Eine Meldung über einen vermeintlichen Hacker-Angriff auf das amerikanische Bahnsystem verdeutlicht: Wir nehmen eine diffuse Bedrohung der Cybersicherheit wahr, ohne sie wirklich einschätzen zu können. In den USA könnte davon nun eine ganze Industrie profitieren.
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Johannes KuhnDigitalblog
Ein Job wie ein Schleudersitz: Binnen kurzer Zeit gibt schon der zweite Stabschef im Weißen Haus seinen Job auf. William Daley verlässt US-Präsident Barack Obama, offiziell seiner Familie zuliebe. Doch in Washington sprießen die Gerüchte, gut gedüngt auch durch ein neues Buch über die Obamas. Spielte die First Lady eine Rolle? Oder war Daley einfach zu sehr Außenseiter?
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Kathrin Haimerl
Protest im Netz: Wikipedia hat seine englischsprachige Website für 24 Stunden vom Netz genommen - und auch andere Seiten setzten ein Zeichen, Google zensiert sein Logo. Der Protest richtet sich gegen die US-Gesetze SOPA und PIPA, die für viele den Urheberrechtsschutz zu weit treiben: "Es geht um die freie Meinungsäußerung", sagt Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales.
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Reymer Klüver
Der Protest zeigt offenbar Wirkung: Weil die heftig kritisierten Anti-Piraterie-Gesetze SOPA und PIPA derzeit keine Mehrheit finden, werden die entsprechenden Gesetzgebungsverfahren erst einmal gestoppt. Endgültig vom Tisch sind sie allerdings nicht.
Umstrittenes Atomprogramm, Sturm auf die britische Botschaft, mögliche Anschlagspläne: Iran steht weltweit in der Kritik. Nun bemüht sich US-Vizepräsident Joe Biden um Deeskalation: Es gebe keine Informationen, dass Irans Führung hinter dem Angriff auf die Botschaft stecke. Zuvor hatte der US-Senat Sanktionen gegen die iranische Zentralbank beschlossen.
9,1 Prozent Arbeitslosigkeit, miese Konjunkturzahlen und ein Volk, das seinem Präsidenten nicht zutraut, die Krise zu lösen: Bei seiner Rede vor dem Kongress gibt sich US-Präsident Barack Obama kämpferisch - mit Hilfe einer gigantischen Job-Offensive will er die lahmende Wirtschaft ankurbeln. Das Paket enthält umfangreiche Senkungen von Sozialabgaben und Steuern. Obama beschwört die Abgeordneten, seinen "American Jobs Act" umgehend zu verabschieden - doch es droht neuer Ärger mit den Republikanern.
Das Lokal war zur Frühstückszeit gut besetzt: Ein Mann hat in Carson City im US-Bundesstaat Nevada erst eine Frau auf einem Parkplatz erschossen und ist dann bewaffnet mit einem Automatik-Gewehr in die Filiale einer Restaurantkette gestürmt.
Für viele Amerikaner ist die S&P-Abstufung eine Schmach, für die Republikaner ist sie eine Steilvorlage, um den angeschlagenen Präsidenten heftig zu kritisieren: Obama muss angesichts der Kreditkrise und der hohen Arbeitslosigkeit um seine Wiederwahl im nächsten Jahr fürchten.
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Christian Wernicke
Ende des Nervenkriegs: In den USA haben sich Demokraten und Republikanern auf einen Kompromiss in der Schuldenkrise verständigt. Um die Staatspleite abzuwenden, soll die Schuldengrenze erhöht und zugleich ein Billionen-Dollar-Sparprogamm begonnen werden - US-Präsident Obama musste hier Zugeständnisse machen. Noch am Montag werden Senat und Repräsentantenhaus wohl über den Kompromiss abstimmen.
Tagelang sah es im US-Finanzdrama düster aus. Republikaner und Demokraten blockierten sich gegenseitig. Jetzt gibt es Hoffnung auf einen Durchbruch in praktisch letzter Minute. Die Katastrophe der Zahlungsunfähigkeit könnte doch noch abgewendet werden.
Das Ringen um einen Kompromiss im US-Schuldenstreit geht in die nächste Runde: Zwar haben die Republikaner im Repräsentantenhaus am Freitag einen Antrag zur kurzfristigen Erhöhung der Schuldengrenze durchgesetzt. Der von den Demokraten dominierte Senat lehnte den Plan aber umgehend ab. Bis Dienstag bleibt nun noch Zeit für eine Lösung - dann droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit.
Den USA droht in wenigen Tagen die finanzielle Bankrotterklärung. Doch die politischen Kontrahenten verweigern sich weiter einer Einigung. Unter Zeitdruck wird hinter den Kulissen gerungen - eine Nachtsitzung im Senat könnte Hoffnung bringen.
