Jahr werden es mehr. Jetzt machen die Kritiker der modernen Armenspeisung mobil. Sie fragen: Was tut eigentlich der Sozialstaat?
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
Die deutschen Jobcenter haben innerhalb eines Jahres so viele Sanktionen wie noch nie gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, die Jobangebote ausschlagen. Das liegt auch daran, dass ihnen die Berater dank der guten Arbeitsmarktlage mehr Angebote machen konnten.
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Ein Mann, ein Traum, ein Missverständnis: Der Gerüstbauer Andreas Läufer wollte nur sein Geld verdienen. Und er hatte eine gute Idee. Doch dann ging etwas schief zwischen ihm und dem deutschen Sozialstaat, so dass Läufer inzwischen auf der Straße lebt. Die Geschichte einer Entfremdung.
Von Mario Kaisermehr...SZ-Magazin
Exklusiv
Die Grünen wollen die Hartz-IV-Regeln lockern. Demnach sollen Sanktionen für unwillige Langzeitarbeitslose ausgesetzt werden, bis die Vermittlung in den Job-Centern verbessert wird. Die SPD reagiert auf den Vorschlag verärgert - und rätselt über die Motive.
Von Susanne Höll, Berlinmehr...
Sind die Agenda 2010 und die mit ihr verbundenen Hartz-Gesetze ein Erfolg? Ob man diese Frage mit Ja oder Nein beantwortet, hängt stark vom politischen Standpunkt ab. Es gilt selbst dann, wenn es nur um nüchterne Statistikdaten geht. Ein Überblick über die wichtigsten Zahlen.
Von Oliver Klasenmehr...
Die Agenda 2010 hat Deutschland verändert, Ökonomen sagen: zum Guten. Doch sie hat Millionen Menschen vom normalen Leben ausgeschlossen. Hat die Bundesrepublik überhaupt noch eine soziale Marktwirtschaft? Wir haben Jürgen Borchert gefragt, der beim Verfassungsgericht eine Neuberechnung der Hartz-IV-Regelsätze durchsetzte.
Von Hans von der Hagenmehr...
Zehn Jahre Agenda 2010, das wollen viele Sozialdemokraten heute lieber feiern als sich weiter streiten. Sie erklären die umstrittene Reform zur Erfolgsgeschichte. Doch manche frühere Gegner sind bis heute nicht versöhnt mit dem Reformwerk.
Von Thorsten Denkler, Berlinmehr...
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Subventioniertes Mittagessen, zehn Euro für den Sportverein, bezahlte Nachhilfe: Mit Hilfe des Bildungspakets der Arbeitsministerin sollen bedürftige Kinder und Jugendliche unterstützt werden. Doch eine Befragung in 130 Kommunen zeigt: Die Hilfen erreichen viele Bedürftige nicht. Der Wohlfahrtsverband bezeichnet die Maßnahmen als gescheitert.
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
Für die Unterstützung von Arbeitslosen haben Bund und Kommunen Berichten zufolge in den vergangenen Jahren insgesamt etwa 356 Milliarden Euro ausgegeben. Die Arbeitsagentur klagt derweil über Beratungschaos und fehlenden Überblick - und fordert eine Reform der Hartz-IV-Gesetze.
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Das Arbeitslosengeld I soll zum Leben reichen - doch Zehntausende sind zusätzlich auf Hartz IV angewiesen, weil sie im ehemaligen Job nicht genug verdient haben. Die Zahl der Betroffenen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.
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Schwanger, arbeitslos, bedürftig: Das Bundessozialgericht hat einer jungen Frau aus Bulgarien Recht gegeben, die von der Stadt Stuttgart Sozialleistungen eingefordert hat. Das Urteil könnte nun auch anderen Einwanderern aus EU-Staaten helfen.
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Der Finanzminister darf sich freuen: 2012 hat die Bundesagentur für Arbeit 900 Millionen Euro nicht abgerufen - Geld, das nun zurück in Schäubles Kasse fließt. Eigentlich sollte damit der Wiedereinstieg von Arbeitslosen in den Beruf unterstützt werden. Kritiker bemängeln eine Zwei-Klassen-Arbeitsmarktpolitik.
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
Sie gehen teils im Minutentakt ein: Im größten deutschen Sozialgericht in Berlin sind 2012 mehr als 44.000 neue Klagen eingereicht worden, viele davon wegen Streitigkeiten um Hartz-IV-Leistungen. Um alle nicht erledigten Fälle zu bearbeiten, dürfte das Gericht ein ganzes Jahr lang keine Verfahren mehr annehmen.
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Mehr als drei Millionen der 4,33 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger sind Langzeitbezieher. Das zeigen neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die der SZ vorliegen. Die Behörde räumt ein, dass es sich bei diesen Menschen um den "harten Kern" der Arbeitslosen handele. Es blieben diejenigen zurück, bei denen sich "eine Integration in Ausbildung oder Beschäftigung in naher, vielleicht auch in weiter Zukunft nicht abzeichnet".
Von Thomas Öchsnermehr...
Exklusiv
Das Hartz-IV-Risiko für Jugendliche in deutschen Großstädten ist sehr unterschiedlich: Besonders gering ist es in München und Dresden. Schlecht schneiden hingegen Berlin und Städte aus dem Ruhrgebiet ab.
Von Thomas Öchsner, Berlinmehr...
Die Arbeitsagentur muss im kommenden Jahr an ihre Ersparnisse gehen: Laut einem Zeitungsbericht fallen die erwarteten Verluste 2013 um eine halbe Milliarde höher aus als bisher angenommen. Setzt sich dieser Trend fort, ist schon 2014 der Überschuss aufgebraucht - und die Behörde auf Geld vom Bund angewiesen.
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Hartz IV als Teil des Geschäftsmodells? Die Zahl der Selbständigen, die ihre kargen Gewinne mit der Sozialleistung aufbessern müssen, hat sich seit 2007 verdoppelt. Dem Chef der Bundesagentur für Arbeit ist sie zu hoch - Weise will bei dieser "Fehlentwicklung" nachbessern.
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Sie wollen nicht schwanger werden, doch es ist kein Geld für Kondome oder die Pille da. Bedürftige Familien bekommen in München das Geld für Verhütungsmittel nicht mehr erstattet. Die Beratungsstelle Pro Familia möchte dies ändern - denn es gibt immer mehr Schwangerschaftsabbrüche.
Von Anne Frommmehr...
Karl H. ist seit einem Unfall vor 44 Jahren gehbehindert. Heute lebt er von 800 Euro monatlich - und kann kaum die Beerdigungskosten für seinen Vater stemmen.
Von Isabel Meixnermehr...
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