Schwere Zeiten für die Wirtschaftslobby: Die vermeintliche Wunschkoalition aus Union und Liberalen macht vieles nicht so, wie es der BDI gerne hätte. Präsident Hans-Peter Keitel über sein Verhältnis zur Regierung, die anhaltende Skepsis bezüglich der Grünen - und die Frage, ob die FDP ihren Ruf als Steuersenkungspartei aufs Spiel setzt.
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Nächtelanges Rotwein- und Zigarrenschwadronieren im Kanzleramt gab es plötzlich nicht mehr: In der Ära Merkel waren die Zeiten, da der BDI der unbestrittene Sprecher der deutschen Wirtschaft war, vorbei. Bis Hans-Peter Keitel kam. Er hat in dem Verband kräftig aufgeräumt. Eine dritte Amtszeit wäre daher keine Überraschung.
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Schnell mal den Staat um Hilfe bitten? Das ist selbst dem Chef-Lobbyisten der deutschen Industrie zu viel. Hans-Peter Keitel verlangt eine Schamgrenze.
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Der CDU-Abgeordnete Michael Fuchs hält bezahlte Vorträge bei einer von Ex-Geheimdienstmitarbeitern gegründeten Firma in London. Der stellvertretende Chef der Unionsfraktion sieht darin nichts Verwerfliches - und will weitermachen.
Von Robert Roßmann, Berlinmehr...
Lange war Gerhard Cromme einer der mächtigsten Industrieführer in Deutschland - jetzt ist das Vertrauen von Krupp-Partriarch Beitz aufgebraucht. Cromme muss seinen Posten als Aufsichtsratschef von Thyssen-Krupp räumen. Alle Blicke richten sich nun nach München: Ist Cromme für Siemens noch tragbar?
Von Thomas Fromm, Joachim Käppner und Klaus Ottmehr...
Exklusiv
Brisante Ermittlungen in der Schweiz: Ulrich Lehner soll neuer Chefaufseher bei Thyssen-Krupp werden. Dumm, dass Basler Staatsanwälte eine Millionenabfindung untersuchen, die er bei Novartis genehmigt hatte.
Von Thomas Fromm, Joachim Käppner und Klaus Ottmehr...
Wechsel an der Spitze des Bundesverbandes der Deutschen Industrie: Präsident Hans-Peter Keitel tritt entgegen mancher Spekulationen nicht wieder an, sondern schlägt Vizepräsident Ulrich Grillo als seinen Nachfolger vor. Bundeskanzlerin Merkel verliert damit einen wichtigen Ansprechpartner in der Wirtschaft.
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Mit einer Art Volksanleihe will Umweltminister Altmaier die Bürger an der Finanzierung der Energiewende beteiligen. Etwa 15 Prozent der Anteile an Stromtrassen sollen dafür reserviert werden. Für die Netzbetreiber könnte die Anleihe eine Möglichkeit zur günstigen Kapitalbeschaffung bieten.
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Streit um die Aufsicht: Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon und Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen liefern sich einen heftigen Schlagabtausch über die Zukunft der Geldhäuser in Europa. Und nebenbei geht es mal wieder um das Renditeziel der Deutschen Bank.
Von Andrea Rexer, Frankfurtmehr...
Die Industrie wettert gegen Lasten durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Doch erste Auswertungen zeigen: Noch nie haben so viele Firmen eine ermäßigte Ökostrom-Umlage beantragt wie 2012 - die Kosten für die Energiewende könnten sie damit umgehen.
Von Michael Bauchmüller, Berlinmehr...
Der neue Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie heißt Ulrich Grillo. Mit dem Zink-Industriellen rückt ein Familienunternehmer an die Spitze des Verbands.
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Bau-Präsident Hans-Peter Keitel über die Folgen der Finanzkrise und öffentliche Hilfsaktionen.
Interview: M. Beise, E. Dostert, S. Gröneweg und S. Haasmehr...
Der Bundestag schreibt heute Geschichte und beendet einen jahrzehntelangen Kampf: Eine große Koalition aus Union, FDP, SPD und Grünen will den Atomausstieg bis zum Jahr 2022 beschließen. Doch der Streit über die Energiepolitik geht weiter. Und die Grünen versuchen mit ungewöhnlichen PR-Maßnahmen, den Ausstieg für sich zu reklamieren.