Countdown in der Haushaltskrise: In zwei Tagen droht den USA erstmals in der Geschichte die Zahlungsunfähigkeit. Noch gibt es zwar keine Einigung im Finanzdrama, doch langsam breitet sich Zuversicht aus. Ein Kompromiss in praktisch letzter Minute scheint in Reichweite zu rücken - und angeblich gibt es nun schon eine "Rahmenvereinbarung".
Überraschendes Angebot: Im Streit um die Schuldengrenze ist US-Präsident Obama bereit, vier Billionen Dollar zu kürzen - auch bei Prestigeprojekten wie der staatlichen Rentenversicherung. Viele Demokraten sind sauer.
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Reymer Klüver, Washington
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben eine drohende Staatspleite verhindert: Senat und Repräsentantenhaus stimmten mit großer Mehrheit für neue Schulden und drastischen Sparkurs.
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Christian Wernicke
In seiner Rede vor dem US-Kongress bemüht sich Israels Premier Benjamin Netanjahu, den Eindruck eines Zerwürfnisses mit Barack Obama zu zerstreuen. Sein Land sei an einem Frieden in Nahost interessiert, Netanjahu fordert aber einen völlig entmilitarisierten Palästinenserstaat und die Kontrolle über ganz Jerusalem. Bedingungen, die von der Gegenseite wiederholt zurückgewiesen wurden.
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Christian Wernicke, Washington
US-Präsident Obama verliert im Schuldenstreit die Geduld: Auch die fünfte Verhandlungsrunde ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen - jetzt sollen sich die Parteispitzen in den nächsten 36 Stunden einigen, sonst würden sie zum Nachsitzen ins Weiße Haus beordert. Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen droht Standard & Poor's erneut mit der Herabstufung der US-Bonität. Der Senat soll bereits an einem alternativen Vorschlag zur Lösung des Streits arbeiten.
Im Billionen-Poker um Amerikas Schuldengrenze scheint die Geduld von US-Präsident langsam am Ende - er will am Wochenende eine Einigung sehen. Doch nicht nur die Demokraten und die Republikaner streiten - es geht auch darum, wer bei den Republikanern das Sagen hat.
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Reymer Klüver
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Ein DNS-Test soll die Identität der Leiche mittlerweile einwandfrei bestätigen: Der vom US-Militär getötete Mann war Osama bin Laden. US-Offizielle widersprechen Meldungen, nach denen die Operation von Anfang an die Tötung Bin Ladens vorsah - und Altkanzler Schmidt bezeichnet die Kommandoaktion als "völkerrechtswidrig".
Reaktionen und aktuelle Entwicklungen
im Ticker
Verzweiflung oder echter Fortschritt? US-Präsident Barack Obama lobt die Bemühungen demokratischer und republikanischer Senatoren, den Streit um die Anhebung der Schuldenobergrenze beizulegen. Doch ein echter Kompromiss ist nicht in Sicht - stattdessen üben sich die Republikaner in Symbolpolitik.
Die Uhr tickt, wo bleibt die Einigung? Im Streit um die Anhebung der Schuldengrenze gehen die Demokraten im Senat den rechten Flügel der Republikaner heftig an. US-Präsident Obama wehrt sich gegen Berichte, wonach ein Deal mit der Opposition kurz bevorsteht.
Unterstützung für die Rebellen: Der libysche Übergangsrat erhält ein Darlehen über 100 Millionen Euro von der Bundesregierung - "für zivile und humanitäre Maßnahmen", wie Bundesaußenminister Westerwelle betonte. Kurzmeldungen im Überblick.
Der Präsident spricht von einem "gefährlichen Spiel, das wir nicht spielen dürfen": Den USA bleibt noch eine Woche, bis sie zahlungsunfähig sind. Trotzdem sind die Fronten im Schuldenstreit verhärteter denn je. In einem dramatischen TV-Appell wendet sich Obama an die Opposition - doch die reagiert mit demonstrativer Kühle.
"Vernünftiger Ansatz" oder "Totgeburt"? Die Republikaner streiten über ihren eigenen Haushaltsentwurf und verschieben eine Abstimmung. US-Präsident Obama kündigte bereits zuvor sein Veto an. IWF-Chefin Lagarde mahnt derweil eine umgehende Lösung im US-Schuldenstreit an - ein Staatsbankrott der USA hätte "ernsthafte" Auswirkungen für die ganze Welt.
"Get your ass in line!": Mit starken Worten und Pizza-Partys versucht John Boehner, die Republikaner im Schuldenstreit zusammenzuhalten. Doch es scheint fraglich, ob er die Tea-Party-Fundamentalisten dauerhaft zähmen kann. Deren radikale Verweigerungshaltung bringt die USA an den Rand des Abgrunds.
Von
Matthias Kolb