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Barsch und rücksichtslos verhält sich mitunter der französische Präsident Nicolas Sarkozy. Wie ein richtiger Lackl eben. Dass der erste Lackl der Weltgeschichte ebenfalls ein Franzose war, kann Sarkozy natürlich nicht wissen.
SZ-Autor
Hans Kratzer übersetzt aus dem Bairischen.
"Ein Scheißgefühl": Die Münchner Politiker Jerzy Montag und Hans-Peter Uhl stehen auf der Liste des rechtsextremistischen Trios aus Zwickau. Warum ausgerechnet sie? Darauf können sich die beiden keinen Reim machen. Wie beklemmend es sich anfühlt, wissen sie nun allerdings ganz genau.
Von
Peter Fahrenholz und Susi Wimmer
An diesem Mittwoch soll ein weiterer Grünen-Politiker einen Karrieresprung hinlegen: Boris Schwartz soll Kommunalreferent werden - das empört die CSU. Dabei hat sie früher auch eigene Leute in Ämter gebracht.
Von
Dominik Hutter und Silke Lode
"Wie groß ist der braune Sumpf?" Dieser Frage soll jetzt ein Untersuchungsausschuss des Bundestags nachgehen. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen. Parteipolitische Mätzchen dürften keine Rolle spielen, wenn es darum gehe, die Mordserie der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle aufzuklären.
Heftiger Schlagabtausch im Bundestag zur Überwachung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz: Die Abgeordneten der Linken geben sich kampfeslustig, werfen Schwarz-Gelb vor, die Geheimdienste parteipolitisch zu instrumentalisieren. Unterstützung erhalten sie von SPD und Grünen. Bundesinnenminister Friedrich hingegen verteidigt die Beobachtung der Linke-Parlamentarier.
Von
Kathrin Haimerl
Gesellschaft und Institutionen haben den Chaos Computer Club längst anerkannt, gleichwohl wachsen die Gefahren für die Freiheit des Internets. Auf dem Jahreskongress in Berlin gilt es für die Hacker deshalb, den eigenen Standort neu zu definieren - und der Falle zu entgehen, ein reiner Daten-TÜV zu werden.
Von
Niklas Hofmann
Ihre Blutspur zieht sich durch ganz Deutschland: Acht türkische und ein griechischer Kleinunternehmer erschossen, eine ermordete Polizistin. Und womöglich noch die Urheber von zwei rassistischen Anschlägen in Köln und Düsseldorf. Und die Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" kündigte weitere Anschläge an. Doch was ist Propaganda, was Realität - außer den Toten? Gibt es ein rechtsextremes Netzwerk, das die Täter stützte? Und was wussten die Geheimdienste?
Exklusiv
Die Mordserie der Zwickauer Terrorzelle schockiert Deutschland - jetzt reagiert der Innenminister: Wie Hans-Peter Friedrich der "Süddeutschen Zeitung" sagte, sollen künftig Daten über gefährliche Rechtsextremisten und politisch rechts motivierte Gewalttaten in einer zentralen Neonazi-Datei zusammengeführt werden.
Von
Peter Blechschmidt, Claus Hulverscheidt und Jan Bielicki
Jahrelang tappten die Ermittler im Dunkeln, jetzt sind die Drahtzieher der Polizisten- und der sogenannten Döner-Morde klar: drei mutmaßliche Neonazis. Das Trio war nicht allein, sondern erhielt Unterstützung aus der rechtsextremen Szene. Die Täter fotografierten ihre Opfer und drehten Videos mit faschistischen Inhalten. Es sind Spuren in ein weiteres verzweigtes braunes Milieu - die Polizei erhofft sich nun auch Aufklärung über weitere mysteriöse, ungesühnte Gewaltverbrechen in Deutschland.
In der Koalition ist offener Streit über den Umgang mit der NPD ausgebrochen: Die FDP spricht sich für einen Verbotsantrag aus, die CSU dringt stattdessen auf eine rasche Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung. Niedersachsens Innenminister Schünemann will auch künftig V-Leute einsetzen. Die Ermittlungen zur Neonazi-Mordserie könnten heute entscheidend vorankommen - Beate Z. will angeblich auspacken.
88 Namen finden sich auf einer Liste, die die mutmaßlichen rechtsextremen Mörder aus Zwickau angefertigt haben. Aufgezählt werden Vertreter türkischer und islamischer Organisationen - sowie die Bundestagsabgeordneten Montag von den Grünen und Uhl von der CSU.
