Ein Mann, seine Frau und ihre sechs Kinder sind bei einem Nato-Luftangriff in Afghanistan getötet worden, das Familienoberhaupt soll keine Verbindung zur Taliban gehabt haben. Zivile Opfer sorgen immer wieder für Spannungen zwischen Präsident Karsai und der Nato-Truppe.
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Auch wenn US-Soldaten durch ihre Koran-Verbrennung ein ganzes Volks demütigen - der US-Republikaner Newt Gingrich sieht den wahren Skandal ganz woanders. In den USA ist die Stimmung wegen des Wahlkampfs so aufgeheizt, dass selbst Besänftigungsversuche böse Reaktionen hervorrufen - außerhalb des Landes dürften diese verheerend wirken.
Von
Christian Wernicke, Washingtonmehr...
Frankreichs Präsident Francois Hollande ist zu einem nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen und hat seine Pläne für einen beschleunigten Truppenabzug verteidigt.
mehr...Politicker
Mit dem schnellen Truppenabzug aus Afghanistan stößt Frankreichs neuer Präsident auf viel Kritik. Aber bei vielen Franzosen kann François Hollande mit seinen Auftritten in Berlin, Washington oder Kabul punkten. Bald wird sich der Sozialist jedoch wieder der Innenpolitik zuwenden müssen - und die verspricht mehr Gram als Glorie.
Von
Stefan Ulrichmehr...
Hamid Karsai hat als Staatschef Afghanistans tief enttäuscht. Eine neue Amtszeit wird er bei der Präsidentenwahl dennoch erhalten.
Ein Kommentar von
Peter Münchmehr...
Präsident Hamid Karsai über das oft verletzende Verhalten der Soldaten aus dem Westen und das Gefühl der Angst, das sich unter den Afghanen ausbreitet.
Interview:
Tobias Matern und Peter Münchmehr...
Das Gremium soll mit den Aufständischen verhandeln und Frieden schließen. Doch nun ist ein wichtiger Unterhändler des Hohen Friedensrats in Afghanistan getötet worden. Es ist nicht das erste Mal, dass Ratsmitglieder durch Attentate ums Leben kommen.
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Das tödliche Attentat auf einen wichtigen Unterhändler ist kein Rückschlag für den Friedensprozess in Afghanistan - weil es diesen derzeit nämlich gar nicht gibt. Selbst Vertraute von Präsident Hamid Karsai gestehen dies freimütig ein.
Ein Kommentar von
Tomas Avenariusmehr...
Ein "Meilenstein" in den deutsch-afghanischen Beziehungen: Kanzlerin Merkel und Präsident Karsai haben ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet. Darin ist geregelt, wie die Unterstützung für Afghanistan nach dem Abzug der Bundeswehr aussehen soll - auch finanziell.
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Trotz angestrengter Choreographie: Beim USA-Besuch von Afghanistans Präsident Karsai wird klar, wie fragil das Verhältnis zwischen beiden Ländern nach wie vor ist.
Von
Reymer Klüver, Washingtonmehr...
Mehr als zehn Jahre nach dem Sturz der Taliban hat sich die Situation für viele Frauen in Afghanistan verbessert. Doch was passiert nach dem Abzug der ausländischen Truppen? Viele Frauen befürchten, dass ihre hart erkämpften Rechte zur Verhandlungsmasse zwischen Regierung und Taliban verkommen könnten.
Eine Reportage von
Tobias Matern, Charikarmehr...
Mission accomplished? Es ist Wahlkampf in den USA und Barack Obama fliegt deshalb mal eben nach Afghanistan, inszeniert sich als entschlossener und erfolgreicher Kriegsherr. Wenn es aber um das konkrete Abzugsprozedere aus Afghanistan geht, bleibt der US-Präsident vage. Zu präsent ist die unerfüllte Mission seines Vorgängers Bush im Irak.