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Kein Geld auf den Finanzmärkten, kein Interesse an Aktien: Der Börsengang von Evonik ist gescheitert. Zum jetzigen Zeitpunkt würden die Erlöse dem Chemieunternehmen nicht gerecht, heißt es. SPD und Gewerkschaften in NRW passt das ins Konzept.
Von Karl-Heinz Büschemannmehr...
Harte Kritik an der Politik: Beim Führungstreffen Wirtschaft der "Süddeutschen Zeitung" attackieren Unternehmenslenker das Verhalten der Regierenden in der Euro-Krise. Die besten Statements von Eckhard Cordes (Metro AG), Hans-Peter Keitel (BDI) und Martin H. Richenhagen (AGCO Corporation) im Video.
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Die Wahl in NRW war vorbei - nun erreichten deren Folgen die Hauptstadt: In Berlin berieten die Parteigremien, Wahlsieger und Wahlverlierer traten vor die Presse: Kanzlerin Merkel nahm ihren Minister Röttgen in Schutz, nannte als Ursache für die Schlappe die SPD-Kandidatin Kraft. Diese ließ sich von ihrer Partei kräftig feiern.
Der SZ-Liveblog in der Nachlese. Von Thorsten Denkler, Berlin, und Oliver Das Guptamehr...
Exklusiv
Nicht nur Friedrich, sondern auch Schäuble und Rösler bezweifeln, dass Griechenland noch zu retten ist: In der Koalition haben nach SZ-Informationen mehrere Minister den Glauben an die Krisenstrategie ihrer Kanzlerin verloren. Die Opposition ergötzt sich an diesem "Stück aus dem Tollhaus".
Von Claus Hulverscheidt, Berlinmehr...
Werner Schnappauf musste vor einem halben Jahr beim BDI wegen der "Protokoll-Affäre" gehen. Jetzt kommt der frühere CSU-Umweltminister bei der Bank of America als Berater unter.
Von Harald Freibergermehr...
Harte Kritik an der Politik: Beim Führungstreffen Wirtschaft der "Süddeutschen Zeitung" attackieren Unternehmenslenker das Verhalten der Regierenden in der Euro-Krise. Deren Kommunikation sei fahrlässig - und BDI-Chef Keitel fordert: "Arbeitet eure Aufgaben doch mal ab."
Von Lutz Knappmann, Berlinmehr...
China, immer wieder China: Es vergeht keine Woche, in der dieser seltsame Zwitter zwischen Kommunismus und Kapitalismus nicht irgendwo auf dem Globus als wichtiger Investor auftaucht. Jetzt soll das chinesische Kapital Europa und den Euro stützen. Warum das immense Gefahren birgt.
Von Gunnar Herrmann, Hans-Jürgen Jakobs und Michael Kläsgenmehr...
Unerträglich und unmoralisch! Derartige Vorwürfe müssen sich die Banker anhören - und das nicht nur von Anhängern der Occupy-Bewegung, sondern auch von gestandenen Managern. Noch vor 20 Jahren waren Banker angesehene Leute - heute fallen gegenüber dieser Berufsgruppe alle Hemmungen. Und das ist deren eigene Schuld: Selten hat sich ein Wirtschaftszweig so borniert gezeigt.
Ein Kommentar von Karl-Heinz Büschemannmehr...
Es geht um Milliarden Euro, um Wirtschaftsreformen, aber auch um Verachtung, Frustration und Anerkennung: In Berlin verbittet sich Griechenlands Ministerpräsident Papandreou überzogene Kritik an seinen Landsleuten. Das Land werde alle Reformauflagen der internationalen Troika umsetzen, verspricht er. Noch in dieser Woche sollen Experten von EU, IWF und EZB nach Athen zurückkehren und ihre Arbeit wiederaufnehmen.
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Vor dem nächsten Krisengipfel zu Griechenland wächst der Druck auf die 17 teilnehmenden EU-Staaten: Immer mehr Experten sehen den Schuldenschnitt als einzigen Ausweg aus der Misere. Das jetzige Krisenmanagement gleiche einem Schildkrötenrennen, kritisieren Beobachter - und fordern eine Urlaubssperre für die Regierungschefs, sollte nicht bald eine Entscheidung fallen.
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Die Parteichefs von Union und FDP haben sich in einem Grundsatzbeschluss auf Steuerentlastungen von 2013 an geeinigt. Allerdings sieht Finanzminister Schäuble dafür nur bedingt Spielräume. Einem Medienbericht zufolge macht er eine deutliche Ansage: Die FDP solle sich eine mögliche Steuersenkung durch Sparvorschläge verdienen.
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