Von
Oliver Das Gupta
Die Warnungen vor Rechtsterrorismus sind mehr als ein Jahrzehnt alt. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 allerdings konzentrierten sich die Verfassungsschützer auf den Islamismus - jetzt müssen sie sich Versäumnisse vorwerfen lassen.
Hitzige Debatte im bayerischen Landtag, das Thema: die Morde der Neonazis. Während Innenminister Herrmann ein NPD-Verbot fordert, hört einer besonders aufmerksam zu: CSU-Fraktionsvize Karl Freller. Nach Hans-Peter Uhl und Jerzy Montag taucht auch sein Name nun auf einer Liste auf. Warum? Er kann nur spekulieren.
Von
Birgit Kruse
Empört weist die CSU die Angriffe aus der SPD auf Innenminister Friedrich zurück. Sogar der Thüringer Linken-Fraktionschef Ramelow kritisiert die Rücktrittsforderung an den Christsozialen als deplatziert - und knöpft sich wiederum die SPD vor.
Von
Oliver Das Gupta
Hat die Familienministerin kein Herz für den Kampf gegen Rechtsextreme? Kristina Schröder sieht sich in der Bundestagsdebatte um Rechtsterrorismus heftigen Angriffen der Opposition ausgesetzt. Sagen will sie nichts. Das macht dann CDU-General Hermann Gröhe für sie. Und stellt indirekt in Frage, wofür Schröder lange gekämpft hat.
Von
Thorsten Denkler, Berlin
Netzneutralität, Online-Anonymität, Urheberrecht: Mit ihren Vorschlägen zur Netzpolitik beweisen die Grünen, dass nicht nur die Piraten progressive Ideen für das digitale Zeitalter haben - und zwingen damit andere etablierte Parteien zur Positionierung.
Von
Dirk von Gehlen
Die SPD-Politikerin Hildegard Kronawitter ist "erschüttert": Auch ihr Name stand auf einer der Listen, die bei dem Nazi-Trio aus Zwickau sichergestellt wurden. Sie ist nicht die erste bayerische Politikern, die Post vom LKA bekommen hat.
So viele Ermittlungsfehler, so viele ungenutzte Chancen, die Täter zu fassen: Die ungeheuerlichen Bluttaten der Zwickauer Killertruppe heizen die Gerüchteküche an. Gibt es ein braunes Netzwerk? Haben Polizei oder Geheimdienst den Tätern vielleicht sogar geholfen? Und wird der Fall jetzt zur Staatsaffäre? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von
Hans Leyendecker
Hatten die Thüringer Neonazis Verbindungen nach Bayern? Der CSU-Politiker Uhl, der auf einer Liste der Zwickauer Zelle steht, hält das für möglich: In den Daten der Rechtsradikalen finden sich weitere Namen aus München.
Von
Peter Fahrenholz, Susi Wimmer und Bernd Kastner
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Sein Name stand auf der Liste der Neonazis: CSU-Politiker Uhl erklärt im Gespräch mit sueddeutsche.de, warum er - im Gegensatz zu Parteichef Seehofer - ein NPD-Verbot ablehnt. Bei der Terrorabwehr sei der Staat schlecht aufgestellt. Einen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Mordserie halte er für völlig untauglich.
Video-Interview:
Thorsten Denkler
Neonazis wollten am Samstag am Münchner Heimeranplatz aufmarschieren - nur wenige hundert Meter von dem Tatort entfernt, an dem eines der Opfer der Zwickauer Terrorzelle ermordet wurde. Die Demonstration ist nun verboten worden, weil es sich um "eine nicht hinnehmbare Provokation" handle.
Piraten greifen vor Somalia deutsche Handelsschiffe an - wer darf auf die Kriminellen schießen? Reeder wollen Bundeswehrsoldaten an Bord, aber das würde gegen das Grundgesetz verstoßen. Jetzt haben sich die Unternehmer mit der Regierung auf eine Notlösung geeinigt.
Von
Joachim Käppner
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Eine Woche der Emotionen: Ein Politiker weint um sein Amt, Spanier wüten gegen den Papst und ein Staatschef droht seine Rückkehr an.
Die Worte der Woche in Bildern
"Nichts Neues, kein Geheimnis": Bayerns Innenminister Joachim Herrmann müht sich, die Kritik am Einsatz staatlicher Spionagesoftware abperlen zu lassen. Die Spähangriffe seien rechtlich zulässig, beteuert der CSU-Politiker - und geht zur Gegenattacke über: Er wirft dem Chaos Computer Club vor, falsche Behauptungen in die Welt gesetzt zu haben.