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Pünktlich zum Jahrestag der Tötung von Osama bin Laden stattet der US-Präsident einen Blitzbesuch in Kabul ab. Er unterzeichnet ein strategisches Abkommen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai - und macht in einer Fernsehansprache Wahlkampf für sich selbst. Kurz nach Obamas Abreise erschüttern Explosionen die Hauptstadt Kabul.
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Meinung
Eine Dekade lang haben sich die USA bemüht, Afghanistan zu ändern. Sie haben große Fehler gemacht und Großes geleistet, haben geholfen und zerstört. Mit seinem Besuch hat Obama nun den Abzug der US-Truppen eingeleitet - und damit einen großen Teil der Verantwortung auf die Afghanen abgewälzt. Darf er das?
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Stefan Korneliusmehr...
Erst die Koran-Verbrennung und jetzt das: Ein US-Soldat tötet in Afghanistan 16 Menschen. Sein mutmaßlicher Amoklauf steht in einer langen Reihe von Verfehlungen der US-Armee. Was ist über den Täter bekannt? Und was bedeutet der Vorfall für den Abzug der Bundeswehr? Fragen und Antworten.
Von
Markus C. Schulte von Drach, Melanie Staudinger und Michael Königmehr...
US-Präsident Obama beteuert, die Koranverbrennungen in Afghanistan seien unbeabsichtigt geschehen. Ein afghanisches Untersuchungsgremium widerspricht - und verweist auf die hohe Anzahl der zerstörten Bücher.
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Warnung vor Racheaktionen: Nach der absichtlichen Tötung von 16 Zivilisten in der afghanischen Provinz Kandahar befürchten US-Militär und amerikanische Botschaft ein Aufflammen antiwestlicher Proteste und neue Gewalt. Die Taliban drohen, sie würden "jeden einzelnen Märtyrer rächen". Afghanische Politiker bezweifeln, dass ein einzelner US-Soldat das Blutbad angerichtet hat. Auch Augenzeugen berichten Widersprüchliches.
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Nach dem Massaker eines US-Scharfschützen an Frauen und Kindern nehmen die Spannungen in Afghanistan zu: Die Taliban haben Rache geschworen, eine Regierungsdelegation wurde am Tatort beschossen. Dem Täter, der jede Aussage verweigert, droht derweil die Todesstrafe.
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Nach der Bluttat eines US-Soldaten greifen Aufständische eine afghanische Regierungsdelegation an, Studenten fordern bei einer Demonstration den Tod von Obama, die Taliban drohen mit Vergeltungsschlägen. Die US-Regierung ringt noch um eine angemessene Reaktion - und erwägt Medienberichten zufolge, ihre Strategie zu ändern.
Von
Melanie Staudingermehr...
Verteidigungsminister de Maizière ist zu Gesprächen in die Hauptstadt Kabul gereist. Auch US-Verteidigungsminister Panetta traf zu einem nicht angekündigten Besuch in Afghanistan ein. Die Situation in dem Land ist nach dem Massaker eines US-Soldaten an einheimischen Zivilisten angespannt - während der Visite der ausländischen Minister kommt es zu Anschlägen.
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Afghanistan will sich schneller von den US-Truppen lösen: Präsident Karsai möchte die Verantwortung für die Sicherheit von den ausländischen Truppen im Land ein Jahr früher als geplant übernehmen. Außerdem hat er den Abzug der Nato-Truppen aus allen Dörfern verlangt.
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Meinung
Der afghanische Präsident Karsai verlangt, die einheimische Armee und Polizei sollten bereits im nächsten Jahr allein für Stabilität am Hindukusch sorgen. Von seinem Vorstoß werden vor allem die Taliban profitieren. Denn die afghanischen Sicherheitskräfte werden 2013 noch nicht in der Lage sein, die radikalen Islamisten in Schach zu halten.
Ein Kommentar von
Tobias Maternmehr...
"Wir sind nicht allein auf der Welt": Verteidigungsminister de Maizière will die deutschen Soldaten nicht früher als geplant aus Afghanistan zurückholen. Allerdings scheint sich die Bundesregierung darüber nicht einig zu sein - Außenminister Westerwelle hat andere Vorstellungen.
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