Die Politologin Gesine Schwan signalisiert Bereitschaft, abermals für die SPD gegen Horst Köhler anzutreten. Die SPD will abwarten, bis Bundespräsident Köhler sich erklärt hat.
So war das also: Der Musiker Reinhard Mey war einst Klassenkamerad der Politikerin Gesine Schwan - und profitierte als "lausiger Schüler" von deren Großzügigkeit.
Die SPD-Spitze will sich offenbar doch dem Druck der Parteilinken beugen und mit Gesine Schwan einen eigenen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl 2009 aufstellen. Offiziell heißt es zwar, die Entscheidung sei noch nicht gefallen. Doch selbst Parteichef Beck ist der Ansicht, die SPD habe "das Selbstbewusstsein" für eine Gegenkandidatur.
Von
Susanne Höll
In der SPD wächst der Widerstand gegen die Wiederwahl von Bundespräsident Horst Köhler. Bei einem Treffen der SPD-Spitze mit der Politologin Gesine Schwan erklärte diese ihre Bereitschaft, sich erneut um das Amt zu bewerben.
Von
Daniel Brössler
Gesine Schwan soll nach dem Willen der SPD-Spitze bei der Wahl des Bundespräsidenten im kommenden Jahr antreten. Dafür hat sich das SPD-Präsidium einmütig ausgesprochen.
Erst wenn Bundespräsident Köhler eine Erklärung zu einer zweiten Amtszeit abgegeben hat, will die SPD-Spitze über eine Gegenkandidatur entscheiden.
Von
Susanne Höll
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat die Bundesversammlung zur Wahl des deutschen Staatsoberhauptes eröffnet und gleich mit einem Versprecher für Heiterkeit im Plenum gesorgt.
Bilder
Gesine Schwan hatte eine Wissenschaftskarriere gemacht, als Gerhard Schröder sie vollkommen überraschend als Präsidentschaftskandidatin präsentierte. Beim zweiten Versuch ist Schwan nun nicht mehr neu. Ihr Leben in Bildern
SPD-Kandidatin Gesine Schwan will als erste Frau ins Schloss Bellevue einziehen. Doch ihre Partei ist auch unmittelbar vor der Wahl zum Bundespräsidenten nicht warm mit ihr geworden.
Von
Thorsten Denkler, Berlin
Sie will Bundespräsidentin werden und plädiert für Volksabstimmungen in Sachen EU: Gesine Schwan. Die SPD-Kandidatin über ihre Chancen und unappetitlichen Wahlkampf.
Interview mit Videos:
B. Kruse und H.-J. Jakobs
Bürgerlich, klug und heiter - die Politikprofessorin Gesine Schwan verkörpert für die SPD auch die Hoffnung, endlich mal ein selbstbewusstes Gesicht zu zeigen.
Eine Reportage von
Susanne Höll
Auf einer Podiumsdiskussion in München zeigt Gesine Schwan, dass sie eine gute Bundespräsidentin sein könnte - und beim Thema Bildungspolitik ganz andere Vorstellungen hat als Horst Köhler.
Von
Wolfgang Jaschensky
Gesine Schwan könnte die erste Bundespräsidentin werden. Die SPD stützt erneut die Intellektuelle - obwohl sie schon oft in der eigenen Partei aneckte.
Von
Kathrin Haimerl
Vor lauter Frühlingsgebinden konnte man fast nicht mehr Gesine Schwans Lächeln sehen, das ihr auch nach der Wahlniederlage gegen Horst Köhler nicht verging.
Kurz vor der Bundespräsidentenwahl scheint der Rückhalt der Kandidatin Gesine Schwan in der SPD zu schwinden: Sie kann nicht fest darauf bauen, alle Stimmen ihrer Partei zu erhalten.
Von
Susanne Höll, Berlin
SPD-Parteivorstandsmitglied Wolfgang Thierse über die Kritik der Union an der SPD-Kandidatin, den Kampf ums Schloss Bellevue und die Frage, ob der erste Schritt zu einer rot-roten Koalition im Bund gemacht ist.
Interview:
Sarina Märschel
20 Jahre nach dem Fall der Mauer streitet Deutschlands politische Klasse nicht über das Wesen eines Staates, sondern die Wahl eines Wortes.
Ein Kommentar von
Daniel Brössler
Die Professorin Gesine Schwan wird von der SPD-Spitze fürs höchste Staatsamt nominiert werden, weil sich die Basis der Partei so heftig nach einer Belebung sehnt.
Von
Susanne Höll, Berlin
Gesine Schwans Vorwürfe an Bundespräsident Köhler sind hart und unberechtigt. Sie will damit einen Wahlkampf provozieren, den ihr Köhler bislang zu Recht verweigert hat.
Ein Kommentar von
Nico Fried
Bei ihrer Buchpräsentation wiederholte Schwan ihr Thema wortreich, zu den Vorwürfen gegen ihre Köhler-Kritik blieb sie wortkarg. Parteichef Müntefering sekundierte pflichtbewusst.
Von
Franziska von Kempis, Berlin
Gesine Schwan, Bundespräsidenten-Kandidatin der SPD, hat die Linke und ihren Vorsitzenden Lafontaine scharf kritisiert. Doch auch Schwan selbst wird wegen ihrer Kandidatur heftig angegriffen.
Ungeachtet der heftigen Kritik aus den Reihen des Koalitionspartners will die SPD-Spitze Gesine Schwan heute zu ihrer Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl nominieren - als Gegenkandidatin zu Horst Köhler. Eine Entscheidung, die die große Koalition vor die Zerreißprobe stellt.
Von
Nico Friedund Guido Bohsem